Der erste Märtyrer für die Botschaft von Mal. 4, 5-6

Die Geschichte
Robert Lee Lamberts (1930-1973)
Nachdem es bekanntlich viele auf sich genommen haben, über die Dinge zu
sprechen, die das Leben, den Dienst und das Märtyrertum Robert Lee Lamberts
betreffen (genannt Bob oder Junior), wie er es 1959 prophezeit und in seinen
Predigten bis zur Zeit seiner Ermordung 1973 bestätigt hat; nachdem viele oftmals
diesen Mann verunglimpft haben, über den sie wenig wußten und den sie noch
weniger verstanden, schien es uns gut, die wir Augenzeugen, Gefährten und seine
Mitarbeiter waren, die Wahrheit über diesen Mann Gottes herauszubringen. Daß er
Verkünder einer neuen Erweckung, ein Diener des Evangeliums Jesu Christi und
der Botschaft von Mal. 4, ein Pastor und Lehrer gewesen ist, der beide Ämter
treu ausgeübt hat, und daß er der erste Märtyrer für die Endzeit-Botschaft
gewesen ist, das scheint auf alle jene keinen Eindruck zu machen, die Gerüchte,
Halbwahrheiten und glatte Lügen wiederholen und damit versuchen, ihre
bröckelnde Stellung abzustützen, die sie als Führer für diejenigen innehaben,
die der Botschaft des Lebens im Zeitalter von Laodizea folgen möchten. Er ist
vieler Dinge fälschlich beschuldigt worden: Er hätte behauptet, Elia zu sein;
er hätte gepredigt, niemand habe den heiligen Geist; er hätte nicht an
göttliche Heilung geglaubt; er hätte sich gegen Gottes Propheten William
Branham gewandt und seine eigene Botschaft gepredigt; er hätte behauptet,
Botschafter eines achten Gemeinde-Zeitalters zu sein; er wäre Leiter eines
Kultes gewesen; er hätte sich in einen Dienst hineingedrängt, der nicht ihm
gegolten habe; er hätte Gemeinden zerbrochen; er wäre von Gott dafür gerichtet
worden, daß er einen Propheten gespielt habe; er wäre gestorben, nachdem er bei
einem Raubüberfall mit einem Stück Holz erschlagen worden sei.
Auch unter
denen, die ihm als Prediger begegnet waren und ihn gehört hatten, gab es nur wenige,
die Einzelheiten aus dem früheren Leben Bruder Bobs kannten, beispielsweise,
wie er zu Christus kam und zur Botschaft William Branhams oder die
Heimsuchungen des Geistes; seine Hingabe und Weihe für die Verteidigung des
Evangeliums; sein Verlangen schließlich, die schriftgemäßen Verheißungen Gottes
im Leben der Gläubigen durch das Kommen der Schlußstein-Ausgießung manifestiert
zu sehen.
Es gibt ein
aufrichtiges Bedürfnis, über diesen Mann mehr zu wissen, an den viele als einen
Vertrauten, als einen Freund und Ratgeber, als Jagdkameraden oder Angelpartner
und (sicher nicht zuletzt) als einen Hirten zurückdenken, der die Botschaft
William Marrion Branhams liebte, respektierte sowie ohne Zweifel und
Kompromisse gepredigt hat.
Während wir uns an diese Dinge
erinnern, haben wir als seine Freunde, Begleiter, Familienangehörige, als seine
Schafe und als Mitprediger sowohl in den Vereinigten Staaten wie auch im
Ausland diesen Schritt unternommen, all die Dinge, die wir gehört und gesehen
haben, sowie das was Robert Lambert selbst bezeugt hat, einmal geordnet
zusammenzustellen. Wir glauben, es ist sehr wichtig, seine Ehrlichkeit und
seine Aufrichtigkeit, seine Hingabe an Gott, seine Demut, sein Mitgefühl und
seine Liebe vor dem Hintergrund der Standhaftigkeit darzustellen, ebenso sein
kompromißloses Einstehen für das Wort und seine Kühnheit im Predigen der
Wahrheit, doch genauso den Tadel an denjenigen, die sich im Irrtum befanden.
Er war ein Anbeter und schämte sich nicht dafür; ein
liebevoller und zuverlässiger Freund und ein unermüdlicher Wahrheitssucher. Er
war ein ungewöhnlicher und ein sonderbarer Mann – ein wahrhaft ehrlicher Mann
ist immer sonderbar –, aber er versuchte, der Führung des Heiligen Geistes so
konsequent zu folgen, wie er nur konnte.
Einige von uns
waren schon Augenzeugen seit seiner Bekehrung. Andere lernten ihn erst während
seiner letzten Lebensjahre kennen. Wer ihn wirklich kannte, konnte eine
Geschichte erzählen, wie ihm von diesem Mann geholfen und wie er gesegnet wurde
von dessen besonderem Dienst, der auf der Schrift, den Lehren William Branhams
(Gottes Prophet und letzter Botschafter an die Gemeinde-Zeitalter) sowie auf
direkter Offenbarung Gottes an ihn gegründet war.
Die Zeugnisse vieler, die
Bruder Lambert am nächsten standen, sind auf einem Audioband zusammengefaßt.
Sie stellen die Grundlage dar für einen großen Teil des Materials, das hier
vorgestellt wird. Der größte Teil an Information verdankt sich Bruder Lamberts
eigenen Zeugnissen und den häufigen persönlichen Bemerkungen während vieler der
aufgenommenen Predigten.
Wir sollten hier insbesondere Bruder George Parylla erwähnen, der Bruder
Lambert fast von Anfang an kannte, liebte und schätzte. Er begegnete Bruder
Lambert mitten in der Nacht in der Abgeschiedenheit einer Hütte in den Bergen
von Kentucky, wo sie auf den Herrn warteten. Dort wurde Bruder Parylla sein
Gefährte. Nachdem Bruder Lambert 1967 nach Connecticut gezogen war, wurde Br. Parylla sein Co-Pastor. Bruder Parylla diente von 1979 an als Pastor
der Versammlung bis zu seinem Heimgang 1992. Sein Zeugnis befindet sich unter
denen, die für diesen Band Verwendung fanden.
Wie es bei vielen Menschen ist,
die nicht im Kalklicht (ein sehr
helles Licht) des Lebens geboren wurden, so sind auch die meisten Einzelheiten
im Leben Robert Lamberts im Dämmerlicht der Vergangenheit verschwunden. Sogar
nach seiner Bekehrung führte ihn der Dienst, den Gott ihm gab, aufgrund von
Verfolgungen so häufig von Ort zu Ort, daß es nicht immer möglich war, jene
Mahnzeichen des Vorübergehens zu hinterlassen, die dem Betreffenden die
Bedeutsamkeit seines Besuches hätten nahebringen können. Zum Teil war dies auf
den Unglauben in den Herzen der „Professoren des Christentums“ zurückzuführen.
Andererseits waren nicht wenige einfach nicht bereit, ein weiteres Ausgießen
des Heiligen Geistes, eine Erweckung der Braut, einen „Sprich das Wort“-Dienst
und andere Teile von Bruder Branhams Botschaft zu akzeptieren, die nicht nach
ihrem Geschmack waren und die ihr Gewissen und ihren Lebensstil zu sehr
eingeengt hätten. Andere wiederum mögen gedacht haben, daß ihre anerkannte
Stellung durch einen Mann bedroht wurde, der ihnen mit dem Worte Gottes die
Grundlagen einiger ihrer am meisten geschätzten Glaubensartikel wegnehmen
könnte, z.B. „Der Spätregen ist schon gefallen“; „Alles ist vorüber“; „Das Blut
ist nicht mehr auf dem Gnadenthron“; „Die Braut hat nun den vollkommenen
Glauben und vollkommene Liebe“; „Wir warten nur noch auf die Entrückung“.
Zweifellos fühlten sich einige auch gezüchtigt von einem Mann, der sehr
kritisch eingestellt war gegenüber der liberalen Denkungsart unter den
Predigern, was ein unheiliges Leben, Fernsehen, Teilnahme an
Sportveranstaltungen, unziemliche Kleidung und sexuelle Verfehlungen betrifft.
...
Bruder Lamberts Dienst unterschied sich von den populären Diensten in
seinen Tagen: Evangelisieren, Betonung von Zeichen und Wundern, internationale
Anerkennung durch Publikation von Büchern und Magazinen. Dieser Mann Gottes
stand im Joch und unter der Bürde des Herrn im Klagen, Weinen und Seufzen im
Gebet, im Fasten und Studieren des Wortes und der Botschaft – 14 Stunden des
Tages in den frühen Jahren nach seiner Bekehrung und bis zu seinem Martyrium.
Er schwankte und zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern
war stark im Glauben und gab Gott die Ehre. Verborgen im „hinteren Teil der
Wüste“, war sein gesamter Dienst denen gewidmet, die ihm glaubten. Er lehrte
sie die tieferen Dinge Gottes und bereitete sie durch die Schrift und die
Botschaft Bruder Branhams darauf vor, eine weitere Ausgießung des Heiligen
Geistes zu empfangen. So hob er besonders die Token-Botschaft (Das Zeichen) Bruder Branhams hervor.
Während der zweiten Hälfte seines Dienstes nahm er nur wenige Einladungen an,
in anderen Botschaftsgruppen zu dienen, lehnte es ab, Audio-Botschaften zu
verschicken, und nahm Abstand von Diskussionen mit Predigern über Lehrfragen.
Da die Dinge, die Gott ihm geoffenbart hatte, mißverstanden wurden, wurde er
von einigen verfolgt. Etliche
wurden international bekannte Nachahmer von tieferen Wahrheiten, die ihm der
Herr geoffenbart hatte und die den Neuen Dienst von William Branham betrafen:
§
Der weitere Dienst Christi und Seiner Braut, der von Bruder Branham
prophezeit worden war
§
Sprich das Wort Schöpfungskraft
§ Der
Sohn des Menschen im Gericht gegen die geoffenbart, die die Botschaft
ablehnen
§
Offenbarung 10, 1 Der Bundesengel (Christus im Gericht)
§
Der weiße Pferdreiter
§
Die Supergemeinde durch das Kommen des Schlußsteins
§
Ausgießung des Heiligen Geistes
§
Die Gegenwart Christi
§
Christi Erscheinen und Kommen in Bezug auf die Öffnung des siebenfach
versiegelten Buches
§
Christus soll verherrlicht werden in der Endzeit-Braut und
§
Manifestierte Söhne Gottes
Er hat diese Lehren klar umrissen, und dies wurde begleitet von der
großen übernatürlichen Gegenwart und Kraft des Heiligen Geistes. Prediger wie
Laien-Mitglieder, auch Sünder waren überwältigt von der Ehrfurcht gebietenden
Gegenwart und der Klarheit des Wortes. Keiner der Opponenten seiner Lehren war
in der Lage, sie auf der Basis der Schrift und der Botschaft Bruder Branhams zu
widerlegen. Es ist unmöglich, die Wirkung zu leugnen, die so ein einzigartiger
Dienst auf unser Leben hat.
Wir vertrauen darauf, daß dies
eine Geschichte ist, die Botschaftsgläubigen, Nachfragenden, Kritikern und
Neinsagern eine Gelegenheit bietet, Motive und Ziele eines Mannes zu
unterscheiden, der das „letzte volle Maß an Hingabe“ für das Evangelium Christi
leistete, und zu entscheiden, ob unser Pastor ein falscher Gesalbter war oder
ein Diener Gottes. Wir als seine kleine Herde sind vollständig überzeugt, daß
Bruder Bob ein geborener Erweckungsverkünder war, der einen Samen des Glaubens
in die Herzen mehrerer Prediger und Gläubiger gepflanzt hat. Er brachte sie
unter eine übernatürliche Inspiration und in die Gegenwart Christi und hat sie
vorbereitet für die verheißene Brauterweckung durch eine weitere Ausgießung der
Kraft des Heiligen Geistes.
Noch 29 Jahre nach Bruder Bobs Martyrium fühlen wir uns an Stephanus
erinnert, den ersten Märtyrer des Herrn im NT.
„Und
sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, mit welchem er
redete. Da stifteten sie etliche Männer an, die sprachen: Wir haben ihn
Lästerworte reden hören wider Mose und wider Gott. Und sie erregten das Volk
und die Ältesten und die Schriftgelehrten und traten herzu und rissen ihn mit
sich fort und führten ihn vor den Hohen Rat und stellten falsche Zeugen auf,
die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, Lästerworte zu reden wider diese
heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn sagen hören: Jesus, der
Nazarener, wird diese Stätte zerstören und die Sitten ändern, die uns Mose
überliefert hat. Und alle, die im Rat saßen, blickten auf ihn und sahen sein
Angesicht wie eines Engels Angesicht.“ (ApG 6: 10-15)
„ und sie steinigten Stephanus, der
anrief und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“
(ApG 7:59)
Dies ist nun die Geschichte von Robert Lee Lambert, des Mannes, den wir
freundschaftlich „Bruder Bob“ nennen.
[The First Martyr, Publikation von Bethel (The House
of God), Freeport, Trinidad, West Indien, 2002
Auszug
von der Einführung]
Kapitel 1 (Auszug)
Schon als Jugendlicher hatte er einen
Traum, daß er eines Tages ein Diener Gottes sein würde, und der Ruf Gottes in
seinem Leben wurde ihm nach und nach stärker bewußt. Aber er fürchtete sich vor
dem Herrn und versuchte davonzulaufen. Er stellte wohl fest, daß er den Herrn
Jesus liebte, gleichwohl nicht wußte, wie er sich dem Herrn Jesus nähern
sollte.
Als Jugendlicher rannte er davon und
zog eine Zeitlang mit einem Wanderzirkus herum. Als er sechzehn war, gaben er
und sein Freund ein falsches Alter an, um in die Armee aufgenommen zu werden.
Und sie verbrachten dort ein paar Monate in der Ausbildung, bevor die Sache
herauskam. Mit siebzehn Jahren trat er dann ganz legal in die Armee ein und kam
zur Luftwaffe.
Ein paarmal versprach Bob dem
Herrn in lebensgefährlichen Situationen Ihm zu dienen, aber kaum war die Gefahr
vorüber, nahm er sein altes Leben wieder auf. Im Jahr 1950 ... ging er mit vier
seiner Kameraden schwimmen. Es gab dort am Strand offenbar gefährliche
Strömungen, so daß alle vier Freunde ertranken, nur er kam davon, nachdem er
Gott um Rettung angerufen hatte.
Ein andermal entging er dem sicheren
Tod, als er ein nagelneues Cabriolet zu Schrott fuhr. Er war wundersam bewahrt
worden und ging einfach davon. Wer den Wagen gesehen hatte, konnte sich nur
wundern, wie man einen solchen Unfall überleben konnte.
Noch während seines Dienstes in der
Armee erkrankte Bob an der entkräftenden Krankheit Charcot-Marie-Tooth (nach
den Ärzten benannt, die sie als erste beschrieben haben). Diese Krankheit
wirkte sich an Rücken und Beinen aus.
Sie war genetisch bedingt und
führte bei einem Behinderungsgrad von 70% schließlich zu seiner Entlassung aus
der Luftwaffe. Während sein Oberkörper kräftig blieb und er so viel trainierte
wie nur möglich, begann seine Beinmuskulatur zu schwinden (Atrophie), so daß
seine Beine nicht dicker waren als Besenstiele. Später hat er dies einmal so
kommentiert: "Auch wenn ihr mir eine Million Dollar geben würdet, könnte
ich mich trotzdem nicht auf meine Zehenspitzen stellen."
Dies war sein
Gesundheitszustand, und darum bezog er eine Behindertenrente für den Rest
seines Lebens.
Obgleich seine Dienstzeit noch in den
Koreakrieg fiel, wurde Bob aber dennoch nicht an die Front verlegt. Der Herr
hatte einen wichtigeren Dienst für ihn: Statt Seelen zu vernichten, sollte er
sie nach Golgatha weisen.
Ungefähr zum Zeitpunkt seiner
Erkrankung verstarb "Pa" Lambert, der ihn als Waisen aufgenommen
hatte. Seine Großmutter war bereits 1948 gestorben. Das Gefühl von
Verlassenheit und Isolation wurde dadurch noch stärker. Nachdem er in Kenova
(West-Virginia) zu den Tagen seiner Kindheit zurückgekehrt war, gab es nicht
viel sinnvolle Arbeit, die er hätte tun können. So hatte er viel Zeit und
versuchte sich in vielen Betätigungsfeldern. Er hat bspw. als Textilverkäufer,
in einer Glasfabrik und sogar in einem Schlachthof gearbeitet. Überall
erfolglos, begann er zu trinken und verkehrte mit seinen früheren Kumpels.
Auf seiner Suche nach Liebe und
Geborgenheit umwarb und heiratete er schließlich ein Mädchen aus Kenova, ein
paar Jahre jünger als er selbst, Shirley Gayle Webb, doch auch das konnte die
Leere in seinem Herzen nicht restlos ausfüllen.
Ihr erstes Kind, Mark Aaron,
wurde noch 1954 geboren, und die Tochter Vickie Ellen kam im folgenden Jahr zur
Welt.
Als Shirley ihr drittes Kind
erwartete, hatte sich Bobs Zustand so sehr verschlechtert, daß er medizinische
Behandlung benötigte. Kurz bevor das dritte Kind kommen sollte, trafen Bob und
Shirley Vorbereitungen, Kenova zu verlassen und in eine Vorstadt von Miami zu
gehen, wo es ein gutes Militärkrankenhaus für Veteranen gab.
Am ersten Januar 1959 wurde
ihnen Timothy Lee Lambert geboren. Und Bob Lambert - gerade mal 28, in
schlechtem Gesundheitszustand, mit Frau und drei Kindern, auf der Flucht vor
Gott, ohne kirchlichen Hintergrund und ohne religiöse Bildung, fast ohne jede
Bibelkenntnis, ein gottloser Sünder - war am Ende seines Weges
angelangt.
Kapitel 2 (Auszug)
Gezüchtigt vom Herrn,
gerettet, gefüllt mit dem Heiligen Geist
„Was wir heute brauchen, um geistlich zu sein, ist eine Person, die sich demütigt vor Gott; wenn
sie keinen Penny hat (haben), wird sie beten, bis dieser Geist befriedigt ist
mit der Güte Gottes und eine Erweckung im Innern ihres Herzens geschieht; das
verändert ihre Einstellung und die Atmosphäre, in der sie lebt (leben)." Sei Gottes sicher 59-0125
Das
Bewußtsein vom Ruf Gottes im Leben eines Mannes kommt oft mit dem Gefühl einer
großen Verantwortlichkeit, die ihn in den Dienst für Gott treibt. Er wird ein
Liebessklave für die Kinder Gottes wie eine Mutter für ihr zu stillendes Kind -
um zu schützen, zu lieben und zu dienen. Ein geborener Führer wird die Menschen
zur Gerechtigkeit führen; oder aber, wenn er rebellisch ist, zur
Ungerechtigkeit.
Wir wissen, daß Mose ein ausgebildeter Krieger war,
der für den Pharao Städte eroberte, bevor ihn der Herr aus dem brennenden Busch
in der Wüste berief, um Israel aus Ägypten herauszuführen. Auch Bruder Branham
versuchte sich der Führung Gottes zu entziehen und wollte sein wie seine
Freunde... Zigaretten rauchen und Whisky trinken. Er wollte ein
"großer schlechter Bill", ein "Tarzan" sein, aber Gott
hat das nicht zugelassen.
Bob Lambert wollte am liebsten 1,90 groß sein und den
übelsten Burschen in der Stadt verhauen. Er mochte den Faustkampf und war
überzeugt, daß Männer nicht weinen. Aber Gott hatte eine Arbeit zu tun ...
Seine
Diener führt Gott oft durch eine rauhe Schule des Trainings. Armut, Härten des
Lebens, Unglück, Versuchungen, Verfolgung und Todesfurcht erzeugen ein
Bewußtsein von den Nöten der Menschheit, so daß auch Robert Lambert ihre Leiden
nachempfinden und Beistand leisten konnte, wo jemand in Not war. Die Bibel
lehrt uns, daß auch der Herr Jesus in allen Dingen versucht wurde wie wir und
daß Er, obgleich Er Sohn war, Gehorsam lernte durch die Dinge, die Er erlitt
(Hebr. 5:8). Obwohl dieser wahrhaft von Gott berufene Mann (BL) vom Herrn
fortlief, hat Gott ihn durch Seine Zuchtrute von Mißgeschick und Kummer zum
Gehorsam gegen Seinen Willen gebracht.
Wir wissen zurzeit wenig über die Geburt und die frühen Jahre
Robert Lee Lamberts III. Aber durch sein eigenes Zeugnis wissen wir, daß er
sich schon früh bewußt war, daß es einen Ruf Gottes in seinem Herzen gab, ein
Ziehen und ein Sehnen, das sich nicht stillen ließ mit den Dingen, die er tat
oder durch die Leute, mit denen er umging - nicht einmal durch seine Frau. Wenn
sich sein Zustand verschlechterte, versuchte er wohl, Gott zu finden, aber wie
es schien, konnte niemand auf den Schrei seiner Seele Antwort geben. Er war zu
den Methodisten und zu den Baptisten gegangen, um Hilfe zu bekommen, aber die
einzige Antwort war, er solle sich der Gemeinde anschließen. Er hörte nichts
über die Kraft Gottes zu heilen und er wußte nichts von einer
"Pfingst"-Erfahrung. Dennoch war dort ein „tiefes Rufen zur Tiefe",
das nach einer Antwort verlangte.
In der dritten Januarwoche 1959 wurde Bob Lambert,
der seit sieben Jahren krank, arbeitsunfähig und nun im Begriff war zu
sterben, ohne darauf vorbereitet zu sein, ohne Kenntnis von der Errettung durch
Jesus Christus, unfähig, seine Frau und seine drei Kinder zu unterhalten, ohne
Verwandtschaft und mit nur einem einzigen Freund vor Ort, im
Veteranenkrankenhaus Coral Gables aufgenommen, das direkt neben der Universität
von Miami gelegen ist. Nach seiner Aufnahme behielt man ihn zur Untersuchung da
um herauszufinden, welche Behandlung notwendig bzw. angemessen war.
Shirley ließ die Kinder auf der anderen Straßenseite
bei einem Mädchen zurück, wo sie unter merkwürdigen Nachbarn untergekommen
waren, und ging zu Bob ins Krankenhaus. Bob bat sie nach einiger Zeit, seinen
Freund Eddie anzurufen. Der sollte kommen und sie nachher nach Hause begleiten.
Aber allem Anschein nach hatte Eddie den Tag beim Hunderennen verbracht, und
nun war er zu müde und wollte Bob erst am nächsten Tag besuchen. Daß sein
bester Freund in der Stunde der Not für ihn nicht zur Verfügung stand, brachte
Bob beinahe um. Er weinte vor Verzweiflung und sagte zu Shirley, er wolle ohne
Eddie mit ihr allein bleiben. Er wollte diese Welt nicht einsam verlassen.
Später sagte Bob dazu: "Eddie dachte so wenig an
mich, daß er sich nicht mal um meine Frau kümmerte. Er wußte das zwar nicht,
aber für mich war dies das Ende der Freundschaft. Das brach mir das Herz. Ich
dachte, mein letzter Freund ist nicht interessiert genug, an meinem Bett zu
sitzen, während ich sterbe. Ich sagte zu meiner Frau, sollte ich da
durchkommen, will ich keinen Menschen mehr sehen. Ich wußte nicht, daß Jesus
die ganze Zeit da war. Gott sei Dank für Jesus."
...
Er
überlebte die Nacht und wurde am folgenden Tag auf Station 15 verlegt, die
Abteilung der Querschnittsgelähmten, wo niemand mehr hoffen konnte, zu einem
normalen Leben zurückzukehren. Dort lagen sterbende Männer in ihren Betten,
zerschossen, von Granaten getroffen oder an tropischen Krankheiten leidend, die
sie sich bei Gefechten im Dschungel oder auf den Reisfeldern Koreas zugezogen
hatten.
{Einschub aus Einsetzung
in die Sohnschaft, Teil IV 60-0522: O Gott, wir gedenken heute abend
unseres Präsidenten, Dwight Eisenhowers. Er hat das Land geführt, Herr, und hat
versucht, uns aus dem Krieg herauszuhalten. Er versprach, daß der Korea-Krieg
beendet wird, wenn es nur irgend ginge. Er versprach den Müttern ihre Söhne
zurückzubringen. Doch er sagte: „Ich kann es nicht tun. Ich kann mich darum
bemühen, doch nur Gott allein kann es tun.“ Und Du warst mit ihm, Herr, und nun
ist alles in Ordnung. Warum haben sie es nicht eher so gesehen? O Gott, ich
bitte, daß Du ihm helfen mögest. Segne diese tapfere Seele, Herr. (S. 1-2,
FVM)}
Bob sagte: "Ich sah all diese Männer links und
rechts vom Gang, schrecklich verwundet. Man nennt sie in der Armee die
paraplegischen Patienten. Sie sind vollständig gelähmt. Einige können nicht
sprechen, andere liegen im Koma. Die meisten von ihnen nur noch Skelette, tote
Männer, wie sie da in ihrem Bett liegen. Ich hatte nie so etwas erlebt, und
wenn ich tausend Jahre lebe, werde ich das nicht vergessen. Tod, wohin ich auch
blickte. Und <dennoch> sagte ich mir, daß mehr am Leben dran sein muß als
das, was ich hier sehe und was ich erfahren habe.“
Und
genau mir gegenüber lag dieser stattliche Mann, der ein Jetpilot gewesen
war, er war von Kopf bis Zeh gelähmt. Wirklich ein stattlicher Mann. Während
ich ihn anschaute, geschah etwas in meinem Innern. Ich kann's nicht erklären...
Ich war als Waise aufgewachsen, rauh und rowdyhaft, und so war ich
überzeugt, Männer weinen nicht. Dennoch kamen mir die Tränen und liefen mir die
Wangen hinunter. Ich wußte nicht, was mit mir geschah. Irgendwie schien ich wie
hypnotisiert zu sein und beobachtete nur diesen Mann. Ich konnte meine Augen
nicht von ihm abwenden.
Ich
überlebte diesen Tag, und jeden Tag beobachtete ich diesen Mann. Dabei dachte
ich: Dieser Mann hat ein furchtbares Leben. Er ist höchstens 21 oder 22
Jahre alt. Sein Körper ist ein Wrack. Und sein Gehirn ist eingedrückt. Neben seinem Bett hatte er ein Foto von seiner Frau und
seinen zwei Kindern.
Ich
beobachtete seine Frau, als sie eines Tages kam. Sie hatten nichts, worüber sie
reden konnten. Ihr Mann würde nie wieder aus diesem Bett aufstehen. Sie war
eine schöne junge Dame von ungefähr 22 Jahren. Worüber sollten sie reden? Sie
konnte nicht fragen: "Darling, wann kommst du nach Hause?" Oder:
"Darling, fühlst du dich heute besser?"
Und dann geschah etwas mit mir. Ich konnte direkt
hineinschauen in diese Familie. Ich konnte die Gedanken der Frau sehen. Ich
konnte seine Gedanken sehen, und ich konnte den Schmerz von allen beiden sehen.
Wenn sie ihn anschaute, dann sah sie einen verkrümmten und gequälten Körper,
mit eingedrücktem Hinterkopf, schlechten geistigen Fähigkeiten und mit völlig
verdrehten Knien. Mein Gott! Und die Tränen strömten mir aus den Augen. Es
verfolgte mich Tag und Nacht.
...
Eines Tages sprach jemand über die Heilungskraft
Gottes, und ich rief aus: "Wenn es einen Gott gibt, der heilt, warum kommt
er nicht ins Hospital?" Ich weiß nicht, warum ich das sagte, denn ich
hatte den Herrn immer respektiert. Ich suchte nicht nach Gott, ich hatte
aufgegeben. Als persönlichen Heiland hatte ich den Herrn Jesus Christus mein
Leben lang akzeptiert, aber von neuem geboren, das war ich nicht. Ich hatte
mich den Baptisten angeschlossen und dem Prediger die Hand geschüttelt. Aber
ich war nicht wiedergeboren. Ich kannte nicht meinen Herrn.
Mein
ganzes Leben sagte ich Dinge, die dann auch geschahen. Ich konnte das nicht
verstehen. Wenn ich in den Spiegel guckte, sagte ich mir: Da ist irgendwas
merkwürdig mit mir."
Als
ich meine teure Frau heiratete, sagte ich ihr, daß ich ein seltsamer Bursche
sei. Sie hatte eine schwere Zeit. Dreißig Tage lang lag ich nachts wach und
versuchte herauszufinden, was los war mit mir. Ich sagte Dinge, und sie
geschahen. Ich war in schlimmer Verfassung und suchte nach etwas, wußte aber nicht,
daß es Jesus war.
Während ich sah, wie dieser Mann (der junge Pilot)
starb, liefen mir Tränen das Gesicht herunter, ich weinte Tag und Nacht. Ich
verstand nicht, was da in meinem Leben geschah. Es ging mir so schlecht dabei,
daß ich dem Doktor sagte: "Hören Sie, Doktor, ich gehe heute nach Hause.
Ich kann dies Leiden nicht mehr mit ansehen. Der Junge da drüben. Ich heule Tag
und Nacht. Der Arzt war sehr erstaunt : "Aber Bob, du bist doch selbst in
schlechter Verfassung. Ich möchte dir gern helfen." Ich antwortete:
"Ich brauche keine Hilfe. Diese Jungens hier sind in viel schlimmerem
Zustand. Ich bin besser dran als sie. Lassen Sie mich nach Hause gehen. Wenn
ich sterben muß, dann doch lieber zu Hause." Ich konnte das Leiden auf der
Station nicht mehr aushalten.
Bob
und Shirley mieteten ein Haus von Charlie M., der den Winter über in Miami war.
Er kam aus New York. Charlie war Christ und Pfingstler und ein eifriger Zeuge
für den Herrn. Da Bob offensichtlich krank war, brauchte er Heilung. Im
Gespräch mit ihm fand Charlie heraus, daß er auch nicht gerettet war. Ein
fruchtbarer Boden also, auf dem ein glühender Christ arbeiten konnte. Bevor Bob
und Shirley überhaupt einzogen, hatte Charlie ihnen bereits ein Traktat gegeben
und die Rettungskraft Jesu Christi bezeugt. Da Charlie und seine Frau dabei
waren, nach New York zurückzukehren, zog Bob mit seiner Familie ein.
Später sagte Bruder Lambert von Charlie, daß „er
den Herrn liebte, er betete Gott in der pfingstlichen Weise an, die ihr hier
kennt. Ganz bestimmt hatte er etwas Reales. Er war dem Herrn begegnet. Er
erzählte mir beständig, daß der Herr Jesus mich retten und heilen könne. Dabei
blieb er Tag für Tag. Schließlich kam der Tag seiner Rückkehr nach New York.
Wißt ihr, es ist schon ein wenig anstößig, wenn jemand so viel über Jesus
spricht, und du kennst IHN nicht. Und wenn er dann aus seinem Zimmer kommt und
sagt:
‚Preis dem Herrn! ‘ und ‚Hallelujah!‘ Es bringt dich schon ein wenig in
Verlegenheit, wenn du Gott nie begegnet bist. Ich hatte nie davon gehört. Ich
dachte, der Mann wäre verrückt. Dennoch konnte ich mir
nicht verhehlen, daß der Mann ein Leben lebte, wie ich es nie zuvor beobachtet
hatte. Er lebte das, worüber er sprach. Ich bemerkte, daß er jeden Morgen mit
einem Lächeln auf dem Gesicht aus seinem Zimmer kam.
Nun, morgens war ich <ganz> erbärmlich. Es konnte sein, daß ich gerade
meine Frau geohrfeigt oder meinen Zorn an den Kindern ausgelassen und sie
verprügelt hatte. Mit meiner Faust schlug ich durch harte Wände. Ich habe auf
Autos eingeschlagen und sie verbeult. Ich war ständig in Scherereien, weil ich
vor Zorn geladen war. Aber ich hungerte nach dem größten Schatz, der auf Erden
zu haben ist. Einige meinen, es
wäre Geld, ein Zuhause, Autos; aber der größte Schatz, den man finden kann, ist
der Herr Jesus Christus.
„Aber es bewirkte etwas bei mir, daß dieser Mann morgens ständig mit einem
Lächeln auf dem Gesicht
aus dem Zimmer kam und seinen Gott pries. Ich sagte schließlich zu meiner Frau:
‚Sie sind völlig daneben und verrückt. Sie werden aber nur noch ein paar Tage
hier sein. So lange halten wir das schon noch aus. ‘
Wenn ich mit ihm am Frühstückstisch saß: ‚ Charlie, wie schaffst du das, jeden
Morgen … Wenn du morgens aufstehst, bist du da nicht grantig? ‘ Er lachte nur
und sagte: ‚Bob, du brauchst den Herrn Jesus Christus, Sohn, Er wir deinen Leib
heilen.’
„Er bat mich, mit ihm zu einer kleinen Gemeinde zu
gehen. Dort, in dieser Gemeinde packte mich, nachdem der Prediger mit seiner
Predigt fertig war, der große alte Charlie M… beim Arm, und als nächstes, wißt
ihr, war ich am Altar. Das brachte mich in Verlegenheit, und ich dachte: ‚ Ich
hätte nicht kommen sollen.‘
Ich blähte mich jeden Abend auf, weil er mich so in Verlegenheit gebracht
hatte.[1]
Meine Güte, wir denken so viel nach über dieses Fleisch, das nach seinem
Abscheiden bloß etwa 50 Cent wert ist. Wir pflegen es, legen einen
<mehrere> Hundert Dollar <teuren> Anzug drum herum, lassen es in
einem weißen Cadillac fahren und in feinen Häusern leben. Wir denken, das
Fleisch ist so wunderbar, aber es ist gar nichts wert. Aber dankbar bin ich
Gott für den inneren Menschen.
Um diesen inneren Menschen bin ich besorgt. Ich
sorge in keiner Weise für diesen äußeren Menschen.
„Ich liebte den Mann, also konnte ich mich nicht über ihn ärgern. Und
schließlich reiste er nach einigen Tagen nach New York ab. Ich dachte: ‚ Nun,
damit ist das zuende, mit alldem religiösen Zeug werde
ich nicht mehr soviel genervt. ‘
„Beachtet, ich war nicht auf der Suche nach Gott. Ich suchte Gott überhaupt
nicht.
Ich dachte: ‚Junge, ich bin froh, den Burschen los zu sein!‘
Aber Charlie hatte mich an seinen Bruder Joe weitergereicht, der noch
fanatischer war als er!
Ich sage euch, dieser Mann war dort oben … (Meine Frau arbeitete, und ich war
zuhause, paßte auf die Kinder auf.) Er trat das Gras platt zwischen seinem Haus
und meinem Haus. Was ich mit diesem Mann durchgemacht habe den ganzen Tag über,
als ich ihm zuhörte. Er war hinter mir her wie ein Jagdhund
hinter dem Karnickel. Ich sage euch, so was habe ich noch nie gesehen. Jedesmal
wenn er kam, war es ‚Jesus, Jesus,
Jesus‘. Mehr habe ich nicht gehört. Ich sage euch, ich werde jetzt nicht mehr
müde,
diesen Namen zu hören. Sagt über Ihn alles, was ihr wollt, ich fühle mich wohl
dabei.
„Joe war so wie sein Bruder, genauso freundlich, immer lächelnd. Ich frage mich
manchmal, wie jemand
die ganze Zeit so lächeln und ständig seine Zähne zeigen kann. Ich sagte: ‘
Sicher ist er einer von diesen Holy Rollers, einer von diesen Fanatikern.
‘ Aber schließlich hat er mich
bekommen.
Ich sah, daß er dasselbe hatte wie sein Bruder. Er liebte wirklich den Herrn.
Nun, er hat mich zu
dieser Gemeinde wieder mitgenommen. Ich ging mit. <Alle> Hände oben, alle
priesen wieder Gott.
Ich dachte: ‚Sie sind eben verrückt, sie wissen nichts. Mehr ist da nicht
dran.‘
Aber dann kam eine Furcht über mich, und ich sagte: ‚Oh, ich hätte das nicht
sagen sollen.‘
Sie machten einen Altarruf, und Joe packte mich, und dann ging ich, im Gesicht
knallrot angelaufen.
Ich sagte: ‚ Oh, ich hätte wirklich nicht kommen sollen. ‘ Aber da war mein
erster Kontakt mit dem Herrn. Ich hatte mich lustig gemacht wegen der Art, wie
sie den Herrn anbeteten. Und nun erschreckte es mich,
als ich dort am Altar stand. Ich dachte daran, wie ich versprochen hatte, dem
Herrn zu dienen, wenn Er mich vor dem Ertrinken bewahrte und wenn Er mich aus
diesem oder jenem erretten würde, daß ich IHM aber diesmal dienen würde. Und
dann sah ich wieder dem Tod ins Angesicht und bin wieder davon gekommen, und
man sollte meinen, daß ich dann dem Herrn mein Leben übergeben hätte, aber ich
tat es nicht.
„Diese Dinge kamen mir in den Sinn, als ich dort stand und mich über die Leute
lustig machte.
Und ich dachte: ‚ Ich weiß nicht, wie ich mit Gott reden soll, und mir ist
nicht mal bekannt, ob Er jemals jemand gehört hat, der zu Ihm gebetet hat. ‘
Ich war in einer schlimmen Lage. Ich war zwar überzeugt, aber ich hatte nie
etwas Reales gesehen. Ich glaubte an den Herrn Jesus Christus, aber wie sollte
ich Ihn finden? Das wußte ich nicht, nachdem ich es einige Male versucht hatte.
Ich dachte, es käme auch kaum noch darauf an. Das war meine Einstellung, aber
ich erwartete den Tod und fürchtete den Herrn. Und ich dachte, es wäre bestimmt
gut, Gott um Vergebung zu bitten, weil ich mich über die Leute lustig gemacht
hatte. Ich bat Ihn
in meinem Herzen: ‚ Herr, es tut mir leid, daß ich mich lustig gemacht habe
über diese Leute. Vergib mir. ‘
Dann begann sich etwas in meinem Herzen
zu bewegen und sagte: ‚Du weißt, daß du sterben und direkt zur Hölle gehen
wirst!‘ “
„Oh, das hat mich furchtbar erschreckt. Ich fürchtete mich vor Gott, ich
fürchtete mich vor den Predigern; ich hatte Angst vor dem Evangelium. Ich sagte
zu mir selbst: ‚ Ja, das stimmt. ‘
„Und etwas sagte zu mir: ‚Warum versuchst du es nicht noch einmal?‘ Ich begann
darüber nachzudenken:
‚Ja, wie wäre es, wenn ich es noch einmal probiere, vielleicht finde ich
diesmal Gott.‘ Aber dann kam der Gedanke: ‚Nein, ich bin zu weit gegangen. Ich
bin ein viel zu schlimmer Sünder. Er würde mich nicht retten. Dafür bin ich zu
schlecht.‘
„Wißt ihr, so denken alle Sünder, daß sie so schlecht sind, daß Jesus sie nicht
retten kann.
Bruder, das ist die größte Sünde, wenn
du nicht glaubst, daß das Blut Gottes mächtig genug ist,
dich vor deinen Sünden zu erretten. Das ist die größte Sünde, die ich kenne.“
„So kam es mir ins Herz: ‚Herr, ich weiß nicht, wie ich
beten soll, aber ich will es noch einmal versuchen, denn schließlich bin ich im
Begriff zu sterben. Ich werde zur Hölle gehen. Es lohnt sich, wenn ich es noch
einmal versuche.‘ “
„Oh, genauso ist es, Brüder, Schwestern, wenn es so aussieht, als hätte alles
versagt,
dann versucht es noch einmal. Wenn du keinen Schritt weitergehen kannst,
dann geh ein paar Zentimeter. Gewinne Boden für den Herrn.“
„Da war ein alter Mann, dünn, der so aussah, als könnte er kaum gehen. Sein
Mund ging plötzlich auf,
und in einer seltsamen Art rasselte er Laute hervor. … Bruder, die Furcht
Gottes kam über mich.
Ich sagte: ‘Herr, hilf mir, was ist das alles?‘ “
„Nun, sagte ich, ‘Herr, ist es möglich, daß Du einen Typen wie mich rettest?
Könntest Du mich retten?‘ “
„Bruder, als ich nach diesem Felsen
rief, fiel die Kraft von Pfingsten auf mich. Ich drehte mich um und fiel über diesen
Mann und sagte: ‚ ICH BIN GERETTET! ICH BIN GERETTET! ‘ “
„Und die Kraft Gottes fiel auf
diese Gemeinde, und sie sagten <später>, sie hätten nie einen solchen
Abend gehabt wie diesen. Sie wußten nicht, was geschehen war. Das war das erste
Mal, daß ich die Kraft des Geistes spürte. Er ruhte auf mir. Es begann an
meinem Kopf und ging von da hinunter.
Ich wußte, daß Jemand Übernatürliches mich berührt hatte. Ich spürte Seine
Berührung. Ich stieß einen schrillen Schrei aus … Ich betete und ich schrie, und
Bruder, Schwester, ich küßte Mädchen,
ich küßte Frauen, ich küßte alte Männer und junge Männer. Ich war glücklich.
Ich machte mir
über das Sterben keine Gedanken mehr!“
Kapitel 3 (Auszug)
Auftrag, Übernatürliche
Gegenwart Gottes, Gericht prophezeit
„Sehet doch an, Brüder, eure Berufung:
nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Gewaltige, nicht viele Edle
sind berufen; sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit
Er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott
erwählt, damit Er zuschanden mache, was stark ist; und das Unedle der Welt und
das Verachtete hat Gott erwählt, und das, was nichts ist, damit Er zunichte
mache, was etwas ist, auf daß sich vor Ihm kein Fleisch rühme.“ (1. Kor. 1:
26-29)
Es ist April 1959. Robert Lambert, 28 Jahre alt, kurz vorm Sterben, ohne
Freunde, ohne Geld und ohne Hoffnung, war von Kenova, West-Virginia, wo er
seine Kindheit verbracht hatte, mit seiner Frau Shirley
und seinen drei Kindern nach Miami, Florida, umgezogen. Nach einigen Tagen im
Hospital Coral Gables,
… hatte Bob darum gebeten, zu Hause sterben zu dürfen. Er nahm Wohnung bei
einem eifrigen pfingstlich orientierten Christen, Charlie M … Bob wies seine
Bemühungen, ihn zu Christus zu bekehren, zwar anfangs zurück, aber besuchte
schließlich doch einen Gottesdienst aus Respekt vor Charlie. Nachdem Charlie
nach New York zurückgekehrt war, übernahm dessen Bruder Joe die Aufgabe, Bob zu
bekehren. Als er mit Joe eine örtliche Pfingstgemeinde besuchte, rief Bob nach
Gott und wurde schließlich durch die reinigende
Kraft des Blutes Jesu Christi gerettet. In großer Erregung und Freude begab er
sich schnell nach Hause,
um es seiner Frau zu berichten. Bruder Lambert nimmt die Erzählung wieder auf:
„Ich sprang in den Wagen, und Joe und seine Mutter stiegen zu, und die Kraft
des lebendigen Christus erfüllte den Wagen, und sie weinten und priesen Gott.
Zu Hause wollte ich Shirley erzählen, daß ich
gerade Gott begegnet war. Ich hätte es nicht erklären können, aber ich wußte,
daß ich Jemand begegnet
war, der mein Gebet erhört hatte. Niemand hätte mir was anderes erzählen
können. Wir waren vielleicht noch einen halben Block von zu Hause entfernt, da
fiel mir ein, daß wir Brot und Milch brauchten.
Ich sage euch, wenn ihr dies bekommt, etwas Reales, Bruder, müßt ihr jedem
davon erzählen, denn ihr
seid wie eine Lokomotive, die auf ihrem Gleis fährt, und ihr würdet platzen,
wenn ihr es den anderen
nicht erzählt. Das ist so, wenn ihr IHM wirklich begegnet seid, dann werdet ihr
jedem davon erzählen.
„Ich rannte nach Hause, um es meiner Frau zu erzählen, und es war wirklich
schon sehr spät. (Die Leute hatten mir gesagt, daß sie die Kraft des Heiligen
Geistes so noch nie in ihrer Gemeinde erlebt hatten.) Ich ging ins Haus und
stellte mir vor, wie ich sagen würde: ‚ Honey, ich werde nicht sterben. Ich bin
gerettet. ‘
Ich ging hinein und … siehe da, sie schlief ganz fest.“
„Meine Frau arbeitete sehr hart, aber dennoch war das sehr enttäuschend für
mich, denn ich wollte ihr so gern sagen, daß dieser alte, miese, ungöttliche
Ehemann, mit dem sie sich nun schon so viele Jahre abgab, gerade eine Berührung
vom Herrn bekommen hatte. Er ist real!“
„Aber sie schlief. Ich dachte <dann>: ‚Aber so ist es, wie der Herr die
Dinge tut. Nie hätte ich mir Gedanken darüber gemacht, ob ich meine Frau
aufwecken würde. Unter anderen Umständen, wenn ich z. B. betrunken gewesen wäre
oder so, hätte ich sie bestimmt aufgeweckt. Aber jetzt weckte ich sie nicht
auf. Ich dachte: ‚ Gut, laß sie schlafen. Sie arbeitet schwer.‘ Und dann, als ich gerade mein Hemd
aufknöpfen wollte“ …
„Ja, ich weiß, es gibt eine Menge Fanatismus. Eine Menge von Geistern, die die
Menschen täuschen.
Ob es real ist, kann man nur herausfinden, wenn man es beobachtet und sieht, ob
es geschieht (oder: eintritt). Wenn es das Wort ist und wenn es das Leben lebt,
dann ist es der Herr … Ich hörte die leise zarte Stimme Gottes in meinem Ohr.
Sie sagte: ‚NIMM DEINE BIBEL.‘ “
„Ich habe darauf geantwortet (ich wußte, es war der Herr) und sagte: ‚ Herr,
ich kann die Bibel nicht lesen. Ich habe es versucht, aber es nie verstanden. ‘
Er sagte wieder: ‚NIMM DEINE BIBEL.‘ “
„Ich hatte niemals eine solche Ansprache gehört. Ich griff nach der Bibel und
war nervös und erschrocken, denn ich hatte die Stimme Gottes nie zuvor gehört.
Ich rannte in die Küche, machte das Licht an und
schlug die Bibel auf, während ich weinte. Bruder, die Schriftstellen wurden so
groß wie Güterwaggons.
Der Geist schlug mich beinahe wieder. Ich fing an zu weinen, und Derselbe, der
in der Gemeinde auf
mich kam, kam nun wieder auf mich. Ich fürchtete mich, während Es stärker wurde
…
Ich wußte, die Person, die zu mir sprach, war Gott.“
„Nachdem ich in der Schrift gelesen hatte, hörte ich den Geist Gottes, die
Stimme Gottes sagen:
‚GEH HINÜBER IN JOE’S HAUS.‘ “
Joe war der Mann, der zwischen seinem und meinem Haus das Gras platt getreten
hatte, um mir Zeugnis abzulegen. Joe und seine Mutter waren beide krank. Sie
waren Bauern aus dem Obstland West-Virginia und verbrachten den Winter in
Florida, um sich zu erholen.
„Und dann hörte ich eine andere Stimme,
die nicht so wie die erste Stimme war. Sie sagte: ‚Geh nicht hinüber zu
Joe’s Haus. Er schläft und möchte von dir nicht gestört werden, und außerdem
regnet es.‘ “
„Und wieder hörte ich die erste Stimme:
‚GEH HINÜBER ZU JOE’S HAUS.‘ “
„Junge, ich rannte hinüber zum anderen Haus, so schnell ich konnte. Es regnete
zwar, aber das hielt mich nicht ab. Ich steckte das Neue Testament in mein Hemd
… und klopfte an die Tür. Joe streckte seinen Kopf heraus und fragte: ‚Wer ist
da? ‘ Ich stand dort und wurde immer nasser durch einen tropischen Regenguß,
doch er sagte: ‚ Wer ist da? ‘
„Ich sagte: ‘Ich bin’s, Bob.‘ Und er sagte: ‘Ja, was willst du?‘ Er hätte mich
nun wirklich hineinlassen sollen, damit ich aus dem Regen herauskam. Aber ich
vermute, der Herr will die Dinge auf diese Weise. Und aus meinem Herzen kam
meine Stimme, ohne zu wissen, was ich sagte: ‘Der Herr sendet mich her.‘ ‘Oh‘,
sagte er, ‘komm herein.‘ “
„Joe und seine Mutter waren beim Kaffeetrinken.Wir waren ja gerade erst vor 30
Minuten oder etwas länger von der Gemeinde zurückgekommen.
„Dann bekam ich es mit der Angst und
dachte: ‘Woher willst du wissen, daß es der Herr war? Hast du denn jemals den
Herrn reden hören, Bob Lambert? Was glaubst du wohl, wer du bist, daß der Herr
zu dir reden sollte? … Was wäre, wenn er mich fragt, was der Herr denn gesagt
hätte?
… Was willst du dann sagen? … Oh, ich hatte eine furchtbare Zeit.‘ “
„ … Aber dann hörte ich eine Stimme, die
direkt aus meinem Inneren sprach. Sie schlug an meine Stimmbänder und begann zu
reden. Das war überhaupt nicht ich. Ich hatte damit nichts zu tun.
Ich hörte dieser Stimme zu, wie ihr mir zuhört. Aber es waren meine Stimmbänder
und der Klang meiner Stimme – es war meine Stimme. Und der Herr sagte: ‚Steh
auf und lege deine Hand auf diese Frau.‘ Plötzlich hob mich etwas auf und ließ
mich dort hinübergehen, meine Hand schoß nach vorn und legte sich auf den Kopf
der Frau. Und Jesus Christus sprach dazu. Keine Prophetie, Geliebte, dieser
Herr, dieser Gott des Himmels, unser Heiland sprach und heilte die Frau, wandte
sich um und heilte auch den Mann!
„Und dann sprach Gott weiter zu mir und sagte: ‚OBGLEICH DU EIN SÜNDER WARST,
HABE ICH DICH GELIEBT.‘ Die Kraft Gottes erfüllte den Raum, in dem wir standen.
Bis zu diesem Tag sind die beiden nicht darüber hinweggekommen. Die Großmutter
ist inzwischen gestorben, aber sie haben das Land geschüttelt mit ihrem Zeugnis
über diesen Vorfall, der sich in ihrer kleinen Küche ereignete. …
Als ich Jesus sprechen hörte und sah, wie Er die Frau und den Mann heilte,
sprach Er weiter zu mir und nannte mich Seinen Diener und erzählte mir, welche
Art Diener ich war. Er zeigte mir das Krankenhaus
und den Mann, über den ich geweint hatte, und sagte...‚WEIL DU MITGEFÜHL
HATTEST MIT DEINEM MITMENSCHEN, HABE ICH DIR DIESE GABE GEGEBEN.‘
„Und Er erzählte mir von einem sehr ungewöhnlichen Dienst, den ich in der
Schrift gefunden habe, der wie ich glaube sehr bald stattfinden muß. Er fuhr
fort und erzählte mir: ‚WEIL ICH NICHT IN JAHREN KOMME, ICH KOMME BALD, UND
DESHALB MUSS ICH DIR ALLE DIESE DINGE SOFORT GEBEN, DENN ICH WERDE EINE KURZE,
SCHNELLE ARBEIT (oder: WERK) TUN AUF DER ERDE. ICH WERDE DICH NICHT ZUR SCHULE
SENDEN WIE MEINE ANDEREN DIENER, WEIL ICH BALD KOMME. ICH MUSS DIR DIESE DINGE
ALLE AUF EINMAL GEBEN.‘ …
„Aber es gab da etwas, das Jesus gesagt hat …und ich sage das, weil es sehr
notwendig ist zu wissen, in welche Art von Dienst wir heute hineinkommen. Er
sagte: ‘UND DIE WORTE, DIE ICH HERVORGEHEN LASSE AUS DEINEM MUND, WERDEN WIE
FEUER SEIN, UM DAS HAAR AUF DEM RÜCKEN DER HUNDE ZU VERSENGEN, SO DASS IHNEN
SCHAUER GESCHICKT WERDEN, VOR DENEN SIE SICH VERBERGEN MÜSSEN.‘
Genauso hat Er es gesagt, Wort für Wort. Solange ich lebe, kann ich das nicht
vergessen.
Ich habe es nicht verstanden. Ich dachte, Feuer würde vom Himmel kommen und
würde tatsächliche Hunde versengen, wo ich predige.
„Nun, ich sah mich selbst in den Krankenhäusern und ich sah einen Dienst, der
so verblüffend und ungeheuerlich war, daß ich fast nur um ein Haar der
Geisteskrankheit entging, als ich aus dieser Salbung kam. Ich sah einen Dienst
… Nun beachtet, das war am 28. April 1959, und ich war 28. All diese Dinge
dienen einem Zweck. …
„Als der Herr im Natürlichen zu reden aufhörte, dachte ich, die Welt würde zum
Ende kommen.
Er sagte: ‚ Ein kurzes, schnelles Werk … ‘ Ich dachte, es könnte vielleicht am
nächsten Abend sein.
Ich wußte es nicht. Ich war zu Tode erschrocken.
Kapitel 4 (Auszug)
Früher Dienst, Training,
Offenbarung des Zorns Gottes und Gericht
„Und
Ich werde meine Urteile über sie sprechen wegen all ihrer Bosheit, daß sie Mich
verlassen und anderen Göttern Rauchopfer dargebracht und sich vor den Werken
ihrer Hände niedergeworfen haben. Du aber gürte deine Hüften, mache dich auf
und rede zu ihnen alles, was Ich dir gebieten werde. Erschrick nicht vor ihnen,
damit Ich dich nicht vor ihnen in Schrecken setze.“ (Jeremia 1: 16-17)
„Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, und
schaudert, erstarrt völlig <vor Schreck>, spricht der HERR. Denn zweifach
Böses hat Mein Volk begangen: Mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie
verlassen, um sich Zisternen auszuhauen, rissige Zisternen, die das Wasser
nicht halten.“ (Jeremia 2: 12-13)
„Denn sooft ich rede, muß ich
schreien, Gewalttat und Zerstörung rufen; denn das Wort des HERRN ist mir zur
Verhöhnung und zur Verspottung geworden den ganzen Tag. Und sage ich: Ich will
nicht mehr an Ihn denken und nicht mehr in Seinem Namen reden, so ist es in
meinem Herzen wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen. Und ich
habe mich <vergeblich> abgemüht, es <weiter> auszuhalten, ich kann
nicht <mehr>.“ (Jeremia 20: 8-9)
„Vor grauem Haar sollst du aufstehen und
die Person eines Greises ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott.
Ich bin der HERR.“ (3. Mose 19: 32)
Bruder Bob Lambert war in Kontakt
gekommen mit einem Göttlichen Übernatürlichen Wesen. Er hatte gerade eine
ebenso herrliche wie erschreckende Bekehrung zu Christus hinter sich, die nicht
nur die Annahme seines persönlichen Retters Jesus Christus beinhaltete, sondern
auch am selben Abend die Heilung seines Freundes Joe und dessen Mutter. Es kam
zu Prophetien, die seinen Dienst betrafen; die Verfolgung, die über die Braut
Christi kommen würde; den Zustand der Gemeinde und des Dienstes, der sich
bereits auf dem Feld befand (d.h. der bereits tätig war); und die Umstände
seines eigenen Todes. Bob Lambert wußte, daß er Gott begegnet war, daß er
berufen war zu einem speziellen Dienst und daß ihm das Wort in kurzer Zeit
gelehrt werden mußte. Er wünschte sich Gemeinschaft mit anderen, die den
gleichen kostbaren Glauben teilten, und versuchte solche zu finden, die eine
wahre Begegnung mit dem Herrn gehabt hatten. Bruder Lambert setzt seine
Geschichte fort:
„Unverzüglich begann ich zu predigen. Meine Frau wußte, das mußte Gott sein.
‚Junge, wenn dieser Bursche predigt, dann muß das Gott sein. ‘ Danach dachte
sie nicht länger, daß ich verrückt wäre. Und ich danke Gott, daß sie nur wenige
Monate später auch eine von diesen „Fanatikerinnen“ wurde – durch die Gnade
Gottes. Der Herr weiß, wie all diese Dinge auszuführen sind.
„Aber ich ging durch mein erstes
Training, und das war: Würde ich das Wort Gottes glauben oder würde ich jedem
Zeugnis Glauben schenken, das ich zu hören bekam? Würde ich glauben, daß jeder
Prediger auf dem Feld (der Evangelisation) ein Diener Gottes war oder würde ich
auf dem Wort Gottes stehen bleiben?
„Nun, meine Natur war es, und ich sage das aufrichtig und demütig, daß ich,
wenn deine Geschichte meiner Geschichte widerspräche, glaubte, daß du in
Ordnung wärest und ich selbst verkehrt.“
„Ich war losgezogen, um meine
Brüder und Schwestern zu finden, und dabei hatte ich so meine Zeit.
Ich ging zu den Baptisten, ich ging zu diesem und ging zu jenem, aber ich
konnte nicht den EINEN finden,
der zu mir zu Hause sprach. (Keinen, der ins Schwarze getroffen hätte.) Das
machte mir große Herzschmerzen und Sorgen und brachte viele Prüfungen. Ich bin
den Evangelisten auf dem Feld und auf den großen Zeltversammlungen begegnet,
aber ich konnte mit alldem nichts zu tun haben.
Der Herr offenbarte, daß dies Jannes und
Jambres waren. Ich wollte damit keinesfalls zu tun haben.“
…
„So traf ich einen nach dem anderen. Ihr habt über diesen Mann von Indien gelesen,
der die NBC Nachrichten drei Jahre lang versorgte
(d.h. der den Stoff lieferte
für die NBC Nachrichten). Ich hatte ihn das erste Mal in
news reel 1950 gesehen, als ich in Florida stationiert war. Man hielt ihn für
einen Propheten.
Vom Herrn geführt, verbrachte ich einen Tag in seinem Haus. Wenn ich je von
übernatürlichen Dingen hörte, dann in Gegenwart dieses
Mannes, der dämonisch
besessen war. Der Herr offenbarte mir, daß er glaubte,
er wäre der Herr Jesus Christus. Er sah Engel, er tat Wunder und tat <dies
und> jenes und bediente die Nachrichten von NBC über drei
Jahre. Mr. A___ ist ein
Antichrist. Er hat viele Seelen zerstört.
Wer immer daran glaubt, daß er der Herr
Jesus Christus ist, ist ein Antichrist.
Ganz gleich, wie übernatürlich dein Dienst auch sein mag.“
„Aber dabei habe ich eine ganz starke Lektion gelernt: daß man nicht jedem
Zeugnis glauben kann,
das die Leute haben. Ganz gleich, wie es klingt, wie gut es aussieht oder wie
groß (-artig) es ist;
wenn es nicht im Wort Gottes ist, dann ist es nicht von Gott. Das war eine
schwere Prüfung für mich.
Ich kehrte heim und ging weiter durch eine Prüfung nach der anderen.“
…
„Der Herr hatte mir geoffenbart, daß da
ein Elia war, ein Johannes der Täufer, der Sein wahres
Volk zum Land von Milch und Honig zurückbringen würde … Und diese Stimme sagte,
daß es
einen Dienst des Elia gab, der die wahre Braut zum Wort Gottes zurückbringen
würde.“ …
Im Frühjahr 1961
hatte Bruder Lambert ein Erlebnis, das ihn in der Welt der Pfingstler und
insbesondere unter den Geschäftsleuten des Vollen Evangeliums bekannt machen
sollte. Am Donnerstag, den 26. Januar 1961, wurde Bruder Lambert (und mit ihm
der Missionar Bruder Henry … und ein weiterer Pfarrer, Bruder Jimmy…) vom Herrn
geführt, von Miami nach Sarasota im
Bundesstaat Florida
zu reisen, eine Entfernung von etwa 200 Meilen. Sie wollten dort die letzten
drei Abende einer zweiwöchigen Erweckungsversammlung besuchen, die von Dr. John
H. Osteen, einem bekannten Baptistenpfarrer aus Houston (Texas) durchgeführt
wurde. Dr. Osteen arbeitete mit Pastor Gerald Derstine zusammen, einem
charismatischem Führer der Mennoniten. Pastor Derstine war Vizepräsident und
Schatzmeister eines ausgedehnten Dienstes mit dem Namen „The Gospel Crusade,
Incorp.“ (Evangeliums-Kreuzzug e.V.).
Zu diesem Werk gehörten – außer dem Dienst an seiner eigenen Versammlung –
Evangelisation und Veröffentlichung des „Erntezeit“ – Nachrichtenbriefs,
Evangeliumstraktate und die Durchführung religiöser Veranstaltungen auf einem
Platz, der für diesen Zweck vorgehalten wurde.
Was Bruder Lambert unbekannt war – Dr. Osteen fühlte sich vom Herrn geleitet,
und hatte mit Pastor Derstine darüber
gesprochen, nach
Houston zurückzukehren. Mr. Derstine sagte, er sei gespannt gewesen, wen Gott
wohl für die letzten drei
Abende vorgesehen
hatte, als diese drei Männer aus Miami kamen und ihm berichteten, der Herr habe
sie beauftragt,
herzukommen und ihn
zu treffen. Nachdem sie sich eine Zeitlang unterhalten hatten, gingen sie alle
zu Bett … Aber wir werden
nun Bruder Bob
selbst sein Erlebnis schildern lassen:
„Im Jahr 1961 bezahlte mir der Herr einen
Besuch in Sarasota, Florida, der ganz Sarasota aufgewühlt hat, Bruder. Sie sind
nie
darüber hinweggekommen. Eine große Zeltversammlung fand statt, eine
große Veranstaltung. Und ein kleiner bescheidener Mann
wie ich, hatte keine Ahnung, und der Mann Gottes,
Bruder O’Steen, predigte, er blickte auf mich und sagte: ‘Gott hat dich hierher
geschickt, ich werde gehen.‘
Das hat mich furchtbar erschreckt, denn er war ein großer Prediger, und ich
bloß ein kleiner Hinterwäldler.
Ich sagte: ‘Bestimmt nicht so, Bruder. Ich kam, um dich zu hören.‘ Er sagte:
‘Nein, Gott sprach zu mir, Er sandte dich hierher. Ich werde abreisen.‘ “
„Nun, ich hatte nie zuvor gepredigt, nur eine Handvoll Leute würden kommen, um
einen Nichtswisser wie mich zu hören. Und so,
da, in dem Raum, diese Nacht mit zwei Männern, ein Missionar und ein ‚Jesuss Name-Prediger’, da kam Er in das Zimmer …“
„An dem Abend ging ich zu Bett und wollte
schlafen. Kurz nach drei Uhr nachts sah
ich eine Vision,
die so furchterregend war, daß ich ganz schwach war und zitterte, als ich
wieder herauskam.
Ich mußte eine Weile warten, bis ich die Kraft hatte, um meine zwei Gefährten
zu wecken.
„Als die erste Vision über mich kam, sah
ich das Zeichen des Menschensohnes am Himmel, ein großes Kreuz, das den Himmel
hell erleuchtete. Dann gab es einen großen und mächtigen
Wind, der durch die Straßen der Städte dieser Welt wehte. Zerstörung kam so
schnell über die Welt, und eine Stimme rief aus:
‚ Es ist nicht Lehre, Es ist das Blut Jesu Christi! ‘
„Der Herr rief: ‚ Oh, lauft ihr, Mein Volk, unter die Sicherheit Meiner Flügel!
Ich werde dich beschützen
wie eine Henne ihre Küken beschützt. ‘ Dann als ich in der Vision herumrannte,
rief ich aus: ‚ Oh, Leute, Leute, fallt nieder
und nehmt das Blut des Herrn Jesus Christus für eure
Sünden an! Es ist entweder
Himmel oder Hölle – es gibt nur zwei Orte – und ich will nicht, daß irgend jemand
zur Hölle geht! ‘
„Als die Vision vorüber war, weckte ich schließlich meine Begleiter und rief
aus: ‚Wacht auf, Brüder,
Gott hat mich besucht! ‘ Als sie wach waren, kam eine große Furcht über uns
alle in dem Raum. Wir fingen an zu zittern und schüttelten uns unter der
furchterregenden Kraft Gottes. Es war wie die mächtige Furcht Gottes, die am
Berge Sinai herabgekommen war, nachdem Gott Zeichen und Wunder hervorgebracht
hatte, als Er Mose gebrauchte, um die Kinder Israel
aus der ägyptischen Gefangenschaft zu führen.
Gegen fünf Uhr ging
ich schließlich zu Bruder Derstines Zimmer und bat ihn, für mich um Trost und
Frieden
vom Herrn zu beten. Ich wollte mich vor dem Zorn Gottes verbergen. Ich sagte: ‚Gott hat mir eine Vision
vom Zorn Gottes gegeben, dem Tag des Herrn, dem Gericht Gottes, das Er auf die
Welt und unser Land ausgießen wird. Oh, mein Gott, mein Gott, ich wünschte,
ich hätte das nicht gesehen!‘ Noch bevor Bruder Derstine für mich beten konnte,
rief ich aus: ‚Ich
habe das Gefühl, ich muß die Straßen rauf und runter laufen, um es den
Leuten zu erzählen!‘ Nachdem Bruder Derstine für mich
gebetet hatte, bekam ich doch einigen
Frieden und konnte wieder in mein Zimmer zurückgehen.
Aus der zusammenfassenden Darstellung
eines Traktates:
… Nachdem er in das Zimmer zurückgekehrt war, in dem er und die zwei
anderen Männer schliefen, kam der Herr in den Raum, und die Kraft und der Glanz
waren so intensiv, daß die Männer ihre Augen mit den Armen bedeckten und zum
Herrn schrieen, daß Er nicht näher kommen sollte, denn sie konnten Seine
Anwesenheit nicht ertragen. Die Furcht Gottes war auf ihnen.
Dann sprach der Herr durch einen der Brüder, indem seine Stimme und sein ganzes
Wesen eine andere Gestalt annahmen, und brachte diese Botschaft hervor.
SCHREIBE DIES NIEDER: DIES IST VON DEM
HERRN!
Die Widerwärtigkeit und die Bosheit der Menschen sind vor Mir als ein
Gestank in meinen Nasenlöchern aufgestiegen. Und Ich werde Mich
nicht länger
zurückhalten können. Ich bin dessen überdrüssig.
Das Gespött über Mein Wort in den religiösen Systemen Amerikas ist ein Gräuel
für Mich.
Ich bin an Meinen Berstenspunkt[2]
gekommen und werde Meinen Zorn auf das Land ausspeien.
An diesem Morgenlicht, als das Tageslicht gekommen war, versammelte sich gegen
9.00 Uhr eine Gruppe von zwölf in meinem Büro, um mehr Einzelheiten zum
Geschehnis in der Nacht zu hören, die Vision Bruder Lamberts betreffend. Vier
Stunden lang ermahnte er uns und
prophezeite unter einer
starken Salbung des Heiligen Geistes. Manchmal zitterte und schlotterte er,
dann wieder kniete er auf dem Boden.
Es war als würde Gott direkt
zu uns sprechen! Es war furchterregend! Der Herr erklärte:
„Der Zorn Gottes, der Tag des Herrn ist jetzt hier! Diese Dinge sollen überall
auf der Welt bekannt sein (oder: werden)! Es wird andere
geben, an diesem besonderen
Morgen, die wissen werden, daß dies die Stunde ist und daß Ich nicht länger
warten werde!“
Am nächsten Abend hatten wir einen öffentlichen Gottesdienst, und ein Prediger
(oder: Pfarrer) von Orlando, Florida, wurde vom Geist GEFÜHRT, in dieses
spezielle Treffen zu kommen, um mit uns Gemeinschaft zu haben. Er wußte nichts
von der Heimsuchung, die wir hatten,
bis er hörte, wie sich der
Sprecher auf das Zeugnis über die große Vision bezog. Mit großer Furcht
berichtete uns dieser Pfarrer aus Orlando von seinem schrecklichen Traum, den
er in derselben Nacht gehabt hat,
und der den großen Zorn Gottes betraf, der über unser Land
kommen würde. Er erzählte
uns, daß er so schreckliche Dinge gesehen hatte, daß er sich wünschte, er hätte
diesen Traum (Vision) lieber nie gesehen. Dies war in Übereinstimmung mit der
Vision, die Bruder Lambert in derselben Nacht gehabt hat.
Drei Tage später erhielten wir einen Brief von Missionaren aus Haiti, worin uns
eine große, ungewöhnliche Heimsuchung des Herrn berichtet wurde, die sie in der
Nacht vom 27. Januar erlebt haben. Einer dieser Missionare, der den Brief
schrieb, stellte heraus, was seine Frau diese Nacht in der Vision erlebt hatte:
„Der Herr zeigte ihr schreckliche Verfolgungen, die über die Erde kommen und
wie viele getötet und verstümmelt würden. Sie sah eine große Stadt, in der die
Gebäude auf die Menschen herabstürzten und überall große Feuer zu sehen waren.
Einige Menschen knieten vor ihren Abgöttern, um Hilfe zu erbitten, und diese
Abgötter fielen auf sie nieder. Die Heiligen waren während dieser Zeit
verborgen, aber die Geist-geführten Heiligen waren nicht betroffen von all dem
Durcheinander, und sie sagten, das sei deshalb, weil der Herr sie leite und Er
(Christus)
hat die Welt überwunden und
daß sie durch Ihn ebenfalls die Welt überwunden hatten.“
Einige Tage später besuchte ich eine Versammlung der Geschäftsleute des Vollen
Evangeliums im Continental Hotel in Washington. Ich wurde aufgerufen zu
sprechen, und in meiner Botschaft verkündete ich, was Gott uns
in Sarasota gezeigt und geoffenbart hatte. Unter all diesen Menschen von
überall aus den USA und Kanada befand sich auch ein Mann von Kitchener,
Ontario, Kanada. Er erhob sich und berichtete zitternd von einer
übereinstimmenden Vision vom Herrn über den großen Zorn Gottes, der über den
nordamerikanischen Kontinent kommen würde. Er sagte,
das sei ein so schrecklicher
Anblick gewesen, daß er sich wünschte, das nie erlebt zu haben. Bedeutsam war
dabei, daß diese Vision auch in
derselben Nacht kam wie die drei vorerwähnten.
Dies erfaßte mich in meiner Seele und in meinem Herzen und hat bewirkt, daß ich
wirklich glaube, daß Gott zur Welt gesprochen hat. Die
Schrift sagt uns, daß im
Munde von zwei oder drei Zeugen jede Sache bestätigt wird (Mt. 18:16). So
finden wir auch in Amos 3:7 „Denn
der Herr tut nichts, es sei
denn, daß Er Seine Geheimnisse Seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart
habe.“
Wahrhaftig, die Botschaft Gottes an Seine Leute (Sein Volk) ist: Bringt euer
Haus in Ordnung, bereitet euch vor. Joel 2:12 „Aber auch jetzt noch, spricht
Jehova, kehret um zu Mir mit eurem ganzen Herzen und mit Fasten und mit Weinen
und mit Klagen. Und zerreißet euer Herz und nicht eure Kleider, und kehret um
zu Jehova, eurem Gott, denn Er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und
groß an Güte, und läßt
sich des Übels gereuen.“
Lest das ganze Kapitel von Joel 2. So wie es war in den Tagen Noahs, so soll es
beim Kommen des Menschensohnes sein. Wenn ihr wartet,
bis ihr es mit euren
natürlichen Augen seht und mit eurem Verstand erfaßt, WIRD ES ZU SPÄT SEIN.
Denn wir wandeln nicht im Schauen, sondern im Glauben.
So komme, Herr Jesus.
VON GERALD DERSTINE
Herausgeber des Erntezeit-Magazins
Kapitel 5 (Auszug)
DER GEIST OFFENBART, WILLIAM
BRANHAM IST ELIA
„Denn zwiefach Böses hat mein
Volk begangen: Mich, den Born lebendigen Wassers, haben sie verlassen, um sich
Zisternen
auszubauen, geborstene Zisternen, die kein Wasser halten.“
(Jeremia 2:13)
„Denkt daran, wenn ihr Christus folgt,
werdet ihr von den Menschen gehaßt, denn alle die gottselig leben wollen in
Christus Jesus, werden Verfolgung leiden. Und wenn ihr zu Christus kommt, dann
kommt ihr nicht durch irgendeine Gemeinde oder eine
Denomination oder ein Glaubensbekenntnis. Ihr kommt durch das Blut. Das
ist die einzige Straße hinein. Und ihr könnt keinen mit
euch bringen. Ihr kommt allein und steht auf eurem eigenen Bekenntnis
und eurem eigenen Glauben. Ihr könnt nicht auf eurem Pastor hereinreiten oder
auf dem Glauben eurer Mutter. Ihr kommt als ein Individuum, wenn ihr zu Gott
kommt.
Und viele Male treffen wir diese falsche Wahl.“
(WMB, „Eng ist die Pforte“ 59-0301M § 59)
…
Die Erfahrung, die Bruder Lambert 1961
mit dem Herrn gemacht hatte, wurde überall bekannt in der Welt durch das „Voice
Magazine“ der Geschäftsleute des Vollen Evangeliums, die
„Erntezeit“-Nachrichten und durch Traktate, die unter Leitung von Gerald
Derstine gedruckt wurden. Dies führte
zu einem großen Interesse an seinem Dienst und bewog einige, das Phänomen
auszunutzen, daß Gott
einen Mann so mächtig gebrauchte, um von den kommenden Gerichten zu sprechen.
Es hat sogar eine Gruppe gegeben, die ihm
ein Flugzeug kaufen
wollte, damit er überall hin fliegen und in den Gemeinden predigen könnte. Als
er jedoch den Namen Jesus Christus zu predigen begann, die Wassertaufe in
Seinem Namen, die Notwendigkeit, daß jedes Mitglied der Braut eine echte
Erfahrung der Taufe des Heiligen Geistes haben müsse, wie auch andere
Wahrheiten des Evangeliums einschließlich der
ziemlichen Kleidung
und dem Platz der Frau in der Gemeinde, wandten sich einige der Leute, die für
die Zungenrede und die Auslegung gebraucht worden waren, gegen ihn und
behaupteten, er hätte seinen Dienst eingebüßt und hätte sich in einen falschen
Propheten gewandelt!
Bis zum Tag seines Heimgangs hat Bruder Bob die Leute auf den Propheten
hingewiesen, William Branham, und ihnen
gesagt, daß sie auf
diesen Mann hören müssen. Es
ist noch immer so, wenn ihr Gottes Diener seid, seid ihr für immer Gottes
Diener. Die Bibel sagt, daß die
Gaben und die Berufung ohne
Reue sind (Römer 11:29). Und natürlich ist jedermann Gott verantwortlich für
die Gabe, die in ihm ist. …
Nach dem Besuch bei den FGBMFI im Americana Hotel (Geschäftsleute des Vollen
Evangeliums), eine Versammlung, auf der es viele
erwartete Manifestationen des
Geistes gab, sagte Bruder Bob:
„Eine kleine leise Stimme sagte mir: ‘Es
ist nicht von Gott, sie sind betrogen und sie sind die fünf törichten
Jungfrauen und sie werden meinen Geist nicht bekommen.‘ “
…
In Connecticut hatte er zweimal Gelegenheit zu predigen, und zwar einmal in
einer Hausversammlung in Canterbury, Ost-Connecticut, und das zweite Mal im
Restaurant Villa Capri in Wallingford. …
Bruder Lambert hielt seine erste Predigt in Connecticut in einem Hauskreis im
Osten von Connecticut.
Es waren etwa 20 Personen versammelt. Zu den damals Anwesenden gehörten auch
einige, die dann später
unter seinem Dienst ein Teil der Versammlung Connecticut waren. Zu dieser
Gruppe gehörte auch Mae
Isaacson (später verheiratete Mrs. Daggett), die 1950 Übersetzerin für Bruder
Branham in Finnland war.
Von diesem Treffen hat Bruder Bob 1969 in seinem Zeugnis wie folgt berichtet:
„Ich predigte, daß Jesus Christus niemand anders ist als Gott der Allmächtige.
Ich predigte die Wassertaufe
im Namen des Herrn Jesus Christus, Heiligkeit, Feuer und Schwefel – etwas, das
die anderen Evangelisten
nicht predigen. Aber darum habe ich mich nicht gekümmert, Bruder, auch wenn du
mir keinen Penny gibst
und ich Schwarzbrot essen und Wasser trinken müßte, so würde ich dir doch die
Wahrheit sagen. …
Ich predigte gegen Frauenprediger. Ich konnte das nicht wissen. Ich wußte
nicht, daß ihr euch deshalb über
mich ärgern würdet. Ich hätte das wirklich nicht gedacht. Ich hatte nicht die
geringste Ahnung, daß sich
irgend jemand ärgern könnte.
Ich dachte, jeder würde Gott lieben.
Die Bibel sagt <dazu>: ‚Die Mein Wort lieben, nichts wird sie
verletzten.‘ (Psalm 119:165)
So, das glaubte ich. Und dann riefen sie eine Frau zum Predigen, bevor ich dran
war.
Ich dachte: ‚Oh, das ist schrecklich. ‘ Je länger ich zuhörte, desto schlechter
fühlte ich mich.
Ich sagte: ‚Herr, ich muß ihnen alles darüber sagen. Ich sehe, sie wissen das
nicht (Seht ihr?).
Ich muß es ihnen sagen.‘
Die Leute saßen dicht an dicht. Es war ein Mann da, der eine Bibelschule
gegründet hatte
(er war der große Mann darin) … ich würde das sagen, was Gott gesagt hat.
Genau wie Micha: ‚Über all diese Dinge weiß ich nichts, ich werde sagen, was Gott in meinen Mund legt.‘
Ich werde sagen, was Gott sagte. Erschießt mich, tötet mich, hängt mich,
schlagt mir den Kopf ab;
ich werde nur sagen, was Gott gesagt hat (Seht ihr?).
Und ich ging dort ans Pult und schlug meine Bibel auf. Oh, sie glaubten, daß
Gott mich gesandt hatte;
oh, sie prophezeiten … Sie brachten sich selbst in Schwierigkeiten. Ich hörte,
wie sie sagten:
‚Ja, so spricht der Herr, du bist mein Prophet, ja, dies und das.‘
Das ist alles auf dem Band. Und als ich ihnen die Wahrheit sagte, war ich
<plötzlich> kein Prophet mehr.
Da hat die Sache ihr Ende gefunden: ‚Du hast nun deine Berufung verloren.‘
… Ich sagte, wißt ihr, ich möchte ein wenig aus meiner Bibel lesen, und ich
fand etwas bei Timotheus,
wo Paulus sagt … ,Ich verbiete einer Frau zu lehren oder Autorität über den
Mann auszuüben.‘
,Sie darf das Evangelium nicht predigen.‘ Und ich zitierte ein paar andere
Schriftstellen.
Ich sagte: ‚Nun, Schwester‘, während ich mich über das Pult lehnte … Oh, es
wurde ganz still. Ich wußte ja
nicht, daß dieser Mann das Bibel Institut gegründet hatte und daß seine Töchter
Pastoren waren und alles.
Wenn ich es gewußt hätte – ich hätte es trotzdem gesagt! ‚Schwester, du weißt
das, der Herr hat dich nie
gerufen, Sein Evangelium zu predigen. Er hat auch nicht deinen Mann dazu
berufen, die Windeln der
Babies zu wechseln, während du predigst und im Dienst unterwegs bist.‘
Oh, es wurde sehr still.
‚Wenn wir schon dabei sind, Bruder, Er hat dich gerufen, das Evangelium zu
predigen, und sie hat Er berufen, eine gute Haushälterin zu sein!‘
Nun, sein Gesicht wurde rot, blau, orange … und dann schnaufte er, und ich
dachte schon, er würde …
Und dann stürmte er aus der Tür! Sprang auf und rannte hinaus! Oh my, was habe
ich getan?
Der Mann hat sich so geärgert, daß er zur Tür hinausrannte … Und dann dachte
ich:
‚Ja, Junge, hier bist du erledigt. Schau, hier hast du nun Schwierigkeiten.‘
Ich sagte: ‚Schwester, ich liebe dich. Und weil ich dich liebe, werde ich nicht
… Es kann sein, daß es dir die Prediger nicht sagen, aber es ist die Wahrheit.
Wenn du es eines Tages glaubst, wirst du mich dafür lieben. Vielleicht nicht
jetzt. Vielleicht verletzt es jetzt ein wenig, aber eines Tages wirst du mich
dafür lieben.‘
Und ich setzte die Predigt fort. Gott salbte das Wort so stark, daß sie Ihm
nicht widerstehen konnten.
Und selbst der alte Bruder, der die Frauenprediger hatte, die Pastor (innen),
kam zu mir und umarmte mich weinend. Er sagte: ‚Bruder, das ist das Wort des
Herrn.‘ Er mußte das tun, er mußte sagen, daß es Gott war.
Ich hatte eine reale Prophezeiung an diesem Abend gehört, als ich hineinkam.
Ein Mann sagte mir, ich wäre Sein Diener und all diese großen Dinge, die ich
tun würde. Ich hörte zu, und
der kleine alte Bruder, der mit mir arbeitete, war ganz begeistert. Ich sagte:
‚Bruder, achte nicht weiter darauf. Dieser Bruder wird sich schon in der
nächsten Minute gegen mich wenden.‘ Und das tat er auch. Aber die Prophetie
klang trotzdem schrecklich gut. Sie sagte mir, ‚ich solle hier warten‘ und ‚Du
tust dies.‘
Der Herr <aber> sagte ‚Habe damit gar nichts zu tun. Du kommst hier
herüber in das Land und
wartest auf Mich, Junge.‘ Das habe ich auch getan.
…
Wie bereits weiter oben ausgeführt, war Bruder Bob mit zwei Freunden im Januar
1961 nach Sarasota gekommen, wo er von Gott mächtig gebraucht worden war. Der
Pastor von dort, Rev. Gerald Derstine, hatte dafür gesorgt, daß die Nachricht
von dem Ereignis veröffentlicht
und weltweit verbreitet
wurde.
Zu dieser Zeit war Mr. Derstine gegenüber Bruder Lambert und seinem Dienst sehr
freundlich eingestellt.
Am 1. März 1961 schickte Mr. Derstine einen herzlichen Brief an „Rev. Robert
Lambert“, der so begann:
„Lieber Bruder Bob.“ In dem Brief berichtete Mr. Derstine von einer Versammlung
in Washington im Februar 1961, in der er Bezug genommen hatte auf die
Ereignisse in Zusammenhang mit der Vision Heimsuchung im Januar. Er sprach auch
von dem Plan, diese Nachricht auch im Magazin „Men’s Voice“ zu publizieren.
Am 2.
August 1961 schickte Mr. Derstine einen weitaus weniger herzlichen Brief an
„Robert Lambert“
(also kein „Rev.“ mehr), der so begann: „Lieber Bruder Lambert.“ Er benannte
den Anlaß für diesen Brief,
und das war die Tatsache, daß er (Mr. Derstine) inzwischen „von einem Pastor
einer Gemeinde, in der du
in Connecticut gedient hast“ eine Anschuldigung gegen Bruder Bob erhalten
hatte. Anscheinend ging es dabei um drei Punkte: Er habe sehr stark die Jesus
only-Lehre (Jesus allein) vertreten; er habe den Dienst von Frauen verurteilt
…; und daß er einen unbelehrbaren Geist habe.
[Stellungnahme] Nachdem Bruder Bob über die Falle gesprochen hatte, die für
Bruder Branham ausgelegt war, sagte er: “Sie haben <von ihm> gesagt, daß
er ein „Jesus only“ war. Dieser Mann ist nicht Jesus only, genauso wenig wie
ich. Ich glaube einfach an einen Gott in drei Ämtern. Ich bin nur einer Person
begegnet, das ist die Person des Herrn Jesus Christus.“ Als Bruder Bob von
Frauen im Dienst sprach, sagte er nur, was die Bibel dazu sagt: Genesis 3:16;
1.Korinther 11:3; Epheser 5:22; Kolosser 3:18; 1.Timotheus 2:11-15 und 5:14; 1.
Petr. 3:1-6. Man könnte auch fragen, ob der Apostel Paulus einen „unbelehrbaren
Geist“ hatte, als er sagte:
„Als es aber dem, der mich von meiner
Mutter Leibe an ausgewählt und durch Seine Gnade berufen hat,
gefiel, Seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich Ihn unter den Nationen
verkündigte, zog ich nicht
Fleisch und Blut zu Rate. Ich ging auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen,
die vor mir Apostel waren, sondern ich ging sogleich fort nach Arabien und
kehrte wieder nach Damaskus zurück.“ (Galater 1: 15-17)
Vielleicht waren es der Pastor von Connecticut oder Mr. Derstine (oder beide),
die „unbelehrbar“ waren.
Kapitel 7 (Auszug)
Bob Lambert hatte sein zweites Interview
mit Bruder Branham am 17. Juli 1965. Er begegnete ihm in Jeffersonville
„zufällig“ auf der Straße. Ich gebe hier einfach wieder, was der Bruder selbst
darüber berichtet hat... (Auszug aus Kapitel Sieben)
<Als er herankam,> sagte ich: Entschuldige bitte,
Bruder Branham.
Hallo, Bobby, was kann ich für dich tun?
Bruder Branham, ich möchte nur eine Frage stellen. Ich
will dich in keiner Weise belästigen.
Er sagte: Worum geht es, Sohn?
Ich sagte: Bruder Branham, ich erreiche gar nichts. Ich
sitze nur herum. Es ist einfach schrecklich.
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Bruder Branham sagte: Nun, Sohn, die Welt um uns herum
stirbt. Bist du faul?
Oh, nein, Sir, das glaube ich nicht.
Er sagte: Nun, ich dachte, du wärest faul. Die Welt da
draußen, sie stirbt um uns herum. Geh hinaus.
Dieser bestimmte Bruder ging zu einem bestimmten Ort in ein bestimmtes Land.
Jetzt verbrennt er die Gegend dort mit der Botschaft.
Junge, mein Herz zerschmolz. Oh, Herr, ich möchte gehen.
Und er sagte: Gehe einfach hinaus, Sohn.
Und ich dachte: Gut, Junge! Und sagte: Bruder Branham, du
meinst, einfach so gehen?
Ja, einfach gehen.
Er stand dort so und sah mich an.
Ich sagte: Bruder Branham, einfach nur gehen?
Ja, die Welt stirbt um dich herum. Gehe hinaus.
Aber, wißt ihr, das war, was
mein Kopf hören wollte. Und, Junge, ich konnte schon sehen, wie ich mich zum
Missionsfeld aufmachte. Junge, ich verließ bereits Amerika und war schon weg.
Aber etwas hier tief drin sagte: Nein! Ich sagte: Ja - bis hier, aber da drin
sagte etwas: Nein, Nein, Nein! Und als die Stimme ‚Nein’ so laut wurde, mußte
ich den Propheten auf etwas anderes aufmerksam machen. Ich sagte: Bruder
Branham, du meinst einfach gehen?
Er sagte: Geh.
Ich sagte: Bruder Branham, das
Wort! Das Wort! Was ist mit dem Wort, das du predigst? Was ist mit Hört auf
Ihn? Was ist mit der Einsetzung eines
Sohnes? Was ist mit Ich tue nichts, bis mein Himmlischer Vater es mir
zuerst zeigt?
Junge, seine Augen wurden
lebendig. Er schaute so und sagte: Oh, Sohn, ich habe dich mißverstanden. Ich
habe dich mißverstanden.
Junge, nun fing ich an, mich
besser zu fühlen.
Er sagte: Ich habe dich
mißverstanden. Du
meinst, du willst auf den Herrn warten?
Ich seufzte und schrie beinahe:
Bruder Branham, das ist die einzige Art, wie ich gehen kann. Irgend etwas läßt
nicht zu, daß ich den anderen Weg gehe.
Oh, sagte er, laß uns dies
kleine Lied singen: Die da warten auf
den Herrn. Nun, Bobby, Gott wird mit dir in fünf Minuten mehr tun, als
du in deinem ganzen Leben tun kannst, wenn du den anderen Weg gehst.
Ich sagte: Bruder Branham, das
ist der Weg, den ich gehen möchte.
Er sagte: Wirst du morgen früh
noch da sein?
Ich sagte: Ja, Sir, dafür bin
hergekommen.
Er sagte: Ich habe eine
Botschaft für dich.> ---
Bruder Bob berichtet dann folgendes:
<Was hat der Prophet (in
dieser Botschaft) gesagt? Bruder, er feuerte das Wort nur so heraus, und es
hätte jeden Prediger in seinem Lauf stoppen sollen. Was aber taten sie? Es hat
sie für einen Moment erschreckt, Junge, sie zogen die Zügel ein wenig an, doch
dann sprengten sie wieder davon. Und ich sage: Im Namen des Herrn, sie
werden die wirklich echte Bewegung Gottes verpassen, wenn sie kommt. Wartet
ab und seht, wer Recht hat.>
(siehe: Versuchen, Gott einen Dienst zu tun, ohne daß es der Wille Gottes ist 65-0718)
Kapitel 8 (Auszug)
Der Heimgang des Propheten Gottes, Elia von Mal. 4,
Mt. 17:11, der Dienst von Hes. 47:4b, der Botschafter von Offb. 3:14, hatte die
Mehrheit seiner treuen Anhänger niedergeschmettert. Br. William Marrion Branham
hatte häufig vom Endzeitdienst gesprochen und der Einsetzung der Braut Christi.
Er hatte von einem Zeltdienst und vom dritten Zug gesprochen und angekündigt,
eine Botschaft mit dem Titel "Der Pfad der Schlange" zu predigen
[siehe Führerschaft 65-1207]. Er hatte schließlich auch
von künftigen Feldzügen in Indien, Afrika, Mexiko und dem Fernen Osten
gesprochen; er hatte die Zerstörung von Los Angeles durch ein großes Erdbeben
prophezeit, wodurch LA im Meer verschwinden würde; er hatte eine Vision
gesehen, in der von Amerika nur Trümmer, Krater und Rauch zu erkennen waren.
Und er hatte von Vernichtung durch Atomkraft gesprochen. Noch wenige Tage vor
seinem Unfall hatte er gesagt: "Ich werde diesen Pfad noch einmal reiten,
ich muß eine Botschaft bringen."
Er hat noch viele andere Dinge gesagt. So sprach Br.
Branham häufig direkt oder indirekt davon, daß er dies Leben verlassen würde.
In der Botschaft Das Siebte Siegel
sagte er schließlich: "Ich werde euch zu eurem Vorteil verlassen."
Doch nie hat er gesagt oder auch nur angedeutet, er würde, nachdem er gegangen
sei, wieder zurückkommen von den Toten, es sei denn in der Auferstehung der
Heiligen.
Nachdem er verstorben war, wollten Leute mit einem
intellektuellen Verständnis über den Dienst dieses Mannes herausfinden, wie er
denn die Dinge erfüllen würde, von denen er gesprochen hatte. Einige waren
verzweifelt und dachten, diese Dinge könnten nicht mehr geschehen, nachdem der
Mann tot war, oder daß die ganze Botschaft falsch sei, die er gebracht hatte,
oder daß Bruder Branham ein falscher Prophet sei und daß sie schließlich selbst
betrogen worden wären. Viele von ihnen, einschließlich der Männer, die Bruder Branham
am nächsten standen, kamen zu dem Schluß, daß er auferstehen müsse. Er würde in
einer privaten Auferstehung zurückkommen! Einige erwarteten, daß es
unverzüglich geschehen würde. Andere mit mehr Umsicht meinten, nicht überrascht
zu sein, wenn man seinen Sarg leer finden würde. Andere wiederum meinten, es
würde nach drei Tagen geschehen, oder sie erwarteten, daß er bei der Beerdigung
auferstehen würde. Als sich nichts davon erfüllte, erwarteten sie die
Auferstehung in drei Monaten, ganz sicher aber zu Ostern 1966.
Daß dies dann nicht geschah, konnte eigentlich
niemanden überraschen oder betroffen machen, der wirklich an die Schrift
glaubte und daran dachte, wie oft Br. Branham von seinem Abscheiden gesprochen
hatte - entweder gerade heraus oder in Parabeln. Und nachdem Bruder Lambert
verschiedene Male öffentlich geäußert hatte, daß er das Abscheiden Br. Branhams
erwarte, war es für ihn sicher keine Überraschung. Dennoch konnte dieser
Umstand den Schmerz nicht verringern, den er über den Verlust dieses Mannes
empfand, den er doch als seinen Freund und seinen Vater im Evangelium
betrachtete.
Obwohl es ihnen in deutlichen Worten gesagt worden
war, daß ein Umzug nach Tucson keine gute Sache wäre, fühlten sich dennoch
viele Leute dorthin gezogen, die verschiedener Meinung waren über die Lehre Br.
Branhams. Es ist berichtet worden, daß er selbst von neun verschiedenen
Interpretationen seiner Botschaft gesprochen hat, die es allein in Tucson gebe.
Nachdem Br. Branham gestorben war und im Sarg lag,
hatte Br. Bob Lambert seine einzige Gelegenheit, einmal im Tucson Tabernakel zu
predigen (d.h.
nicht das einzige Mal bei Pearry Greene, denn am 11. Okt. 1965 hatte er in
Beaumont, Texas, schon einmal in der Gemeinde Pearry Greenes gepredigt, u.zw. The Last day Ministry- Dienst des
letzten Tages).
Während Br. Greene nicht in Tucson war (evtl. Sonntag, den 26. Dezember 65),
predigte Bob Lambert dort eine Botschaft vor einer ungleichen Gruppe. Sie
liebten wohl den Propheten, hatten aber sehr widersprüchliche Meinungen über
seine Botschaft. Bob Lambert erklärte es gut:
„Ich habe nie in meinem Leben eine Versammlung
gesehen, die derartig von dämonischen Kräften gebunden war. Gute Leute, die den
Propheten liebten. Ich saß da und empfand... Jedesmal, wenn der [Gedächtnis-] Gottesdienst
begann, konnte man hören, wie sie mit ihren Ketten hereinkamen und rasselnd
diese großen Kugeln hinterher zogen. Jeder, der zu diesem Gottesdienst kam, war
aufgestanden und hatte 'Prophet, Prophet, Prophet' gesagt. Genau wie ein
Papagei. 'Prophet, Prophet', - was sollte das? Wir wissen Bescheid über den
Propheten. Wir wissen, daß er ein Prophet war. Davor fürchtet sich doch der
Teufel nicht. Und jeder saß da in der Höhle von Gadara. Einfach tot. Und sie
sagten: 'Ich weiß nur, daß man warten muß, bis er zurückkommt!' Sie kamen tot herein, und sie gingen auch
tot wieder hinaus.“
Ich bekam die Gelegenheit zu predigen. Ich trieb die
Teufel links und rechts hinaus. Obwohl der Prophet dort in seinem Sarg lag, um
beerdigt zu werden, bekam ich eine Chance, dem Teufel auf die Nase zu hauen,
mein Freund, und ich gab's ihm richtig. Ich ging dort hinauf, zu Tode
erschrocken, und wußte, sie würden sowieso niemandem glauben als nur Br.
Branham, und ich wußte auch, sie hatten keine Offenbarung, und sie waren alle
gebunden. Schrecklich! Keine Freiheit! Niemand konnte singen. Warum war man
überhaupt zum Gottesdienst gekommen? Man war nur zu einem Begräbnis gekommen.
Darum sagte ich: 'Herr, ich kann hier keine
Offenbarung predigen. Sie würden mich
hinauswerfen. Was soll ich tun, was kann ich sagen? Dieser Mann ist ein
großer Erzieher und ein brillanter Redner, und ich weiß gar nichts und habe
nichts gelernt.' Ich stieg dann hinauf, und diese alten Dämonen schwebten über
jedem einzelnen. Ich öffnete meinen Mund, und der Herr schlug an meine
Stimmbänder, Bruder, so war es. Es war wie ein Automatikgewehr, das losgeht.
Ich will dir etwas sagen, mein Bruder, diese Fesseln
und diese Ketten, sie begannen abzufallen, und dann sprangen die Leute
plötzlich auf und schrieen zum ersten Mal: Amen! ... Ich predigte Heiligkeit,
Höllenfeuer und Schwefel. Ich predigte alles, was ich konnte. Es rollte einfach
aus mir heraus, und man konnte hören, wie diese Ketten zersprangen und
krachten.
Als ich fertig war, waren die Leute so erregt, daß
sie heraufrannten und mich packten, als wäre ich ein Fußballheld. Das hat mich
in Verlegenheit gebracht.“ Sie kamen alle herauf und schlugen mir auf den
Rücken: „Preis dem Herrn, Halleluja, Ehre sei Gott, das war der Heilige Geist.
Das war die größte Versammlung, die wir je gehabt haben.“ (Und die Frau des
Pastors trug ein kurzes Kleid und hochhackige Schuhe.) Der Heilige Geist hatte
alles angesprochen, aber es war niemand verletzt. Die Menschen weinten und
taten Buße.
Als der Pastor zurückkam, sagten sie: „Oh, Bruder,
wir hatten eine große Versammlung, seit du weg gewesen bist.“
Er sagte: „Oh, tatsächlich? Wer hat gepredigt?“
„Bob Lambert.“
„Ummm.“
Am folgenden Sonntag waren die Ketten wieder da, und
viele baten darum, noch eine Versammlung mit Bruder Bob zu haben. Als er dann
nach mehreren Gottesdiensten nicht wieder predigte, kamen einige zu ihm und
regten an, er solle doch eine extra Gemeinde aufmachen. Bruder Bob lehnte das
ab. Er sagte den Brüdern, sie sollten bleiben und ihrem Pastor treu sein, aber
darum beten, daß Gott ihre Augen öffnet.
Nach einiger Zeit bat man Bruder Bob, während eines
Gottesdienstes zu beten. Indem er der Bitte nachkam, begann er in seinem Gebet
zu predigen und nannte den Teufel beim Namen. Er betete:
„Gott, wir stehen hier heute abend mit der größten
Offenbarung, aber wir sind gebunden von dämonischer Macht.“
(Er berichtet:) Ich fing an, das im Gebet
auszusprechen, und man konnte hören, wie die Ketten barsten. Jeder begann, Gott
zu preisen und den Herrn anzubeten. Später konnte man hören, wie jeder mit dem
anderen sprach. Und der Pastor sagte: „Das war der größte Gottesdienst, den wir
in Tucson jemals hatten.“
Und wie kam das? Weil ein kleiner Bruder zuließ, daß
der Herr Seinen Weg im Gebet hatte.
Ende Dezember reiste Bruder Lambert nach
Jeffersonville, um dort den Beerdigungsgottesdienst zu besuchen, der am 29.
stattfand. In Jeff. angekommen, begab er sich zu einem Motel (Motor Hotel), wo
er auf Prediger und Laien stieß, die alle in großer Unruhe waren, einige waren
völlig niedergeschlagen. Eine Schwester kam zu ihm und bat: „Bruder, könntest
du zu uns herüberkommen und für meinen Mann beten. Er ist einem
Nervenzusammenbruch nahe.“ Dann begann
jemand, der eine herausragende Persönlichkeit unter den Nachfolgern Bruder
Branhams war, irre zu reden, und drehte durch. Er redete über große Dinge, die
er getan hatte, Dinge, die er gekauft hatte und was er alles geplant hätte. Und
dann sagte er plötzlich in tiefer Verzweiflung: „Er hat uns in einem Zustand
verlassen, der schlimmer ist als es jemals war. Es wäre besser, wenn wir in
einer Denomination wären. Wenn er nicht zurückkommt, dann ist er nicht Elia,
der Prophet!“
Bruder Bob sagte: „Ich ließ ihn eine Weile reden und
sagte: ‚Alles ist genau im Zeitplan, mein Bruder.’ Das schien ihn zu
schockieren. Ich sagte wieder: ‚Alles ist genau richtig. Nichts läuft außer
Plan. Es gibt keine Fehler und keine Zufälle bei Gott. Es handelt sich um
keinen Unfall, es ist der Wille Gottes.’“
(Er berichtet:) Dann stand ich
ganz hinten, nachdem ich das Begräbnis schon in einer Vision gesehen hatte, und
sah es <nun> alles <in Wirklichkeit>. Jahrelang hatte ich es meiner
Frau prophezeit und wartete. Seither hatte ich sie (nicht die Ehefrau)
beobachtet. Ich habe sie nun sieben Jahre lang beobachtet. Hier waren sie nun
alle in Jeff. versammelt und warteten auf etwas, das nicht geschehen würde. Und
das alles, weil sie nicht genau genug zugehört hatten. Sie hatten sich verhört,
und ihre Ansichten gingen hinaus. Interpretationen machten die Runde und wurden
zu Lehren. Da saßen sie nun in Verwirrung und in Erschütterung, weil sie nicht
genau Acht gegeben hatten auf das was sie hörten. Bruder, wenn ein Prophet auf
der Bildfläche erscheint, wird es Zeit, sich aufzurichten und Hab Acht-Stellung
einzunehmen. Wandelt dann in Furcht und Zittern und seid euch bewußt, was da
auf der Erde ist.
Als die Zeit zum
Begräbnis-Gottesdienst gekommen war (Mittwoch, den 29. Dez. 1965), versammelten sich im
Gebäude und auf dem Parkplatz viele Hundert Menschen aus den Staaten, den
kanadischen Provinzen und dem Ausland. Obwohl der Gottesdienst nicht vor 13 Uhr
beginnen sollte, war das Branham Tabernakel gegen 11 Uhr bereits voll besetzt.
In Form von Blumen, Karten und Briefen kamen hundertfach die Liebe, die
Sympathie und die Unterstützung von
überall auf der Welt zum Ausdruck, füllte den verfügbaren Raum und übertraf
außerhalb des Gebäudes jede Erwartung. Freunde und Amtsträger aus der Stadt
weinten mit der Familie Bruder Branhams und seinen Angehörigen. Polizisten sah
man weinen, der Bürgermeister der Stadt weinte, jeder weinte. Warum? Es hatte
jemand Fußspuren im Sand <der Zeit> hinterlassen, der den Schmerz der
Schwachen, der Kranken, der Angefochtenen gefühlt hat und sich selbst als ein
Gefäß zur Ehre in die Hände des Allmächtigen Gottes übergeben hatte.
Dennoch gab es einige,
Prediger, die hinten in der Versammlung einen Platz gefunden hatten, die nicht
eines Sinnes waren mit der Trauergemeinde. Wie Bruder Lambert beobachtete:
Ich sah, wie diese Prediger zum Begräbnis kamen, und dann saßen sie
hinten. Und statt zu klagen, zu seufzen und mit Gott zu ringen, statt dort mit
blutendem Herzen zu sitzen, weil der einzige Mann mit Rechtschaffenheit in
einem Sarg lag, weil die Braut in diesem Zustand war, die Gemeinde und die Welt
in diesem Zustand war, in dem sie sich befand... Dort lag der einzige Mann, der
sich Gott auf die rechte Weise zu nähern wußte. Und dort befanden sich diese
zurückgefallenen Kains-Prediger ganz hinten.
Gott, vergib mir, daß ich das sage, aber Herr, sei
barmherzig, ich kann das nie vergessen. Ich saß <auch> dort hinten, von
Schmerz übermannt. Ich wußte, ich hatte das Begräbnis genauso gesehen, wie es
war, und da war es <wirklich>! Ich saß dort, und jeder dachte: „Was für
eine kleine Sissy da, kann das nicht aushalten!“ Die Leute wissen ja nichts. Da
saß ich nun, und mein Herz brachte mich fast um, meine Seele fast herausgerissen;
und da saß dieser Haufe von großen, fetten Predigern, und sie redeten über die
Versammlungen, die sie haben wollten. Gott, sei ihnen gnädig.
Prediger? Wir haben zu viele davon! Dort liegt doch
das Problem. Statt daß sie weinten und Leid trugen, sagten sie: „Nun, was will
Gott denn damit sagen? Wo ist denn nun euer Bruder Branham? Oh, er wurde auf
dem Weg nach Texas getötet. Er ist abgerutscht in diese Lehre vom ‚Samen der Schlange’, und dann
diese ‚Nur-Jesus-Lehre’, und Gott hat ihn getötet.“
Doch
Gott würde sagen: „Habe ich nicht seine Gabe bezeugt? Weshalb habt ihr ihm
nicht geglaubt? Wo ist euer Bruder? ‚Bin ich meines Bruders Hüter?’ Ja, du bist deines Bruders Hüter. Du kümmerst dich
um deinen Bruder.“
Ich
erinnere mich an die Stimme, als sie eines Tages ausrief: „All ihr falschen
Propheten und all ihr falschen Lehrer, die ihr in diesen Versammlungen gesessen
habt, die ihr zu Hause in eurem Büro gesessen und die ihr die Tonbänder gehört
habt und die ihr wißt, daß sie richtig sind. Eines Tages werdet ihr ernten, was
ihr gesät habt, ihr falschen Propheten, ihr. Euer Tag kommt, und er ist nahe.
Er ist nahe.“ (Die Gesalbten der Endzeit 65-0725)
Einige Jahre später fing er an, die Tonbandpredigten William Branhams zu
hören, und er erkannte, daß die Taufe, die er erlebt hatte, in keiner Weise zu
vergleichen war mit der Taufe, die jeden Tag im Leben des Propheten demonstriert
wurde. Als dann Bruder Branham in seiner Stadt Versammlungen abhielt und einen
Ruf machte für alle, die sich die Taufe des Heiligen Geistes wünschten, ging
dieser Mann nach vorn und ließ für sich beten, erhielt aber nicht, wonach er
sich so sehr gesehnt hatte.
Nachdem
Bruder Branham nun gegangen war, erinnerte sich dieser Mann daran, obwohl er
betrübt war, daß der Prophet sehr oft vom kommenden Wort gesprochen hatte. Und nun begann er folgendermaßen zu beten: „Herr,
es hat uns viele Jahre gekostet, bis wir verstanden haben, daß der Prophet Elia
mit einem Dienst auf der Erde war. Hilf
uns, den kommenden Dienst schnell zu erkennen und ihn zu verstehen.“
Bruder Lambert hatte einen
Befehl vom Herrn, Tucson zu verlassen. Auch wenn er nicht wußte, wohin er gehen
sollte – hatte er doch ein Wort vom Herrn, daß Er Seinen Geist irgendwo im
Osten ausgießen würde. So versuchte er nun, Führung vom Herrn zu bekommen,
wohin er gehen sollte. Er wollte dem Willen Gottes nicht mehr vorauslaufen, wie
er es früher getan hatte, und zum Propheten konnte er nicht mehr gehen, um eine
Antwort zu bekommen. <Es war> wie er es seiner Frau sagte:
„Ich weiß es nicht, Shirley.
ER hat gesagt: ‚Verlasse Tucson.’
Ich muß einfach durch Glauben gehen. In meinem Herzen fühle ich, daß ich in den
Süden gehen sollte. Laß mich mit dem Süden anfangen, und wenn ich durch Glauben
gehe, wird der Herr mir zeigen, wohin.“
Er hat nie gesagt, was es war, aber an dem Tag, als seine Familie Tucson
verließ, geschah etwas Übernatürliches, wie Bruder Bob sagte.
Eine
1200 Meilen lange Reise in Richtung Osten führte sie durch die Südstaaten
Arizona, Neu Mexiko und Texas bis nach Many in Louisiana.
Obwohl
Bruder Lambert es genoß, von dem dämonischen Druck befreit zu sein, der auf
Tucson lag, hatte er keineswegs die Absicht, nur zu entspannen und „zu jagen
und zu fischen, bis Jesus kommt.“ In der unmittelbaren Umgebung gab es keine
Botschafts-Gemeinden. So glaubte er, den Gläubigen vor Ort von Nutzen sein zu
können, die sich in Hauskreisen oder in einem angemieteten Gebäude versammeln
wollten. Er vergaß nicht, daß er von Gott einen Auftrag hatte, während seine
Predigerfreunde ihm Anfang 1965 bekannten, daß sie in ihrem Leben keinen Ruf
von Gott hätten. Ihnen hatte er gesagt: „Brüder, ihr müßt euch über gar nichts
Sorgen machen. <An eurer Stelle> würde ich mit dem Predigen aufhören und
einfach vorwärts gehen. Aber für mich betet bitte. Ich bin in Schwierigkeiten!
Ich bin IHM begegnet und habe mit IHM gesprochen.“
Nur
wenige Wochen nach dieser Begebenheit – Bruder Branham hatte über die
Wiedererstattung des fünffältigen Dienstes gesprochen – beeilten sich
die<se> Predigerbrüder, von Bruder Branham ordiniert zu werden. So wurden
am 18. April 1965 fünfzehn Männer ordiniert. ( Ändert Gott je Seinen Willen über Sein Wort? )
Bruder
Bob begann damit, einer kleinen Gruppe in Many zu dienen. Er rief dazu auf,
sich von Sünde und Unglauben zu trennen, ermahnte und führte sie den Weg zu
einem fleißigeren, regelmäßigen Gebetsleben und forderte die Leute auf, die
Gemeindeordnung in ihrer Versammlung so weit wie möglich zu beachten. Er
predigte auch die Token-Botschaft – eine Ausgießung des Heiligen Geistes auf
diejenigen, die zur Braut gehören wollen – mit der Kraft, wie sie der Gemeinde
am Tage zu Pfingsten gegeben worden war.
Danach
begann er auch an anderen Orten dieser Region zu predigen. Nach einer Serie von
Zusammenkünften in Many, ging Bruder Bob nach Shreveport, wo es eine kleine
Gruppe von Gläubigen gab, die Bruder Branham im Life Tabernakel gehört
hatten...
Bruder
Lambert nahm seinen Text von Mt. 19:12 und Esther 1:1-5 und predigte über „Die
Eunuchen des Herrn Jesus Christus.“ Er verglich einen geistlichen Eunuchen mit
dem natürlichen, dessen Unterscheidungsmerkmal darin besteht, daß er keinen
eigenen Samen hat, aber ein geistlicher Eunuch wird nur den Samen des Königs
ausstreuen. Er sagte dann: Jedesmal,
wenn ihr seht, wie ein Mann für Popularität (auch: Beliebtheit), Geld oder
sonst irgend etwas mit der Abendlicht-Botschaft Kompromisse macht, dann wißt
ihr, daß er kein geistlicher Eunuch ist. Und dann bezog er seine
Bemerkungen direkt auf das Publikum: „Leute,
ihr solltet lieber <genau> darauf achten, wer euch mit dem Wort Gottes schwängert. Ihr solltet lieber sicherstellen,
daß es ein geistlicher Eunuch ist, der zu euch predigt. Es ist besser, wenn ihr
nicht irgendeinen zu euch predigen laßt, nur weil er behauptet, die Braut
zuzubereiten. Es gibt nur eine Botschaft, die die Braut vorbereitet (oder:
zubereitet), und das ist die Botschaft des Eunuch-Propheten von Mal. 4. Er
allein hat 100 Prozent Wortsamen gesetzt, unvermischtes Wort Gottes.“
Es
gibt viele Leute, die sagen, sie wünschten sich Pfingsten zurück. Aber Bruder
Lambert stellte eine harte Frage: „Schön,
aber wollt ihr auch einen Ananias und eine Sapphira? Es kommt der Tag, da
werden Sünder nicht in der Versammlung der Gerechten und dem Königreich Gottes
stehen, weil sie auf- (oder: heraus) gerufen werden. Wir sagen <so
leicht>, wir wollen ein neues Pfingsten, aber wir wollen nicht den Preis
bezahlen, der damit verbunden ist.“
...
Bruder
McGahee begleitete Bruder Bob nach Indiana, wo sie Bruder Orman Neville, den
Pastor des Branham Tabernakels trafen. Bruder Neville hatte eine
Predigtverpflichtung, daher gingen die Brüder mit ihm zu einer kleinen Gruppe
in Pekin zu einer Montagabend-Versammlung (am 13. Juni 1966). Da Bruder Lambert
gebeten wurde, vor der Botschaft ein Zeugnis zu geben, sagte er folgendes: Wenn ich heute abend etwas sagen soll, möchte
ich, daß es etwas ist, das euch helfen kann. Ich meine, viele Leute sagen
heute: ‚Preis Gott, Bruder Bob, die Entrückung steht bevor.’ Ich kann das
selbst nicht so sehen, denn ich glaube, wenn die Entrückung heute abend geschähe
– und wir schauen jetzt einmal nicht auf die Vorherbestimmung –, dann wüßte ich
nicht, wer daran teilnehmen könnte. Denn wir sind <ja> gar nicht in der
<nötigen> Verfassung für die Entrückung. Ich glaube, daß wir schon
recht lange nur Gemeinde spielen und daß da etwas kommen wird vom Herrn. Ich
glaube, daß es Gericht am Hause Gottes sein wird. Ich meine, daß wir das
benötigen. Ich meine, das wird unsere Errettung sein.
Es gibt eine Menge Leute, die eine Erfahrung mit
dem Tonbandgerät haben anstelle einer Erfahrung mit Jesus. Es ist die
Erfahrung, daß der Herr Jesus euch durchbringen wird. Ich muß das sagen, denn
es ist die Wahrheit. Es tut mir weh, das zu sagen, aber die Menschen, die sich
Braut Christi nennen, leben weniger <aus> als andere, die ich kenne.
Sie sitzen herum, weinen und wünschen sich: „Oh,
Mose, komm zurück...“ Wenn Mose zurückkäme, wären wir auch in keiner besseren
Verfassung als jetzt. Und wir sind in einem bedauernswerten Zustand. Bruder, ich
halte Ausschau nach all dem, was sie am Tag zu Pfingsten hatten, und mehr. Ich
halte Ausschau nach dem Offenbarwerden der Söhne des lebendigen Gottes.
Bruder Branham war nichts
anderes als die Erstlingsfrucht, die zur Reife kommt, um eine doppelte Portion
Gottes hervorzubringen, die Er
uns für diese Stunde verheißen hat. Er wird eine Braut präsentieren. Glaubt
doch bitte nicht, daß Gott eine Braut vorstellt, die niedergeschlagen ist und
<dauernd> sagt: „Mose, komm zurück und führe uns in die Entrückung.“ Wo
findet sich sowas im Wort Gottes? Es ist nichts weiter als eine
menschengemachte, fleischliche Interpretation.
Bruder Lambert beendete sein Zeugnis wie
folgt:
Ich möchte euch etwas sagen. Gott
hat mich nicht berufen, um mit jedem Kompromisse zu machen, nur um Gemeinschaft
zu haben. Deshalb sagte ich zu Bruder
McGahee: „Ich verstecke mich nicht da unten in den Wäldern von Louisiana,
sondern ich nehme dort meinen Stand ein und predige das Wort Gottes genauso,
wie Er es gegeben hat. Und in einer letzten Bitte um Gebet sagte er: „Wenn ihr das nicht mögt, was ich gesagt
habe, dann werdet ihr zweifellos nicht für mich beten.“
Bruder
Bob zog dann mit seiner Familie nur ein wenig weiter in eine Kleinstadt namens
Minden. Hier verweilte er als Pilger in einem fremden Land. Er diente denen,
die ihn hören wollten, und stellte die Verheißungen Gottes in Aussicht. Er
mahnte die Hörer zur Weihe und zum Gebet, um in die vollkommene Gemeinschaft
mit Gott einzutreten, die Er verlangt, und entlarvte satanische Auffassungen
und Lehren, die hereinkrochen und sich unter den Endzeit-Gläubigen offenbarten.
1966 Im August fuhren die Lamberts nach Miami, Florida,
um dort einige Freunde zu besuchen und zu ermutigen, die sie seit Beginn seiner
christlichen Erfahrung gekannt hatten. Dort brachte Br. Bob in der örtlichen
„Gläubigenversammlung“ drei Botschaften, nämlich „Satans Täuschung“,
„Eli-Priesterschaft“ und „Geistliche Eunuchen“. Die McGahee Familie reiste von
Tampa an und nahm an der Anbetung für den Samstags- und Sonntagsgottesdienst
teil. Er schloß seine Botschaft „Manifestation des Mann-Kindes“: Wenn das Mann-Kind manifestiert wird, dann
wird es über die Gemeindewelt Gericht bringen, weil sie das Zeichen abgelehnt
haben, das unter ihnen war. Halte das in deiner Bibel fest, Bruder, und achte
darauf, ob es stimmt – sie haben das Zeichen abgelehnt, das unter ihnen war. Und
das wird die schlußendliche Bestätigung von Mal. 4 sein!
Wiederum begann der Herr,
mit Bob Lambert über den Osten zu verhandeln (zu reden). Er befand sich eines
Tages in einem Einkaufszentrum in Miami und griff nach einer Bibel, die im
Wagen lag, und las darin: Geist,
Wasser flossen unter dem Thron, dem Osttor, hervor. (Hes. 47) Er
bekannte, daß er es nicht verstand.
Bevor sie Florida wieder
verließen, besuchte er Br. McGahee
in Tampa. Um vier Uhr morgens kam der Herr ins Haus und zeigte
ihm Dinge, die den Osten betrafen. Die Gegenwart war so gewaltig, daß die
McGahees zum Gebet auf ihre Knie gingen, aber sie verstanden nicht, was
vorging. Br. Bob kehrte nach Minden zurück und wußte noch immer nicht, wo der
Herr ihn haben wollte.
Die Zeit verging langsam
in Minden. Bob Lambert bezog eine kleine Pension auf Grund seiner militärischen
Untauglichkeit. Er brauchte daher keine Opfer von armen Gläubigen, um seine
Ausgaben zu bestreiten. (Tatsächlich hatte er in Miami ein Opfer großzügig
ausgeschlagen und den Pastor gebeten, das Geld statt dessen für dessen
Radio-Predigten zu verwenden.)
Bruder Bob verließ sein
Heim oft früh am Morgen und sagte, er würde Eichhörnchen jagen gehen, doch
verbrachte er den Tag öfter damit zu weinen und zu beten, seine Sünden zu
bekennen und den Herrn um Weisungen zu bitten. Wenn er betete, sagte er: Herr, ich bin krank von all diesen Dingen.
Du kannst keine Braut erbauen. Du kannst keine Gemeinde haben. Er lief
den ganzen Tag weinend herum. Ich
steige vom Pferd und weine; ich schieße ein Eichhörnchen und weine; ich steige
aufs Pferd und weine; zu Hause weine ich im Bett. Ich weine die ganze Zeit, weine,
weine, weine.
Und dann gehe ich hinein
und will meine Bibel lesen. Ich öffne sie, und da ist es wieder, das Kapitel 47
von Hesekiel. Und es heißt: Wasser
flossen unter dem Osttor hervor. Oh, Er füllt mich damit ab (oder packt mich damit
zu). Oh, Herr, was? Wasser flossen unter dem Osttor hervor. Was? Und je mehr
ich darauf schaue und je länger ich es lese, kommt umso mehr der Geist um es zu
salben. Ich sage: Herr was möchtest Du mir zeigen? Ich lese alles über den
Tempel und die Wasser, die herausfließen, unter dem Osttor herausfließen, bis
hierher reinigen, und dann ein Fluß, den man nicht überschreiten kann – Geist
und Salbung überall um mich herum.
Nun,
am nächsten Tag habe ich das alles vergessen, und wenn ich sage: Ich lese ein wenig
in meiner Bibel... ‚Menschensohn, Wasser kommt unter dem Osttor hervor.’ Und Er
kommt wiederum. Und ich fange an zu schreien und zu weinen, zu schreien und zu
weinen. ‚Herr, was meinst Du hier? Ich verstehe es nicht.’ Und ich lese es
wieder und wieder und kann nichts daraus machen.
Bruder Bob fuhr fort zu
weinen und zu beten und wartete weiterhin auf den Herrn und suchte eine Antwort
auf die Frage, wo der Geist des Herrn ausgegossen werden würde und was er tun
sollte im Dienst für den Herrn. Gott hatte seine Arbeit in Arizona und in
Louisiana nicht wirklich gesegnet. Jedesmal, wenn es danach aussah, als würde
etwas beginnen, geschah etwas, das alles zum Einsturz brachte und ihn
weiterziehen ließ. Wieder einmal hatte er eine Heimsuchung vom Herrn. Innerhalb
von zwei Wochen würde er weiterziehen. Er sagte es seiner Frau und bereitete
sich auf den nächsten Umzug vor. Aber auf den Schock seines Lebens war er nicht
vorbereitet, wie er es später nannte.
Eine echte Bewegung
Gottes erfordert oft eine Vorbereitung auf zwei Seiten oder bei mehreren
Parteien, die Er für Seine Ziele gebrauchen möchte. So war es auch in diesem Fall.
1967 Es
war Februar oder März, als einige Brüder in Connecticut feststellten, daß sie
einen Pastor brauchten, der den Bedürfnissen der Botschaftsgläubigen dienen
würde. Sie beauftragten einen aus ihrer Gruppe, Kontakt zu Br. Bob aufzunehmen
und ihn einzuladen. ...
Etwa zur selben Zeit
erhielt Br. Bob eine weitere Einladung, irgendwohin nach Texas umzuziehen.
Weil er in den vergangenen
Monaten viel im Gebet gewesen war, um den Willen des Herrn für sein Leben
herauszufinden, war er überzeugt, daß der Ruf aus Connecticut vom Herrn war.
Also entschied er dorthin umzuziehen, obwohl er wußte, daß die dämonischen
Mächte dort sehr stark waren und die Gegend den Ruf genoß, der „Friedhof für
einen Prediger“ zu sein! Frühere Reisen nach Connecticut hatten stattgefunden,
als er noch ein Novize war und nicht wirklich vorbereitet darauf, den Dienst
eines Pastors zu versehen.
Einigen Zweifeln zum
Trotz wollte er doch Gott völlig vertrauen, daß Er einen Weg für ihn bereiten
würde, und packte zügig seine Sachen...
Bruder Lambert war mehr
als ein Dutzend mal umgezogen, um einen Platz zu finden, an dem er dem Herrn
dienen konnte. Er hatte den Eindruck, daß die meisten seiner Probleme von
Frauenpredigern verursacht worden waren. Nicht wenige Frauen waren aktive
Prediger in der einen oder anderen Gemeinde, aber viel mehr waren Prediger
durch ihre Ehemänner. So beeinflußten sie und unterwarfen sie andere ihrem
Willen durch Geschwätz oder durch bewußte Mißachtung der Wahrheit. Es wurden
Lügen erzählt über Bob Lambert und seine Familie; seine Weihe Gott gegenüber
wurde in Frage gestellt; seine Hingabe, den Gemeindemitgliedern der kleinen
Versammlungen zu dienen, wurde bekrittelt. Sogar seine Predigerfreunde wurden
durch solche Lügen beeinflußt, die ihnen von unbußfertigen Frauen eingeflüstert
worden waren, die unbedingt seinen Einfluß töten wollten. Sogar der gefestigte
Bruder Orman Neville wurde eine Zeitlang durch die Lügen einer Frau gegen Br.
Bob beeinflußt.
Wie Br. Bob es selbst
dargestellt hat:
Ich
habe viele Jahre mit Teufeln in Frauen gekämpft. Ich habe versucht, eine
Gemeinde in West-Virginia, eine in Arizona aufzubauen; ich habe es in
Shreveport, Louisiana versucht; ebenso in Many, Louisiana. Und wollt ihr
wissen, was mich jedesmal zum Aufgeben zwang? Frauen! Frauen! Sie haben mich
zweimal in Connecticut hinausgetrieben; sie haben mich aus Many und aus
Louisiana hinausgetrieben. Wo immer ich gepredigt habe, kam der Geist
Gottes. Wenn ich gepredigt habe, kamen die Leute bis aus Texas und von überall
her. Wo ist die Gruppe, die jetzt in Shreveport ist? Wie ist sie dort
entstanden? Der Herr hatte meinen Dienst gesegnet und sie alle herausgerufen
aus der Gemeinde von Jack Moore, wo Br. Branham all die Jahre gepredigt
hat. Einige seiner ältesten Mitglieder. Und was geschah dann? Nachdem die Leute
das gesehen hatten und gesegnet wurden, hörten sie auf den Teufel in einer
Frau, die sich querstellte und mich aus der Stadt vertrieb.
Wenn er nun, geführt vom
Herrn, das dritte Mal nach Connecticut zurückkehrte, dann tat er dies mit dem
festen Entschluß, daß der Teufel hier
seinen letzten Tag gehabt haben sollte. Das sollte das letzte
Schlachtfeld mit dem Teufel sein. In Erinnerung an ein Gemälde von einem
berühmten Teilnehmer des Bürgerkriegs..., formulierte er diese Herausforderung:
Es wird
kein Teufel der Hölle groß genug sein, um mich aus Neu England hinauszuwerfen.
Ihr habt doch von 'Custers letztem Einsatz' gehört (und die Teufel waren dort
stärker als die Philister um die Mauern Bethlehems herum). Dies ist Custers
letzter Einsatz! Habt ihr das gehört? Das ist LAMBERTS LETZTER EINSATZ!
Er war
gründlich vorbereitet worden auf diese Herausforderung. Einige derselben
Geister, die auch Br. Branham geplagt hatten, erhoben sich in der Versammlung.
Geister, gegen die er konsequent angepredigt hatte, wollten sich seinem Dienst
nicht unterwerfen. Männer standen in der Versammlung auf, die zwar selbst
verführt, aber dennoch sicher waren, daß sie einen Dienst für die Braut hätten.
Andere gaben vor, sie hätten einen prophetischen Dienst. Br. Bob mußte in
der Gemeinde sogar darum kämpfen, daß ein Verlangen nach den Verheißungen
erhalten blieb, von denen Gottes wahrer Prophet, Br. William Marrion Branham,
so oft gesprochen hatte.
In ihrer neuen
Heimat Connecticut begann Bruder Lambert (März 1967) im Haus von John und
seiner Frau Versammlungen durchzuführen. Nach ein paar Treffen kündigte Br. Bob
an, daß sie "das Nest wechseln" würden. Offenbar gab es einige in der
Gruppe, von denen bekannt war, daß sie Spaltung bringen würden, und so hoffte
er, daß diese Leute wegblieben, nachdem er mit der Versammlung umgezogen war.
Daher wurden die Gottesdienste dann im Keller des Hauses eines
Gemeindemitglieds in Hamden durchgeführt, nämlich bis zum Sonntag, den 10.
Dezember 1967. Er stellte dabei fest, daß die Gemeindeordnung in einer
Privatwohnung allenfalls nur schwierig aufrechtzuerhalten war, und zog mit der
Gemeinde nach North Haven in die Halle eines Gutshofes um. Und schließlich
wurden im April 1968 die ersten Gottesdienste in einem angemieteten Gebäude in
Durham, Connecticut, abgehalten, den früheren „Durham Säuberern“ (Durham
Cleaners).
Kapitel 9
(Auszug)
Aufbau einer Gemeinde, Kadesh
Barnea
Mein
Freund ist gleich einem Reh oder jungen Hirsch. Siehe, er steht hinter unserer
Wand und sieht durchs Fenster und guckt durchs Gitter. Das
Hohelied Salomos 2:9
Ich tue euch aber kund, liebe Brüder, daß das
Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht menschlich ist. Denn ich habe es
von keinem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu
Christi. Gal. 1:11-12
Mich
wundert, daß ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in
die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium; so doch kein anderes ist, außer
daß etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi
verkehren. Gal. 1:6-7
Die
Reise von Virginia über Florida, New York nach
Connecticut und Arizona zurück über Florida und
Virginia nach Arizona und Louisiana und
schließlich nach Connecticut erforderte – mit vielen Abzweigungen und
Zwischenaufenthalten unterwegs – insgesamt 8 lange Jahre. Nachdem Bob
Lambert eine übernatürliche
Bekehrung erlebt, Visionen zu den kommenden Gerichten Gottes
gesehen und verschiedene
Heilungen erlebt hatte und ihm der Dienst des Botschafter-Propheten an
das siebte Gemeindezeitalter gezeigt worden war, reiste er viel durch die
USA, gewann viele Freunde - und machte sich nicht wenige Feinde. Sein
unbeugsamer Stand auf dem Worte Gottes, sein Eifer
und seine Beharrlichkeit, die heutige Gemeinde auf den Christus
der Bibel zu verweisen, hatte zum Ergebnis, daß ihn zwar viele liebten, aber
weit mehr noch die Botschaft ablehnten, die er ihnen brachte.
Auch
die moderne Pfingstbewegung, die doch das Banner für das Zeitalter trug, das
auf die Erfahrungen in der Asuza Straße gefolgt war, wollte diesen Mann nicht
hören, obwohl er ein so bewegendes und mächtiges Zeugnis hatte. Vielleicht war
es sein Mangel an Bildung und sein spezielles Virginia-Englisch, das viele
gestört hat; aber wahrscheinlicher ist, daß es seine kompromißlose Haltung
gemäß den Lehren der Schrift gewesen ist. Er predigte die Wassertaufe im Namen
Jesu Christi; die Notwendigkeit einer echten Erfahrung der Taufe des Heiligen
Geistes, wie die Urgemeinde sie hatte, um zur Entrückung berechtigt zu sein;
die schriftgemäße Stellung der Frau in der Gemeinde und ziemliche Kleidung.
Viele liebten die moderne weltliche Unterhaltung: Sport, Fernsehen, Kino,
öffentliche Badeanstalten. Das war es, was ihm den Zugang zu ihnen vermauerte.
Und
sicherlich predigte er eine Botschaft, die die Hörer dazu zwang, sich ihrem
wahren geistlichen Stand zu stellen. Seine Worte nötigten viele, in die dunklen
Winkel ihrer Seele zu blicken, und was sie dort fanden, war so, daß sie es
weder sehen noch aufdecken wollten, um darüber Buße zu tun. Viele erkannten
ihren Stolz, andere ihre Liebe zum Geld, einige ihr Vergnügen daran, andere zu
beherrschen, und wieder andere erblickten eine Lust des Fleisches, die sie vom
häuslichen Herd weggezogen hatte. Es gab viele, die Bob Lambert hörten und die
sich nicht eingestehen wollten, daß die Grundlagen ihres Glaubens brüchig und
zerfallen waren.
Bob Lambert predigte und
zeugte wo immer er konnte – in Gemeinden, in Kinos, auf Seitenstraßen, von Haus
zu Haus, und oft fühlte er sich vom Geist geleitet, zu irgendeiner Person ein
paar Worte zu sagen, die offen dafür war, das Evangelium Christi zu hören.
In den ersten Jahren nach seiner
Bekehrung versuchte Bob Lambert andere Menschen zu finden, in denen sich der
Geist Gottes bewegte, und wollte ihnen Glauben schenken, wenn sie erzählten,
daß sie <etwas> vom Herrn gehört hatten, daß sie geistliche Visionen
sahen und daß der Herr sie für große Dinge gebrauchen würde. Sein Verlangen
danach, mit Geist-geführten Menschen Gemeinschaft zu haben, hatte zur Folge,
daß er mit vielen Gruppen und Einzelpersonen viel Zeit verbrachte. Einige der
Männer, die er aufgesucht hatte, kannten sich mit den Diensten im Fernsehen und
im Radio aus, einige beanspruchten, Propheten zu sein oder Söhne der Propheten,
aber es gab auch einige, die offen sagten, daß sie keinen wahren Ruf von Gott
als Grundlage für ihren Dienst hatten, sondern nur das Verlangen spürten zu
predigen.
Nachdem
er die aufgezeichneten Predigten William Marrion Branhams, dem
Endzeit-Botschafter, kennengelernt hatte, dessen Dienst in der Schrift
prophezeit war, erkannte er, daß dies der Elia war, den Gott ihm bei seiner
Bekehrung gezeigt hatte und der gemäß der Prophezeiung von Maleachi kommen
sollte. So rasch wie möglich hörte er alle Predigten, die er zu der Zeit in
Miami bekommen konnte, und wollte dann diesen Mann persönlich hören, der nicht
nur einen übernatürlichen Ruf hatte, sondern auch dieselbe Kraft demonstrierte,
die nach Ausgießung des Heiligen Geistes das Hauptmerkmal der
neutestamentlichen Gemeinde war. Danach hörte er diesen Mann Gottes, sooft er
konnte, und bekam seine Belehrung aus den Predigten und gelegentlich auch aus
privaten Interviews.
Die
Unterweisung in der Gerechtigkeit höher schätzend als sein tägliches Brot, war
er persönlich dabei, wenn Bruder Branham viele seiner außerordentlichen
Botschaften brachte. So hatte er das Vorrecht, bei dem Jagdausflug mit Bruder
Branham 1963 dabeizusein, als ein Schneesturm auf ein Wort des Propheten
gestoppt wurde. Und es war Bruder Bobs großes Vorrecht dabei zu sein, als
Bruder Branham beim seinem letzten Abendmahl diente (Tucson Tabernacle, 12.
Dez. 1965).
Ungefähr
sieben Jahre lang bis zum Heimgang Bruder Branhams hat Bruder Lambert die
Führung Gottes für seinen eigenen Dienst gesucht. Wie er verschiedene Male
angemerkt hat, ist er wenigstens 75 mal umgezogen, aber trotzdem fand er
nicht den Ort, wo er zum Wohlgefallen Gottes hätte dienen können. Gleich
nachdem er im Oktober 1965 in Tucson angekommen war, um einem anderen Bruder zu
helfen, sprach der Herr zu ihm: „Geh hinaus aus Tucson!“ Kurz davor
hatte der Herr ihm gezeigt, daß ER ein großes Werk im Osten tun würde.
Nach
dem Begräbnis des Propheten war Br. Bob mit seiner Familie Richtung Osten nach
Louisiana gezogen, wo er in der Kleinstadt Minden etwa ein Jahr lang blieb und
von Zeit zu Zeit einigen lokalen Versammlungen in der Mitte und dem Südosten
der USA diente.
Er
verbrachte viel Zeit mit Beten und Fasten, und der Geist wie die Gegenwart des
Herrn begleiteten ihn ständig. Dabei wurden ihm immer wieder Hesekiel 47 und
die Dinge, die mit dem Osten zu tun hatten, in Erinnerung gebracht. Oft ritt er
mit dem Pferd durch die Wälder, um allein zu sein und auf den Herrn zu warten.
Irgendwann Februar oder März 1967 sagte er seiner Frau wieder einmal, daß sie
binnen zwei Wochen wegziehen würden. Ein paar Tage später bekam er den Anruf
aus Connecticut, wo er schon zwei Gefechte mit den Mächten der Finsternis
ausgetragen hatte.
Nachdem er in Connecticut eingetroffen war, begann er
sogleich zu predigen und die Regeln und Verfahrensweisen wieder aufzurichten,
die er bereits überall im Land versucht hatte, den Leuten nahezubringen. Er
predigte über Gemeindeordnung, über den Platz der Frau zu Hause und in der
Gemeinde und über die Notwendigkeit, regelmäßig und inbrünstig für den Dienst und
die Gemeinde zu beten. Er predigte, daß, wer an der Entrückung teilnehmen
möchte, nur dann würdig ist, wenn er die neue Geburt und die Taufe des Heiligen
Geistes hat – wie sie zu Pfingsten gegeben wurde. Er verwies seine Zuhörer
beständig auf den Propheten und Botschafter des siebten GZA, William Marrion
Branham, und sagte ihnen, daß sie diesen Dienst hören müssen. Ein Teil der Weihe vor dem Gottesdienst bestünde
auch darin, auf dem Weg dorthin still zu sein und sich der Anbetung mit
Aufrichtigkeit und Ehrfurcht zu nähern. Und er predigte, daß eine mächtige
Ausgießung der Kraft kommen würde, wie sie die erste Gemeinde gehabt hat. Er
sagte: Ich möchte euch etwas sagen:
Dieser Tempel, dieser geistliche Tempel des Herrn Jesus Christus wird eines
Tages eingeweiht und gewidmet durch den Heiligen Geist. Und das wird dieselbe
Art der Einweihung sein, die sie im Obersaal empfangen haben. Es wird plötzlich
zu Seinem Tempel kommen. Jesus Christus wird plötzlich zu Seinem Tempel kommen.
Seine eigene Weihe zum Dienst
für den Herrn erforderte, daß er sich von der Gemeinschaft mit den Brüdern
trennte und bibellesend und betend allein in seinem Raum blieb, um
auf den Herrn zu warten. Er hat bezeugt, daß dabei ein übernatürliches Wesen zu
ihm kam und ihm Dinge sagte und sein
Verständnis öffnete für etwas, das ihm schon früher gezeigt worden war. Dies
Wesen gab ihm Offenbarung über viele Dinge, so daß er die Leute ermahnte: „Es
geht etwas vor sich. Es ist eine große
Sache und ist unter euch, und keiner von euch weiß, was vor sich geht. Es ist
besser, wenn ihr anfangt zu beten. Während dieser Zeit fuhr er damit
fort, „das Wort auszulegen (lay out) und
das Schlußstein Zeichen zu beweisen, Woche für Woche, Jahr für Jahr."
Es war etwa
auch um diese Zeit, daß Sich der Herr Bob Lambert zeigte. Er hat es so
berichtet: "Eines Nachts - ich
habe den Herrn nicht einmal gesucht, da kam Er zu mir. Ich sah mich selbst, wie
ich in einem sehr ungewöhnlichen Haus stand, das das Haus des Gebets
darstellte. Es war verlassen, und ich habe das zunächst nicht verstanden. Ich
schaute durch die Tür. Es war eine Art Gittertür, und ich spürte, wie Jemand
mich ansah. Ich dachte: 'Ich sollte mal zu dieser Tür hingehen, ich glaube, da
beobachtet mich Jemand.' Ich ging dorthin und guckte so hinunter. Als ich
hinunterguckte, guckte jemand auf der anderen Seite auch herunter. Und ich
schaute ins Gesicht von Jesus. Oh! Es nahm mir fast den Atem. Ich riß
die Tür auf und sagte: 'Jesus!' Er trat so zurück und war verschwunden.“
Bruder Bob hatte wenig Gemeinschaft
mit anderen Predigern, und als er feststellte, daß einige seiner Lehren
strittig waren, untersagte er seiner Versammlung, draußen etwas von dem
weiterzuerzählen, was er gepredigt hatte.
Nach einigen
Versammlungswochen im Haus eines Gemeindemitglieds kam Opposition auf von
verschiedenen Seiten. Darum sagte er zu einem der Brüder: Wir müssen das Nest wechseln. Er
hoffte, daß damit die gegnerischen Kräfte die Versammlung verlassen würden.
Dann hielten sie ihre Gottesdienste im Keller eines anderen Gruppenmitglieds
ab. Nach einer gewissen Zeit, so wird berichtet, hat die Frau des Hauses den
Gottesdienst nicht einmal mehr besucht. Er sah nun, daß die geistliche Qualität
der Treffen unter diesen Umständen nicht besser werden konnte. Deshalb zog Br.
Lambert mit der Versammlung in eine angemietete Halle um. Das war schon mal
eine Verbesserung, aber dann mußte er lernen, daß er erst einmal die bösen
Geister aus dem Gebäude herauspredigen mußte. Diese dunklen Kräfte waren nach
dem Gebrauch der Halle für Parties und andere weltliche Zwecke im Verlauf der
Woche zurückgeblieben.
Im April 1968 – etwas mehr als
ein Jahr nach seinem Umzug nach Connecticut – zog Br. Bob mit der Versammlung
zu den ehemaligen Durham Cleaners (s.o.), die umgewandelt wurden, statt wie
bisher Kleider nun die Seelen zu reinigen. In der Zwischenzeit waren einige der
zersetzenden Elemente ausgeschieden, und nun glaubte Br. Bob, daß er die
Keimzelle einer Gruppe hatte, die vorwärtsdrängen würde, um die Ausgießung des
Geistes zu bekommen.
Während sich in diesem ersten
Jahr die Gemeinde festigte und bekannt gemacht bzw. gegründet wurde auf die
Lehren und Verfahrensweisen, die seiner Überzeugung nach die Gruppe auf eine
Erweckung vorbereiten würden, kam etliche Leute neu zur Versammlung. Am Samstag,
den 22. April 1967, hielt Bill Mallison bei der Wohnung Br. Bobs an, mußte aber
lernen, daß er noch auf den Herrn wartete. (Vor einiger Zeit hatte er jemanden
aufgefordert, seine Kritik an Br. Bob einzustellen, indem er sagte: „Ich werde
eines Tages unter dem Dienst dieses Mannes sitzen.“) Am nächsten Morgen saß er,
nachdem er jahrelang einen Bart getragen hatte, ordentlich rasiert im
Gottesdienst...
Es gab einige unter den
Gläubigen der Endzeitbotschaft, die Bruder Branham als Gott auf Erden oder
Jesus Christus im Fleisch betrachteten und darauf warteten, daß er auferstehen
und in einem großen Zeltdienst die Dinge erfüllen würde, von denen er entweder
Visionen gesehen hatte oder über die in Träumen gesprochen worden war. Andere
vertraten die Ansicht, daß alles bereits erfüllt und daß die Braut mit Öffnung
der Siegel in ihren Dienst eingetreten sei und daß es nichts mehr zu predigen
gäbe, weil der Prophet schon alles gepredigt hätte! ... ...
Im November 1968 besuchte Bob
Lambert mit einigen Mitgliedern seiner Gemeinde das Erntedankfest in
Jeffersonwille. Seit dem Heimgang Br. Branhams war es für Gläubige zur
Gewohnheit geworden, sich dort zu treffen und Bänder zu hören. Einige
erwarteten zweifellos wieder, daß der Prophet auferstehen würde. Die Gruppe aus Durham glaubte so etwas nicht, aber sie
freuten sich, dort alte Freunde zu treffen und um das Wort Gottes versammelt zu
sein und Ihn anzubeten. Obgleich sie vor der Abreise gewarnt worden waren, daß
in Jeffersonville eine Prüfung auf sie warte, hatten sie keine Ahnung davon,
daß Satan für sie eine Falle aufstellen würde, die im Ergebnis zu einer ernsten
Züchtigung für einige führte, nachdem sie nach Hause zurückgekehrt waren. ...
Es war auch eine kleine Gruppe aus Tampa dort, und von ihnen wurde ein Prediger
vorgestellt, der Ermahnungen aussprach und eine Predigt hielt. Offenbar glaubte
er, ein Prophet zu sein, denn er prophezeite für den nächsten Frühling, daß
sich ein großes Volk erheben würde, scheinbar in der Entrückung. Er predigte
eine ganze Zeit lang, und viele hörten intensiv zu und lobten und priesen Gott. Er war auf einem „vierzig-Tage-Prophet-Fasten“
gewesen. Jedoch verband er sein Bekenntnis, die Botschaft Bruder Branhams zu
glauben, mit dem Eingeständnis, daß er nur in ein oder zwei Punkten nicht übereinstimmen
würde. Das hätte eigentlich ein rotes Warnlicht sein müssen, aber etliche haben
nicht darauf geachtet. Br. Bob hatte den Eindruck, daß er dem Treffen
fernbleiben sollte, um dann später mit seinen Schafen darüber zu reden. Zu
Hause hat er diejenigen scharf gerügt, weil sie einer solchen Häresie zugehört
hatten. Er nannte das alles eine intellektuelle Interpretation und wies darauf
hin, daß Br. Branham immer gesagt habe, daß die falschen Geister der Endzeit um
das Millionstel eines Haares betrügerischer wären als beim Letzten Abendmahl.
Im
Februar 1967 kam eine Reihe von Predigern zur Versammlung nach Tampa, wo Br.
McGahee die Treffen in seinem Haus durchführte. Einer von diesen Männern, der
gerade zwei oder drei Predigten von Bruder Branham gehört hatte, fühlte sich
qualifiziert, die Botschaft zu predigen. Die meisten hatten nicht mehr als ein
„soziales Evangelium“. ...
Während
Bob Lambert sich in Miami bei Freunden aufhielt, bekam er einen
Anruf von Br. Carlton McGahee, der ihn einlud, etwas Zeit in Tampa zu
verbringen. Br. Bob sagte ihm, er könne nicht außerhalb seiner eigenen
Versammlung predigen, es sei denn der Herr führe es definitiv anders. Außerdem
hätte er sein Ticket für dem Heimflug nach Connecticut schon für die Strecke
von Miami gelöst. Nachdem Br. Carlton ihn überredet hatte, sagte er zu, für
einen kurzen Besuch zu kommen und dann von dort heimzufliegen.
Br.
McGahee und der Schreiber dieser Zeilen fuhren am Samstag Nachmittag nach
Miami, nahmen dort die Brüder Bob und George auf und kehrten mit ihnen nach
Tampa zurück. Um 1 Uhr nachts kamen sie an und legten sich schlafen. Noch vor
dem Tagesanbruch kam eine Gegenwart ins Haus und weckte alle auf. Die Gegenwart
offenbarte Br. Bob, daß er dieser kleinen Gruppe im Haus von Br. McGahee predigen
dürfe. Das waren etwas 15-20 Personen. Deshalb predigte er dann von Sonntag
Nachmittag jeden Abend bis zum Sonntag (bis auf Samstag).
Nachdem
Br. Bob im Haus Br. McGahees gepredigt hatte, gelangte davon ein Bericht unter
die Botschaftsgläubigen, nämlich daß die „Tampa-Gruppe jetzt in Bob Lamberts
Camp sei!“ Da muß man schon die Frage stellen, weshalb im Falle all der anderen
Prediger, die ebenfalls dort gepredigt haben, kein solcher Bericht hinausging.
...
In
einer dieser Predigten hörten sie: "Geduld, um die Verheißung zu
ererben". Br. Bob sprach von den Verheißungen an Abraham. Dies würde eine
vollständige Trennung vom Unglauben erfordern. Er zeigte dann, daß, sobald
die Trennung von Lot vollzogen war, Gott zu Abraham kam, Seine Verheißungen
bestätigte und sie zu erfüllen begann. Er beendete seine Botschaft mit
dieser Feststellung: Das größte Problem unter den Auserwählten heute besteht
darin, daß sie keine Geduld haben, auf das LEBEN zu warten. Darum gehen sie
einfach weiter und bilden sich ein, es zu haben. Sie haben nicht die Geduld, auf das Token zu warten, gehen einfach
weiter und sagen: "Nun, ich habe es bekommen, als ich die Botschaft
annahm."
In einer
weiteren Botschaft, Titel: "Vergebliches Lärmen“, warnte er vor der Form konfuser Weitschweifigkeit, die sich schon wenige Tage später kundtun sollte. Er
beschrieb damit einen Menschen, der eine Offenbarung vortäuscht, und wie sich
dies abhebt von der Einfachheit und Klarheit einer wahren Offenbarung,
die zur Auferbauung der Leute Gottes dient. Er sagte, viele Prediger
würden sich selbst groß machen und vor den Leuten geistlich erscheinen wollen,
doch dann machten sie die Botschaft Gottes sehr schwer verständlich, und die Leute gehen mit vielen Fragen im Kopf nach Hause.
Sodann erklärte er, daß der Mangel an Glauben und das Versagen
im Gehorsam gegenüber
dem ganzen Wort Gottes einen Menschen daran hindert, in der Gnade zu wachsen, und
dieser "Mangel" wird zu seinem "Kadesh-Barnea"
werden. Er umschrieb die Worte des
Paulus an Timotheus und sagte: "Stell dich nicht hin und predige eine vorgebliche,
<nur> intellektuelle Konzeption meiner Botschaft. Sei kein Heuchler;
spiele vor den Heiligen Gottes nicht den Heuchler. Du mußt eine echte göttliche
Offenbarung über die Botschaft der Stunde bekommen und diese den Schafen
predigen."
„Denn," sagte er, „ich glaube, wenn ein Diener Gottes eine echte göttliche Offenbarung predigt, dann ist sie so einfach, daß sie alle Fragen
fortnimmt und die Schafe
im Glauben festigt und sie
auferbaut, stärkt und ermutigt. Die Schafe werden nur durch die Offenbarung der
Predigt des Wortes Gottes auferbaut. Das ist <auch> das Einzige, was die
Braut erbauen kann.“
Dann ergriff er die Gelegenheit und ging hart vor
gegen ein prominentes Beispiel einer vorgetäuschten Offenbarung, die als
"Auferstehungslehre" gekennzeichnet worden ist.
"Als der Botschafter der Stunde die Szene
verließ, da hat es so viel von dieser Art gegeben: 'Oh. ich weiß, es wird
eine Auferstehung in drei Tagen geben. Ich weiß es. Ich habe Glauben, und
wer das nicht glaubt, ist Schlangensame, denn es kommt auf den Glauben an, und
du bist ein Ungläubiger. Du glaubst gar nicht an die Botschaft Gottes, weil du
nicht an die Auferstehung nach drei Tagen glaubst.'
Und was war das? Da gab es Hunderte solcher Leute
überall in den USA, die vermeintlich Glauben hatten. Glaube ist eine
Offenbarung. Paulus sagte: 'Spiele nicht die Rolle eines heuchelnden
Predigers.' Bruder, wenn du sagst, daß du eine Offenbarung hast, und du hast
sie gar nicht, dann spielst du die Rolle eines Heuchlers!"
Als er kurz darauf mit einem Beispiel von
Geringschätzigkeit in der Versammlung konfrontiert wurde, tadelte er dies:
"Es ist schwer, wenn ihr nicht ehrfürchtig seid. Ich habe Mitleid mit den
Leuten, die böse und dunkle Herzen haben. Wie schrecklich das ist!"
Er merkte an, daß eine Botschaft von einem Prediger
ohne wahre Offenbarung bloß vergeblicher Lärm ist. Er kam dann zum
Schluß und beendete den Gottesdienst mit einem Gebet, in dem er
sagte:
"Herr, ich sage
aufrichtig, wenn ein Prediger nicht dieses Token predigt, dann ist das
vergeblicher Lärm."
Weil er ein wenig entspannen wollte, fuhr er mit seiner Familie und den
McGahees nach Maine und ließ Bruder George Parylla als Stellvertreter
zurück. Da schlug der Feind zu!
Von mehreren Frauen dazu ermutigt, ging ein
prominentes Mitglied der Versammlung, Bruder Cliff, zu Bruder George und
erzählte ihm, daß er einen Auftrag vom Herrn habe, eine Serie von 10 Predigten
zu bringen, dann würde die große Erweckung beginnen, auf die alle warten. Er
behauptete, daß er eine Visitation in einer Vision oder vielleicht auch in
einem Traum gehabt hätte (er war sich nicht ganz sicher, ob es vielleicht
Realität gewesen war) von sieben kleinen Vögeln, die Helme aufgehabt hätten.
Bruder George erlaubte ihm, am Donnerstag abend eine Botschaft zu predigen,
benachrichtigte davon aber Bruder Bob, der zurückrief und sagte, er solle das
Pult selbst behalten und bis zu seiner (Bobs) Rückkehr keine Predigt mehr
erlauben.
Nach seiner Rückkehr sagte er in einer Predigt: „Diese Versammlung möge zur Kenntnis nehmen,
daß Gott niemals einen Mann mit Macht und großer Autorität gebraucht, solange
Er ihn nicht trainiert hat. Ich möchte, daß ihr das versteht. Er trainiert
Seine Diener, bevor Er sie mit großer Macht bestätigt.“ ...
„Die
Braut Christi ist nicht verpflichtet, einem Einzelnen zu glauben, der mit einer
Offenbarung, einer Vision, einem Traum oder einer übernatürlichen Erscheinung
daherkommt. Die Braut Christi ist nicht gehalten, das zu glauben. Und ihr
werdet dafür auch nicht zur Rechenschaft gezogen, wenn ihr es nicht glaubt. ... Wird aber ein Mann wie William Branham von Gott untrüglich
bestätigt wird, dann seid ihr von Gott gefordert, diese Zeichen zu
glauben. Aber wenn ihr einem Manne glaubt, der vor euch ein Zeichen oder ein
Wunder tut, aber weder von Gott noch durch die Bibel bestätigt wurde, dann
steckt ihr in einem Unheil.“
...
Er nahm dann einen Text von 5. Mose 1:18-46 und
predigte eine kurze Botschaft: "Und Israel blieb viele Tage in
Kadesh." In dieser Predigt sagte er den Leuten, er glaube nicht, daß aus
diesem Predigen (des Bruders Cliff) irgend etwas hervorginge und daß die wahre
Erweckung nicht so beginnen würde. Aber die Leute sollten den Mann bis zum Ende
hören. Sie sollten ihn predigen lassen, bis er fertig wäre, und sich dann auf
die Buße vorbereiten, denn es würde gar nichts geschehen. Er sagte: „Bevor
<überhaupt> eine Erweckung kommen kann, muß es für die
Erweckung einen Preis geben. Und dieser Preis für die Erweckung sei
völliger Tod. „Und heute gibt es nicht eine Person in dieser
Versammlung, die <schon> bereit wäre zur Erweckung, nicht eine einzige
Person! Diese Braut wird mehr geprüft/getestet werden als jedes andere
menschliche Wesen, das jemals auf dieser Erde gelebt hat. Und Gott hat, um sie
zu täuschen, auf die Braut mehr Dämonen aus der Hölle losgelassen als in all
den anderen Zeitaltern zusammengenommen, bis die Täuschung - wie der Prophet
gesagt hat - einen Grad erreicht von 'einem Millionstel eines Haares'!“ Doch das, womit sie gerade zu tun
hätten, stelle einen Kopf voller Haare dar.
"Er weiß ja nicht
einmal, ob es eine Vision oder ob es Realität war. Wenn der Mann, der das
empfing, nicht einmal weiß, ob es real ist, möchte ich damit nichts zu tun
haben! Erweckung ist eine Bewegung Gottes in Kraft. Die Blinden sehen, die
Lahmen gehen, die Toten werden auferweckt und das Evangelium wird in der Kraft
der Auferstehung gepredigt. Wieder und wieder habe ich euch gesagt, dies ist
genau, wo ihr nun steht -- bei Kadesh-Barnea. Nicht weiter als bis
Kadesh-Barnea seid ihr vorangekommen. Ihr werdet keine Erweckung
haben und viele Tage in Kadesh bleiben!“
"Ich möchte euch eine Frage stellen. Ihr
alle hier, die ihr so geistlich seid, ich möchte euch fragen, wie viele von
euch weinen und klagen zwischen Vorhalle und Altar? Wie viele von euch haben
eine Bürde für die Verlorenen und Sterbenden, daß ihr für die Verlorenen seit
den letzten zwei Monaten geweint und geklagt habt? Keiner von euch wird eine Erweckung
erleben oder versiegelt werden, bevor ihr in diese Verfassung kommt."
Was Bruder Bob besonders quälte, war die Tatsache,
daß er seit zweieinhalb Jahren so hart im Worte Gottes gearbeitet und
so gewissenhaft gepredigt hatte, die meisten Leute aber dennoch, obwohl sie
behaupteten, besonders geistlich zu sein, von einem bloßen Wind der Lehre
getäuscht und davongetragen wurden, die auf nichts weiter als einem undeutbaren
Traum basierte. Er riet denen, die der Botschaft des "Predigers"
(also Cliffs) geglaubt hatten, sich einen anderen Hirten zu suchen, übergab die
Durham Versammlung der Aufsicht Bruder George Paryllas und beauftragte alle,
die sich im Irrtum befanden, rasch Buße zu tun, zu fasten und zu beten, ihre Herzen zu
reinigen und herauszufinden, was sie falsch gemacht hatten.
Der „Prediger“ fuhr fort mit seinen Botschaften, und es
waren dann tatsächlich elf, bevor er fertig war. Nachdem Bruder Bob nach Israel
abgereist war, konnte
man aber feststellen, daß seine Worte (Cliffs) einen weniger vertrauensvollen
Klang hatten, was die erhoffte Erweckung anging.
...
Während ihres Urlaubs besuchte die Familie des
Berichterstatters die letzten vier der elf Botschaften dieses
"Predigers".
Es gehörten dazu viele Lesungen aus der Schrift,
insbesondere des NT, und ein paar Kommentare zwischendrin. Offenbar erwartete
er von seinen Hörern, daß sie die tieferen, verborgenen Wahrheiten darin durch
Offenbarung erlangten, was im Ergebnis die Erweckung bringen sollte. Doch
schien er dabei, wie schon erwähnt, weniger sicher geworden, was das Eintreffen
des angekündigten Zieles betraf.
...
Während seiner elften - der abschließenden - Predigt
machte er eine zutreffende Aussage: "Es hat so viel Unsinn über diese
Botschaft gegeben. Das gefällt Jesus nicht." Obgleich er bereits
festgestellt hatte, daß er den dritten Zug ausprobiert habe, sagte er nun,
"es ist nicht für diese Zeit." Nach einigen weiteren Bemerkungen, die
weder mit der Schrift noch mit der Botschaft Bruder Branhams übereinstimmten,
beendete er das Treffen und seine Serie von Predigten. Und NICHTS GESCHAH!
Keine Ausgießung der Kraft, keine Brauterweckung und keine Manifestation des
Geistes, die man immerhin als eine Bestätigung für seine Botschaft hätte
begreifen können.
... Der "Prediger" hatte Br. Lambert
bereits angekündigt, er würde Buße tun, wenn die Erweckung nicht käme. Aber er
tat nicht Buße. Nach seiner Rückkehr von Israel sagte ihm Bruder Lambert
deshalb, er solle alle die mit sich nehmen, die ihm geglaubt hatten, und seine
eigene Versammlung aufmachen.
Am nächsten Sonntagmorgen hatte sich nach der
Trennung der "Prediger"- Gruppe die Größe der Versammlung ganz
erheblich verringert. Es wird berichtet, daß 70% die Versammlung verließen, um
einem falschen Propheten zu folgen. Es blieben jedoch einige Getreue übrig
einschließlich derer, die von der supergeistlichen Gruppe des
"Predigers" für geistlich schwach gehalten wurden. Diese wenigen
waren geblieben und wurden stärker im Worte der Wahrheit. Sie ließen nicht
ab, auf den Herrn zu warten und auf die Erfüllung Seiner Verheißung.
Kapitel 10
(Auszug)
Neugründung und Wachstum
Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es ist
eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben. (Luk. 12:32)
Darum auch wir, dieweil wir eine solche Wolke von
Zeugen um uns haben,, lasset uns ablegen die Sünde, so uns immer anklebt und
träge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf der uns verordnet
ist. (Hebr. 12:1)
Nach
der Spaltung der Gemeinde im Jahre 1969, als der größere Teil der Versammlung den häretischen
Lehren eines Mannes folgte, der sich bereits als falscher Prophet erwiesen
hatte, fuhr Bob Lambert damit fort, dasselbe Evangelium Jesu Christi und die
Botschaft William Branhams zu predigen, die er vor den Leuten schon zuvor
hochgehalten hatte. Wer geblieben war, behauptete auch weiterhin seinen Glauben
an Gott und Seine Verheißungen.
Unter denen, die die Versammlung verließen, befanden
sich auch einige, die aus anderen Bundesstaaten hergezogen waren, um Bruder Bob
predigen zu hören. Einige von ihnen wurden durch eine Lüge getäuscht, wonach
Br. Bob sie hinausgeworfen hätte. Das hatte er nicht getan. Sondern er hatte
dem "Prediger" gesagt, daß er alle die mitnehmen solle, die
er zum Verlassen überreden könnte. Keiner von ihnen erkannte das
Ausmaß seines Irrtums, und niemand von ihnen ist je zurückgekehrt.
Wenn Bruder Bob entmutigt war, wurde er vom Geist des
Herrn ermutigt. Obgleich er sicher sehr enttäuscht war darüber, daß so viele scheinbar
geistliche Leute über gegenstandslose und unbestätigte Predigten gestolpert
waren, erlangte er seinen Trost aus der Zusicherung, daß Gottes Wort wahr ist
und daß Gott alle Seine Verheißungen erfüllt, daß wir nicht auf Tricks und
Schliche der Menschen schauen, sondern uns allein auf Gott verlassen, Ihm
vertrauen und an Ihn glauben sollen. Gott ehrte dies Vertrauen und gab ihm
größere Offenbarung über die Botschaft William Branhams und salbte ihn mit
einer Kraft in seinem Dienst, die an vielen Orten des Landes auf übernatürliche
Weise in die Herzen von Männern und Frauen kam.
...
Im Januar 1970 - nach viel Gebet und Warten auf den
Herrn, um Weisung zu bekommen - reiste Bruder Bob in Begleitung eines anderen
Predigers aus Indiana nach Trinidad, nicht um zu predigen, sondern um den
Wahrheitsgehalt der Erweckungsberichte von der Insel zu erfahren, die
er gehört hatte, und um eine bestimmte Sache zu erledigen, um die Ihn Roy
Borders gebeten hatte. Im Sommer 1966 war Br. Bob in Miami einem Mann aus
Trinidad begegnet, der von seiner Gemeinde ausgeschlossen worden war. Weil
dieser Mann nichts weiter besaß als ein gekochtes Ei, hatte Bob Lambert ihn
beköstigt und ihn zur Botschaft des Propheten William Branham geführt. Der Mann
war nach Trinidad zurückgekehrt und begann die Botschaft Bruder Branhams zu
predigen. Er hatte dort Gemeinden gegründet und agierte als deren Bischof.
Bruder Bob mußte feststellen, daß der
Erweckungsbericht bei weitem übertrieben war. Als dieser Mann und einige
weitere Prediger ihn in seinem Hotel besuchten, um bestimmte Fragen zu
erörtern, sagte er ihnen einige Worte zur Korrektur. Dort begegnete er noch
einem anderen jungen Prediger, der ungeachtet seiner Jugend mehr Verständnis
über das Evangelium Jesu Christi zu haben schien als seine Predigerkollegen.
Bruder Bob konnte ihm bestimmte Fragen beantworten und ihn wirksam ermutigen.
Mit diesem jungen Mann begann er einen Briefwechsel, der bis zu seinem Tod im
Jahre 1973 bestanden hat. Bei diesem Aufenthalt auf der Insel besuchte Bruder
Bob mehrere Gemeinden, und obwohl er nicht predigte, gab er doch ein Zeugnis
und nutzte die Gelegenheit, die Brüder zu ermahnen.
In
Connecticut begannen ganze Familien die Gottesdienste zu besuchen einige fuhren um die 500 Meilen, um
der Anbetung am Sonntag beizuwohnen. Andere Familien zogen von New York, von
Delaware und anderen Orten herzu. Nachdem die Trennung etwa ein Jahr zurücklag,
war die Familie Renner von Florida umgezogen, die Johnstons kamen von Kanada
und ihnen folgten die McGahees von Florida sowie die Vegas von New York Stadt.
Kurz darauf kamen andere dazu. Mit einem Bruder und einem Freund kam „Ted“ von
New Jersey, nachdem sie gerade aus Jugoslawien in die
USA zugewandert waren. Ted gab ein Zeugnis von seinem früheren Leben
hinter dem Eisernen Vorhang und davon, wie er als Wettkämpfer bei den
Olympischen Spielen einigen Erfolg gehabt hat. Mehrere Familien kamen vom Staat
New York, von Pennsylvania und aus anderen Bundesstaaten. Sam Lisi, ein
kriegsversehrter Veteran, der in der US Armee Trompete gespielt hatte, brachte
sein Talent von New York Stadt mit und wurde Mentor für junge angehende
Trompeter, einschließlich Bruder Bobs jüngerer Sohn Timothy. Es gab eine solche
Ansammlung von PKWs aus den verschiedensten Staaten, daß die Leute am Ort
bemerkten, die Durham-Versammlung sei "eine sehr aktive
Versammlung". Nur selten gab es einen Sonntag ohne Autos aus anderen
Bundesstaaten.
Kamen all diese Leute etwa – und darunter waren Kaufleute, Ladeninhaber, ein Polizist,
ein öffentlicher Bücherrevisor, ein Schullehrer, ein Bibliothekar, Mechaniker,
Verkäufer, ein pensionierter Flugoffizier der US Luftwaffe und Hausfrauen –
kamen denn all diese Leute, um jemand mit siebter Klasse Volksschule zu hören,
der ihnen sagt, daß sie die Verheißung Gottes empfangen, wenn sie Seinem
Propheten glaubten? Wollten sie hören, daß das Werk der Braut schon vorbei ist
und daß wir alle nur noch auf die Entrückung warten? Kamen sie zusammen um zu hören, daß alles schon in
Bruder Branham war und daß wir nur noch in der Sonne liegen und reifen müssen?
Vielleicht kamen sie, um von einem Siebtklässler zu hören, sie müßten mehr
Gemeinschaft mit anderen Gemeinden haben, daß sie vielleicht eine
Sportorganisation auf die Beine stellen und sich Wettkämpfe mit anderen
Versammlungen liefern müßten! Unsinn! Man bedenke, daß viele von diesen Leuten
Führungspositionen aufgaben, wo sie für ihre Arbeit sehr gut bezahlt wurden.
Viele verließen ihr schönes Heim, ihre Freunde, ihre Lieben und eine angenehme
Umgebung und achteten diese Dinge für nichts um des Königreichs Gottes willen.
Nein, mein Freund, sie kamen, um einen
Erweckungsprediger mit seiner Botschaft über eine bevorstehende
Erweckung zu hören - eine Bewegung Gottes in der Kraft - die die Braut Christi
reinigt und freisetzt, nachdem sie durch Unglauben gefangen ist gegenüber
den Verheißungen Gottes, die vom Propheten William Branham demonstriert wurden.
Sie kamen einen Mann zu hören, der in die Tiefen der prophetischen Botschaft
hinabreichen und mit einem Goldstück wieder hervorkommen konnte, um es dann so
lange zu polieren, bis sich in seinem Glanz alle in einer mächtigen
Brauterweckung sehen konnten, die durch den Dienst des Menschensohnes bis an
die Enden der Erde gehen würde.
Der Prophet selbst hatte gesagt: "Mir ist es lieber, daß meine Familie einen
Prediger hört, der zwar nicht sein ABC, dafür aber Christus kennt,
statt diese Leute mit all ihrer Bildung." (Wohin ging deine
Kraft, Simson? 59-0702)
Gott segnete ihn und
mehrte durch Offenbarung seine Kraft im Evangelium, obgleich seine physische
Kraft infolge der seltenen Krankheit, die ihm die Unterstützung „Pharaos“ (eine
staatliche Rente) eingebracht hatte, bis zu seinem Abscheiden immer mehr
abnahm. Die Gegenwart des Herrn war nie weit weg, und es brauchte nur, wie es
viele bezeugt haben, den richtigen Gedanken, ein rechtes Wort oder einen
richtigen Satz, um Gottes mächtige Gegenwart auf die Szene zu bringen. Die
Manifestation der Gegenwart des Herrn kam in verschiedener Form und äußerte sich bspw. so, daß jemand
plötzlich auf seine Knie ging oder daß jemand ohne erkennbaren Grund anfing zu
weinen. Ein Bruder, der Bob Lambert auf einer Auslandsreise begleitet hatte und
dann allein zurückflog, wurde die ganze Zeit auf seinem Weg nach Hause von der
Gegenwart begleitet. Während seiner Reise mußte er so viel weinen, daß der
Stewart ihn fragte, ob irgend etwas nicht in Ordnung sei. Er entgegnete, daß er
bloß ein "Schrei-Baby" sei. Anderen wurden während
des Gesprächs mit Bruder Bob Fragen beantwortet, obgleich sich die
Unterhaltung nicht auf die Fragen bezog, die selbst unausgesprochen blieben.
Die Männer der Versammlung trafen sich am
Samstagabend, um im Gebet auf den Herrn zu warten, damit Er seinen Diener segne und zum Predigen salbe. Und
so beteten sie auch für die ganze Versammlung, daß sie hören und verstehen
möge, was sie wissen muß. Im Oktober 1970 erinnerten sich einige der Männer,
daß Bruder Branham oft von Gebetsversammlungen die ganze Nacht über gesprochen
hatte. So sagte er u.a.: "Wo sind diese Nachtgebetstreffen, die wir einmal
hatten? Was ist damit geschehen? Wohin ist die tiefe Aufrichtigkeit und wo
ist das Vorwärtspressen mit Gott geblieben? Woran liegt es?“ (Vermuten
62-0408) So wurde aus dem Gebet am Samstag abend ein durchgehendes
Nachtgebetstreffen, wonach die Brüder nach Hause gingen, um sich vor den
Gottesdiensten am Sonntag kurz frisch zu machen.
Bruder Lambert hielt die
Verheißungen Gottes vor den Menschen weiterhin hoch und betonte besonders die
Lehren Bruder Branhams über den Neuen Dienst, den Weißen Adler, den Weißen Pferdreiter,
den Josua-Auftrag, die Zeltversammlung, Sohn des Menschen im Gericht und die
abgelehnte Barmherzigkeit. Er hat dabei ständig nachgewiesen, daß die Braut davon ein
Teil sein muß. Bruder Branham hat viele Male davon gesprochen, daß ein Dienst
kommen würde, der durch die Kraft Gottes tätig sein und Lebewesen erschaffen,
die Toten auferwecken, die Kranken heilen, die Elemente beherrschen und Ewiges
Leben austeilen würde – alles durchs Gesprochene Wort. Bob Lambert predigte beständig von dem absoluten Erfordernis, daß ein
kämpfendes Mitglied der Braut Christi aus dem Geiste geboren sein und
vorwärtsgehen muß, um mit dem Geiste erfüllt werden. Er wies darauf hin, daß
die Neue Geburt und die Taufe des Heiligen Geistes nicht mehr dasselbe sind wie
die Offenbarung des Petrus (Mt. 16:16) und die Ausgießung des Heiligen Geistes
am Tage zu Pfingsten (ApG 2:4). Ebenso hat er betont, daß es eine festgelegte
Zeit und eine passende Zeit für alle Dinge gibt.
Bruder Bob sagte, daß diejenigen in der Braut
<die> Söhne Gottes sind und als solche nach ihrer Adoption in
Schöpferkraft manifestiert werden. Die Braut muß, bevor die Entrückung
stattfindet, im Besitz der Schöpferkraft sein. Hat der Prophet nicht gesagt: "Der Mensch wurde als ein
kleinerer/geringerer Gott geschaffen, und es wurde ihm ein Herrschaftsbereich
auf der Erde gegeben? Hier liegt der Grund dafür, daß die Welt heute stöhnt und
auf das vollständige Offenbarwerden (Manifestation) der Söhne Gottes wartet.
Oh, es liegt eine große, tiefe und gesegnete Lehre darin, daß der Mensch eines
Tages an seinen angestammten Platz zurückkommen und seine Herrschaft hier auf
der Erde haben wird. Und er wird zum Baum oder zum Berg oder zu etwas anderem
sprechen, und es wird genau den Platz einnehmen, so wie es eigentlich hat sein
sollen."
(Gottes vorgesehener Weg der Gemeinschaft 60-0709)
...
Bevor Bruder Bob sich in
Connecticut niederließ, hat er während der Zeit seiner Umzüge mit vielen Leuten
Freundschaft geschlossen, darunter auch Diener Gottes, die den Lehren William
Branhams folgten. Wenn er sich wieder einmal entspannen wollte von
dem Druck, der mit zwei oder drei Botschaften pro Woche verbunden war, besuchte
er einige dieser Leute in den verschiedenen Bundesstaaten. Von Zeit zu Zeit kam
dann auch einer dieser Prediger nach Connecticut zu Besuch, um die
Gottesdienste zu besuchen. Im allgemeinen hielt sich Bob Lambert in anderen
Gemeinden mit dem Predigen zurück, doch gelegentlich spürte er auch ein Drängen,
es zu tun. Dabei brachte er dann eine Botschaft, die zur Ermutigung der
Versammlung in den grundlegenden Lehren diente, für die der Prophet eingetreten
war. Manchmal jedoch brachte er auch einen Gedanken oder ein Zitat, das, obwohl
es strikt auf der biblischen Lehre und der Botschaft Bruder Branhams basierte,
dem Denken der Leute so fremd war, daß sie dachten, er hätte das Wort
verlassen. Sie gingen dann zu ihrem eigenen Pastor und fragten dort nach. Viele
lehnten es jedoch ab, Lehren zu hören, die mit ihrer vorgefaßten
Meinung nicht übereinstimmten, und
verließen einfach die Versammlung.
Viele Botschaftsgläubige waren nach dem Heimgang
Bruder Branhams überzeugt, daß nichts mehr zu tun sei; daß man die Taufe des
Heiligen Geistes empfängt, wenn man die Botschaft des Propheten glaubt, wobei
sie völlig das Schriftwort ablehnten, das besagt: "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr
geglaubt habt?"
(ApG 19:2) Damit lehnten sie auch viele Aussagen des Propheten ab, daß dies
nicht so sei, sondern "Baptistenlehre". Man glaubte, daß die Braut schon zubereitet wäre, daß der
Brautsame nur noch in der Sonne zu reifen brauche, um in die Entrückung zu
gehen, sobald Jesus in den Wolken erscheint. Es
entging ihnen völlig, daß noch eine große Arbeit im Afrika, Indien und in Mexiko zu tun
bleibt. Und wie steht es mit Rußland? Bruder Branham
sagte: "Was Gott in Rußland braucht, ist nur ein gesalbter
Mann mit der Kraft Gottes, mit der Kraft des Heiligen Geistes." (Nur noch einmal,
Herr 62-0120) Und von Japan sagte er: "Wir erwarten die
größte religiöse Versammlung, die es jemals auf der Welt gegeben hat, wenn wir
nach Japan kommen. Dort gibt es nur zweitausend Menschen des vollen
Evangeliums. Sie beten dort Buddha an, aber ihr Gott ist erledigt. Sie sind
eine große Nation ohne einen Gott. Daher möchte ich ihnen Jesus bringen." (Blinder Bartimäus
57-0127) ...
Der größte Teil der Welt hat bis heute das
Endzeit-Evangelium Jesu Christi noch nicht gehört. Bekennende Gläubige haben
nicht erkannt, wie notwendig die Erfüllung von Bruder Branhams "Drittem Zug" eigentlich ist; oder häufig glauben sie, wenn sie es
akzeptieren, daß Bruder Branham in einer privaten Auferstehung (oder
wenigstens als einer der ersten in der ersten Auferstehung - etwa 30-35 Tage
vor der Entrückung) zurückkommen muß, um seinen Dienst zu vollenden.
Bruder Bob war in der Lage,
diese Dinge miteinander zu verknüpfen. Er sagte, daß es ganz unausweichlich (mit
Notwendigkeit) eine weitere Ausgießung der Kraft auf die Gemeinde durch den
Heiligen Geist geben muß - eine Kraft, die die Gemeinde in Ordnung bringt und
einen Dienst in Bewegung setzen wird, der in einer Ernte über die ganze Welt geht, von der Bruder Branham nur die erste Frucht zur Reife gebracht hat. So kam es, daß, wenn
die Leute jemanden predigen hörten, der sie ermahnte zu fasten und zu beten und
sich selbst vorzubereiten auf eine letzte große Ernte, dies ihnen und ihrem
Denken fremd war, und viele haben es kurzerhand abgelehnt. Neben dieser bloßen
Ablehnung sind einige so weit gegangen, diesen demütigen kleinen Mann
lächerlich zu machen und ihn zu verfolgen, obwohl sie weder seiner Lehre noch
den Worten der Schrift oder den Zitaten aus den Botschaften Bruder Branhams
etwas entgegensetzen konnten.
Wenn seine Verleumder erkennen mußten, daß sie seine
Lehre nicht umwerfen konnten, gingen sie dazu über, Bruder Lambert mit
Belanglosigkeiten zu attackieren. Während einer Predigt klopfte oder schlug
Bruder Bob häufiger aufs Pult, um bestimmte Aussagen zu betonen. Ein Prediger,
den er bei sich zu Gast hatte, verfolgte still die Predigt 45 Minuten lang und
schaute nur auf Bruder Bob. Dieser wußte, daß der Besucher mit irgend einer
Sache gegen ihn herauskommen würde. Schließlich sagte der Besucher, er möchte
eine Kritik vorbringen. Bruder Bob dachte: "Jetzt kommt es." Der
Besucher sagte, Bruder Bob müsse mehr Respekt vor dem Pult Gottes haben. Bruder
Lambert entspannte sich und antwortete dem Mann: "Ja, du hast Recht, ich
sollte mehr Respekt vor dem heiligen Pult haben." Später, nachdem der Mann
gegangen war, hörte Bruder Bob ein Band von Bruder Branham und legte sich dazu
aufs Bett. Kurz darauf wurde ihm bewußt, daß er nichts anderes mehr hören
konnte als wie Bruder Branham aufs Pult schlug! Er sagte: "Du aber auch,
Bruder Branham!"
Weil er wußte, daß die Nachfolger Bruder Branhams
keine Einheit hatten und daß viele nicht einmal gewisse Grundaussagen des
Propheten über Anstand, christliches Leben, weltliche Unterhaltung und die
Notwendigkeit eines geweihten Lebens, die Neue Geburt und eine Wiederkehr der
Kraft von Pfingsten glaubten, war Bruder Lambert überzeugt, daß er sich darauf
konzentrieren sollte, das Feuer für eine Erweckung in der eigenen Versammlung
zu schüren. Einst hatten diese Feuer hell gebrannt. Und so würde er der Welt
sagen können, daß es dies sei, wovon der Prophet gesprochen hatte.
Um seine Leute vor allzu starker Kritik zu schützen,
wies er die Versammlung wiederholt an, die Dinge vertraulich zu handhaben, die
er gepredigt hatte und sie nicht aus der eigenen Gruppe hinauszutragen. So
sollten sich die Leute auch keine eigenen Kopien von seinen Predigten machen,
auch sollten Außenstehende keine Audiobänder seiner Botschaften zu hören
bekommen. Er gab seine Bänder auch nicht an seine engsten Freunde weiter, die
selbst Pastoren von Gemeinden waren. Er wollte keine Disharmonie unter den
Brüdern, ihren Versammlungen oder einzelnen Gläubigen hervorrufen mit seinen
Predigten über die tieferen Dinge Gottes, die für sie fremd sein könnten.
Zu der Zeit gab es nur wenige, wenn überhaupt, die vom
Neuen Dienst sprachen, aber nur als von der
"Entrückung". Die allgemeine Auffassung schien zu sein, daß jeder,
der daran glaubte, daß Bruder Branham den Dienst des Elia der Endzeit erfüllt hatte,
damit auch alles empfangen hatte, was man zum Abschluß dieser Erdenreise
benötigte. Bruder Lambert lehrte, das Beste, was seine Versammlung tun könne,
sei es, das Wort zu glauben und sich selber auf die verheißene Ausgießung der
Kraft durch den Heiligen Geist vorzubereiten. Dann könnten sie der Welt
beweisen, daß es die Wahrheit sei, was er lehrte und was sie glaubten.
Dennoch konnte man letztlich nicht verhindern, daß
vielleicht einmal eine Predigt über die eigene Gruppe
hinausgelangte. Nicht zuletzt deshalb war er sorgfältig darauf
bedacht, daß seine Lehre mit den biblischen Lehren und der Botschaft Bruder
Branhams bewiesen war. Es konnte sonst harsche Kritik die Folge sein und - wie
er gewarnt hatte - ein geistiges Durcheinander in den Leuten bewirken, die von
ihren Pastoren anders belehrt waren. Und schließlich konnten auch andere
Prediger dies als ihre eigenen Lehren verwenden, jedoch ohne volles Verständnis
über all das, was noch dazu gehörte.
...
Obgleich viele der persönlichen
Offenbarung nur einen geringen Wert beimessen, glaubte und lehrte Bruder
Lambert, daß die Offenbarung für den Gläubigen von größter Bedeutung ist. Darum
hat er oft Bruder Branham zitiert, der in den Sieben GZA sagte: "Die Wichtigkeit der Offenbarung
durch den Geist für den Gläubigen kann gar nicht überbetont werden. Offenbarung
bedeutet mehr für euch als euch vielleicht bewußt ist. Dabei spreche ich nicht
über das Buch der Offenbarung. Ich spreche von ALLER Offenbarung. Sie ist
ungeheuer wichtig für die Gemeinde." (Page 13)
Bruder Lambert glaubte fest daran
und lehrte, daß wahre Offenbarung allein von Gott kommen muß und daß Gott die
Predigt des Wortes gebraucht, um das Verständnis des Gläubigen zu öffnen.
Niemand sollte versuchen, seine eigene Offenbarung anderen Personen zu
erzählen. Er sagte oft, daß Gott keine Enkelkinder hat. Statt Offenbarung im Gespräch
weiterzugeben, hat er häufig solche Fragen gestellt: "Hast du Bruder
Branhams Predigt 'Adoption' (Einsetzung in die Sohnschaft) gehört?" "Hast
du 'Epheser entspricht Josua' gehört?" "Habt ihr das 'Token' (Das
Zeichen) gehört? Ihr müßt das wirklich hören. Wißt ihr, Br. Branham sagte, das
Zeichen war die Höhepunktsbotschaft seines ganzen Dienstes, aber die Prediger
predigen es nicht. Warum?"
Aber niemals hat er Offenbarung im privaten Gespräch
diskutiert.
...Bruder Lambert blieb dabei, de Verheißungen Gottes
aufrechtzuerhalten und verwies die Leute darauf, daß Bruder Branham diese
Verheißungen in Tätigkeit demonstriert hatte. Damit zeigte er (BL) den Menschen
auf Grundlage der Schrift, daß die Verheißungen für die Gemeinde Gottes sind -
und nicht nur für einen Mann. Als die Leute allmählich erkannten, daß es ihnen
als Individuen galt, begannen sie laut "Amen!" zu rufen und den Herrn
zu preisen, wenn etwas gesagt wurde, was ihnen besonders gefiel. Es war, als
konnten sie eine große Segnung sehen, die für sie aufbewahrt war, ohne jedoch
den Schmerz und die Verfolgung zu erkennen, die es bringt, und die
Aufrichtigkeit, das Gebet und die Weihe, die es erfordert, damit man es bekam.
Dies entwickelte sich schließlich zu einer Art Fanatismus. So begannen einige,
die auch nicht weniger geistlich sein wollten als andere, ebenfalls damit, laut
zu rufen und den Herrn zu preisen. Sie schrien, sprangen auf und schwangen ihre
Arme, während sie riefen. Das machte es dem Prediger sehr schwer, mit seiner
Botschaft zuende zu kommen, und darum ist es fast unmöglich, auch alles zu
hören, was auf den Bändern ist.
...
Im Sommer 1972 fühlte Bruder Bob
sich ein wenig ruhelos und wollte sich aufmachen, den Herrn zu suchen. Seit
einigen Jahren schon hatte er den Kontakt zu einem alten Freund, Prediger und
Missionar mit Namen Henry Langrude, erneuern wollen. Mit ihm war er 1959 oder
1960 nach Kuba gegangen (und er war es auch, der dabei war, als Gott 1961 in
Sarasota zu Bruder Lambert sprach). Diesen Freund vermutete er irgendwo in
Britisch Kolumbien. Bruder Bob hoffte, er würde dort auch Gelegenheit bekommen,
ein wenig auf die Jagd zu gehen. Deshalb traf er Vorbereitungen für diese
Reise, die er im August 1972 in einem Wohnmobil antreten wollte.
...
Er fand heraus, daß die Kosten
für einen Jagdführer zu hoch waren, und suchte nun in den Versammlungen nach
seinem Freund. Es wußte aber niemand, wo er Henry Langrude finden könnte.
Als er die Suche schon aufgeben wollte, kamen sie durch Ft. St. John und
machten Halt bei einer kleinen Pfingstlerkirche. Auch dort fragte er den
Pastor und erfuhr, daß Henry am nächsten Morgen da sein würde. ... Natürlich
war Henry äußerst überrascht, Bruder Bob wiederzusehen. Bruder
Bob wollte aber nicht predigen, obwohl er für die Gottesdienste am Sonntag
noch bleiben würde. Sie hatten einen Evangelisten, der am Sonntagmorgen dienen
sollte.
Die
Leute hatten schon einige Zeit um eine Erweckung gebetet, aber
offensichtlich war, daß sie eine ebenso einfache wie direkte Botschaft über
Heiligung brauchten, denn die Frauen trugen kurze und eng sitzende Kleider
und hatten kurzes Haar. Und viele Leute ließen deutliche Anzeichen
mangelnder Geistlichkeit erkennen. (Sein Begleiter Bruder) Don gab ein
kurzes Zeugnis, und die Leute lachten. Als Bruder Bob sein Zeugnis gab, hörte
das Lachen auf. Nach dem Gottesdienst am Morgen bedrängten sie ihn dann, am
Abend zu predigen.
Er
wollte keine Verwirrung verursachen, die aber das Ergebnis sein konnte, wenn er
nur einmal über die Endzeit-Offenbarung predigte. Und darum predigte er eine
schlichte und bodenständige Heiligkeitsbotschaft über Glauben. Denn er
konnte davon ausgehen, daß eine Pfingstgemeinde solche Art von Predigt
verstehen würde, ob man sie praktizierte oder nicht. Am Schluß seiner
Predigt rannten viele der Frauen, ob jung, ob alt, zum Altar, ohne dazu
aufgefordert worden zu sein, und begannen zu beten und Buße zu tun.
Während
dieser Zeit der Buße und der Seelenerforschung hatte eine junge Frau von 17
oder 18 Jahren eine Vision und fing an zu beschreiben, was sie sah. Als Bruder
Bob sie bat, noch vollständiger zu beschreiben, was sie sah, wollte die junge
Dame nicht darüber sprechen. Als er sie doch dazu bewegen konnte, beschrieb sie
eine seltsame Szene, die sie nicht verstand: sie sah eine große Zahl von Vögeln
fliegen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt fielen viele von ihnen in einen tiefen
Abgrund. Bruder Bob empfand, daß die Vision zu seinem Nutzen war.
Wenn
überhaupt, dann waren es nur wenige, die die Bedeutung (oder: Andeutungen)
dieser Vision verstanden. Wie dem auch sei, wir glauben, daß es eine Prophetie
war, die sich schon wenige Monate darauf erfüllen sollte.
Im
Jahr 1972 hat Bruder Bob dreimal Trinidad besucht, um all die Brüder zu stärken
und zu ermutigen, die begonnen hatten, der Endzeitbotschaft zu folgen. Es gibt treue Brüder, die Augenzeugen dieses Dienstes gewesen sind und
alles das bezeugen, was während seines Lebens und danach getan worden ist. Wir
werden sie ihre eigene Geschichte erzählen lassen.
Kapitel 11
(Auszug)
Erfahrungen in Trinidad
Bruder
Lambert war eifrig, für den Herrn Seelen zu gewinnen, und so begegnete er Mitte
der 60er in einem Park von Miami einem Fremden, der dort auf einer Bank saß. Er
stellte sich selbst als Prediger des Evangeliums vor, und der Fremde sich als
ein Prediger von Trinidad. Dieser Besucher der USA hatte mit religiösen Leuten
schlechte Erfahrungen gemacht. Man hatte ihn aus einer Firma hinausgeworfen.
Nun war er gestrandet und besaß nur noch ein gekochtes Ei, das er in der Tasche
hatte. Er war in Trinidad Geflügelfarmer gewesen. Br. Lambert half ihm
finanziell aus und machte ihn bekannt mit der Botschaft des Propheten William
Branham. Als der Prediger nach Hause zurückgekehrt war, blieben beide wegen der
Botschaft in Kontakt. Br. Lambert unterstützte ihn weiterhin finanziell, so daß
er die Botschaft in Trinidad verbreiten konnte. Eine erste Botschaftsversammlung
wurde schon wenige Monate später im Zentrum von Trinidad gegründet. Im Jahre
1964 hatte schon einmal ein Evangelist dort gepredigt und einige Spoken
Word-Hefte zurückgelassen. Einige wenige kamen damals zum Glauben. Von dieser
ersten Gruppe ausgehend, hatten sich in verschiedenen Teilen der Insel weitere
Gruppen gebildet. Der Prediger (aus Miami, s.o.) wurde zum Bischof der anderen
Pastoren mit ihren Gruppen.
Im
Januar 1970 hat Bruder Bob Trinidad zum ersten Mal besucht. Er wollte mit dem Bischof wieder Gemeinschaft haben und vom Fortschritt
der Botschaft Segen empfangen. Er kam in Begleitung eines prominenten
Botschaftspredigers aus Jeffersonville, mit dem er befreundet war. Beide waren
sich einig, was die Wahrheit der Botschaft betrifft, daß es eine Erweckung der
Braut durch eine neue Ausgießung des Geistes wie am Tag zu Pfingsten geben
wird - vor der Entrückung.
Zu
dieser Zeit waren Flugblätter von Trinidad in Umlauf, mit denen Bruder Bob in
Berührung gekommen war, wonach der Bischof eine große Erweckung zur Errettung
und zu Göttlicher Heilung hätte und wonach 500 Personen die Gebetsversammlung
besucht hätten.
Bruder
Lambert war völlig überzeugt von den Dingen, die Gott ihm geoffenbart hatte
über den Dienst der Braut, die Erweckung und die Ausgießung des Heiligen
Geistes, und darum sagte er zu seinem Predigerfreund, den er von den tieferen
Dingen Gottes überzeugen wollte (nämlich der Neue Dienst Bruder Branhams, der
in Kraft manifestiert werden sollte): "Wenn es in Trinidad eine Erweckung
gibt, dann hat Gott nie zu mir gesprochen. Gehen wir also und sehen selbst. Es
wird keine Erweckung geben, wenn wir dort ankommen."
Wie
er vorausgesagt hatte, gab es auch keine, und Bruder Lambert kehrte mit einer
großen Enttäuschung über seinen Freund, den Bischof von Trinidad, nach Hause
zurück.
Jedoch hatten er und sein
Predigerfreund aus Jeffersonville für Bruder Roy Borders (der früher einmal
Feldzugsmanager Bruder Branhams und Herausgeber der Spoken
Word-Publikationsreihe war), einen sehr wichtigen Auftrag zu erledigen, weil
ein Prediger aus dem südlichen Teil Trinidads seinen (Borders’) Namen mit einer
üblen Geschichte in Verruf gebracht hatte.
Im
Januar 1970 kamen Bob Lambert und sein Predigerfreund aus Jeffersonville in
Trinidad an. Es waren Gerüchte im Umlauf, daß er ein falscher Prophet sei und
daß alle Botschaftsgläubigen sich vor ihm hüten sollten. Deshalb war er in
seinem Hotel ohne Verbindung zu den Botschaftspredigern wie zu den Gläubigen
geblieben.
Nach
ein paar Tagen kam der Bischof zu Besuch, aber auch er war beeinflußt von solchen
Lügen, die von den Feinden Lamberts aus den USA importiert worden waren. Dieser
nahm ihn mit zum Haus eines jungen Predigers der Botschaft, der von Bruder
Borders darüber informiert worden war, daß Bruder Lambert kommen würde und daß
er jemand sei, der sich in der Botschaft Bruder Branhams auskennt. Der junge
Prediger wollte ihm bestimmte Fragen stellen, die er sich zu den Spoken
Word-Publikationen aufgeschrieben hatte. Der Bischof machte ihn bekannt mit
Bruder Lambert. Aber die Zeit erlaubte es nicht, daß er seine Fragen stellte.
Mehrere
Prediger waren beunruhigt von den Gerüchten, die sie über Bruder Lambert gehört
hatten. Sie wollten mit ihm zusammenkommen, aber nicht ohne die Hilfe des
jungen Predigers, den sie als kenntnisreich ansahen in der Botschaft und den
sie auch als Evangelisten betrachteten und als einen Lehrer der tieferen Dinge
Gottes. Sie glaubten, daß er ein wahrer Mann Gottes war, durch viele
übernatürliche Erfahrungen berufen, das Evangelium zu predigen, einer, der
sogar die hörbare Stimme Gottes gehört hatte. Dieser Mann lebte sehr geweiht
und führte ein geheiligtes und heiliges Leben, so daß seine Feinde darauf nicht
den Finger legen konnten.
Er
nahm diese Einladung an, Bruder Lambert zu prüfen, ob er echt oder falsch sei,
um aber auch die Gelegenheit zu nutzen, seine Fragen loszuwerden, wie es ihm
Bruder Borders empfohlen hatte.
Sie
betraten Bruder Lamberts Hotelzimmer ohne weitere Umstände, denn die Tür war
schon geöffnet. Er sagte: „Ich wußte, daß vier Männer zu mir kommen“, und rief
seinen Predigerfreund als Zeugen dafür
auf, daß er seit etwa einer Stunde in der Gegenwart und unter der Kraft
Gottes in einer Trance (Verzückung) sei und daß der Herr ihm viele Dinge
geoffenbart habe. Sein Freund bestätigte genau das. Bruder Lambert tadelte sie
wegen der erschwindelten Erweckung, wegen der falschen Behauptungen über
göttliche Heilung und Unterscheidung. Ebenso waren auf den
Flugblättern geschwindelte Besucherzahlen bei den Gottes-diensten verbreitet
worden, (er hatte selbst eine Zeltversammlung besucht und gerade mal fünf Leute
gezählt), und schließlich gab es gar keine echte Unterscheidung und keinerlei
göttliche Heilung. Der junge Mann Gottes war davon nicht verletzt, sondern
nahm die Gelegenheit wahr, seine Frage zu stellen, die sich auf die Taufe des
Heiligen Geistes, das Siegel Gottes, bezog, wie Bruder Branham es in der Reife des vollkommenen Mannesalters
gepredigt hatte, was im Gegensatz stand zu dem, was zum selben Thema im
GZA-Buch unter dem Titel: Der Heilige Geist
in jedem Zeitalter veröffentlicht worden war (page 139-145). Er
wollte nun gern wissen, wo der Unterschied lag. Die früheren Lehren schienen es
dem Gläubigen sehr schwer zu machen (Das GZA-Buch kam erst 1965 heraus; die Reife des vollkommenen Mannesalters war
aber schon im Oktober 1962 gepredigt worden - Anmerkung des Üb.), das Siegel
Gottes zu erlangen, während es die späteren Lehren so einfach machten: Glaube
einfach an die Botschaft Bruder Branhams, die neue Geburt und die Taufe des Heiligen
Geistes sind ein und dasselbe.
Die Antwort, die Bruder Lambert
den anwesenden Predigern gab, war außergewöhnlich. Sie wurden überzeugt, weil
sie schriftgemäß anzunehmen war. Er verband es mit ApG. 2, dem Siegel Gottes am
Tage zu Pfingsten, und mit Hesekiel 47:1-4. Nachdem sie alle sein Hotelzimmer
verlassen hatten, waren sie davon überzeugt, daß Lambert mehr über die
Botschaft Bruder Branhams wußte als alle Prediger zusammengenommen, die vor ihm
nach Trinidad gekommen waren, und daß er über eine wunderbare Lehrgabe für das
Wort verfügte sowie über eine Salbung und Gegenwart Gottes, die allem anderen
sonst überlegen war.
Der
junge Mann Gottes erkannte, daß es noch viele Dinge in Bruder Branhams
Botschaft gab, die er verstehen sollte, und daß er nun auf einen Mann getroffen
war, der mehr wußte als er und der auch sein Pastor sein konnte, ebenso wie
Paulus der Pastor des Timotheus war... obwohl er (Dalton) doch selbst ein
Prediger war, und er erwartete von ihm geistliche Führung.
Bruder
Lambert entschloß sich, noch drei Tage länger auf Trinidad zu bleiben, weil die
Einstellung der Prediger demütig geblieben war, nachdem er sie
doch getadelt hatte, und weil der Mann Gottes die tieferen Dinge Gottes so
schnell verstanden hatte.
Der Mann Gottes, der als Lehrer
galt, fühlte sich frei, Bruder Lambert zu erzählen, daß er selbst gar keinen
Teil gehabt hatte an dieser Schwindel-Erweckung des Bischofs und daß er sich
vielmehr von dieser Zeltversammlung losgesagt hatte, weil sie nicht vom
Heiligen Geist kam. Er kam dann darauf zu sprechen, daß der Herr den Bischof
getadelt hatte, wobei er als notorischer Lügner bezeichnet und zu den
Übertretern gerechnet wurde. (Der Bischof bekannte sich schuldig in Anwesenheit
seiner demütigen Frau, die dasselbe bestätigte. Außerdem war noch ein
Predigerfreund dabei.) Er (der junge Mann Gottes) erzählte Bruder Lambert
einiges von seiner Erfahrung in der Wildnis, als er und ein Predigerfreund sich
den Eid auferlegt hatten, kein Wasser zu trinken und kein Brot zu essen, bis
der Herr sich ihnen offenbare. Sein Freund hatte (nach vier Tagen) aufgegeben,
doch er hatte im Dschungel weitergemacht mit Fasten und Gebet. In einer Vision
war ihm dann Bruder Branham in Begleitung zweier Männer erschienen, und es
erschien ein Mond am westlichen Sternenhimmel, und die hörbare Stimme Gottes
hatte gesagt; "Es soll Licht sein zur Abendzeit." Sein Körper war
hingestreckt wie der eines toten Mannes, und die Stimme sagte wiederum:
"Wie dein Körper steif liegt auf diesem Bett, so sollst du mit der
Botschaft dieses Mannes wandeln." Dann blies ein Wirbelwind, der in seinen
Mund hineinkam und seinen Durst löschte. Und die Stimme sagte wiederum:
"Wie die Kühle dieser Brise deinen Durst gelöscht hat, so soll die
Botschaft dieses Mannes deinen Durst nach Gerechtigkeit stillen." (Es
waren dann noch andere Dinge zur selben Zeit geoffenbart worden, die er aber zu
diesem Zeitpunkt Bruder Lambert nicht mitgeteilt hat.)
Als Bruder Lambert von dieser
Erfahrung hörte, kam die Gegenwart Gottes ganz stark über ihn. Er stand auf und
rief (shouted) und nahm den Mann Gottes zur Seite und sagte ihm viele Dinge im
Zusammenhang mit dieser Erfahrung und bestätigte, daß die Gegenwart der zwei
Männer an Bruder Branhams Seite eine Offenbarung des Herrn darüber war, daß er
(BL) und sein Predigerfreund aus Jeffersonville zu ihm gesandt waren, um ihm in
der Botschaft zu helfen und ihn hinsichtlich der Verheißung
der Brauterweckung (durch Ausgießung des Heiligen Geistes wie
am Pfingsttage) zu erbauen.
Bruder
Lambert wurde einer der Botschaftsgruppen in
Diego Martin im
Norden Trinidads vorgestellt, wo auch der Mann Gottes diente. Dort lernte er
zwei junge Männer kennen, einen Ermahner und einen Diakon. Er lehnte es ab zu
predigen, aber legte Zeugnis ab und ermutigte kurz die Brüder. Die Gegenwart
und die Kraft Gottes fiel auf die Menschen wie nie zuvor. Später hat er dazu
erklärt, daß Gott ihm verboten hatte zu predigen.
Es
gab dann ein zweites Treffen in seinem Hotelzimmer. Viele Prediger und bestimmte Brüder waren dabei
anwesend. Bruder Lambert ging den Bischof noch einmal wegen seiner
Schwindel-Erweckung und der Taufe des Heiligen Geistes an, dem Siegel Gottes,
das er angeblich im sog. Pfingsten empfangen haben wollte, noch bevor er zur
Botschaft kam. Bruder Lambert forderte ihn mit der Frage heraus: "Wie
kannst du das Leben des Samens bekommen haben, wenn der Same durch Mal. 4:5-6
noch gar nicht gekommen war?" Der Bischof war sehr verlegen wegen seiner
Niederlage. Die anderen Prediger verloren das Vertrauen in ihn und spotteten.
Vielen gingen die Augen auf über seinen Mangel an Geistlichkeit. Um seine
Verlegenheit zu verbergen, sagte er laut: "Ich sehe, was du meinst!"
Lambert sagte dazu: "Dieser Mann sah überhaupt nichts. Doch hat er das
eingeräumt, weil das große Licht Gottes auf seine Dunkelheit schien, und sobald
ich das Land verlasse, wird er mir in den Rücken fallen." Es geschah dann
genauso, wie er es unterschieden hatte.
Es
versammelten sich Prediger, Diakone, Gesangsleiter und bestimmte Brüder in der
ursprünglichen Gemeinde des Bischofs, um Bruder Lambert viele harte Fragen zu
stellen. Er beantwortete alle ihre Fragen, und als er einen oppositionellen
Geist auf einigen Predigern unterschied, forderte er sie heraus, selbst
Stellung zu nehmen zur Erweckung, zum Fünffältigen Dienst und zur Reife des vollkommenen Mannesalters, und
zwar in Beziehung zum (oder: mit Bezug auf das ) Siegel Gottes. Keiner war
in der Lage standzuhalten, und zum Schein stimmten sie dann mit seiner Lehre
überein.
Der
Bischof selbst vergab niemals dem Mann, der ein Instrument gewesen war, ihn zu
beköstigen und ihn zur Botschaft zu führen, und der dazu bestimmt gewesen war,
die Botschaft in Trinidad einzuführen. Statt dessen begann er, Bruder Lambert
mit einer Kampagne zu verfolgen, und beeinflußte alle, die unter seiner
Aufsicht standen, gegen ihn und seine Lehren, indem er sie falsch wiedergab.
Gängige Lügen dazu sind bspw. gewesen, daß ...
Der Mann Gottes [vermutlich Br.
Dalton] lehnte es ab, Partei gegen einen Mann Gottes zu ergreifen und gegen so
wunderbare Erleuchtungen über die Botschaft Bruder Branhams. Allerdings
überprüfte er - einem Rat Bruder Lamberts nachkommend - mit der Botschaft und
mit der Schrift sehr sorgfältig, ob die Dinge auch so waren, wie Lambert sie
lehrte.
Nach
einer ganzen Reihe von Monaten erklärte er, daß Lambert ein Mann Gottes sei,
der nur eine Offenbarung über die Botschaft Bruder Branhams predige. Er
wurde sein Schüler, so wie Polycarp einst ein Schüler des Johannes gewesen
war, aber nicht bevor wiederum die hörbare Stimme Gottes zu ihm im Jahre 1972
gesprochen hatte und ihm bestätigte, daß Lambert Sein Diener sei, ein geborener
Erweckungsprediger.
In
Ehrfurcht vor diesem wunderbaren Dienst und der Wirkung der Gegenwart und Kraft
Gottes, die diesen demütigen Diener und seine Predigten begleiteten, glaubten
mehrere Prediger und begannen damit, eine Erweckung und Wiederkehr von
Pfingsten zu predigen, und zwar bis zum heutigen Tag, während andere ihn als
einen Anti-Christen ablehnten und behaupteten, daß man einem falschen Propheten
und seinen Täuschungen und Häresien gefolgt sei.
Bruder
Lambert kehrte im Januar 1972 nach Trinidad zurück, um dort einen Urlaub mit seiner Frau zu machen. Er wollte sich wiederum
mit dem Mann Gottes treffen, der ihm diese ungewöhnlichen Fragen über die Taufe
des Heiligen Geistes, das Siegel Gottes, gestellt hatte. Später sagte er dazu,
er habe gewußt, daß Gott ihm diese
Offenbarung geoffenbart habe. So sei er nach Trinidad gekommen, um zu sehen,
wie es dem jungen Mann mit der Botschaft und den Predigten über die
Verheißungen Gottes erginge. Da er keine richtige Adresse hatte, hielt er an
einer Kreuzung an und fragte einen Polizisten nach dem Weg. Er segnete diesen
ungeretteten Mann, der kurz darauf gerettet wurde und dem es darauf auch
materiell immer besser ging. (Jetzt ist er Diakon in Bethel.)
Er
sagte: "Gott weiß, wo er ist." Genau in diesem Moment fuhr der junge
Mann Gottes dort vorbei, und zwar mit einem anderen Prediger von Waterloo (Zentral-Trinidad). Bruder
Lambert zeigte auf das Auto, und sie erkannten ihn. Das Taxi schickten sie
fort, ließen ihn und seine Frau in ihren Wagen einsteigen und kehrten zum Haus
des Mannes Gottes zurück.
Als
er (BL) später dessen Gebetshaus betrat, das nah bei seinem Haus lag, wurde
Bruder Lambert sehr gesegnet und war sehr erregt, als er ein Diagramm bemerkte,
das die tieferen Dinge Gottes darstellte, die sich auf den Neuen Dienst Bruder
Branhams, die Siegel, die geoffenbarten Söhne Gottes und die Manifestation des
dritten Zuges durch das Herabkommen des Schlußsteins bezogen.
Dann
nahmen sie ihn mit in den Norden von Trinidad zu einer Botschaftsgruppe, wo er
früher (1970) schon Zeugnis abgelegt hatte. Hier begegnete er wiederum dem
Pastor von Diego Martin.
Er und seine Frau blieben im Hause der Schwester der Pastors, die von ihrem
Bruder und einigen Gläubigen für eine sehr geistliche Frau gehalten wurde.
Mit
der Hilfe des Pastors von Waterloo (einem
Mann mit einer charmanten Persönlichkeit,
sanftem Naturell, der sehr bewundert wurde für seine Freundlichkeit, seine
Opfer, seine Predigten und für ein christliches Zeugnis) wurden Bruder Lambert und
seine Frau zu einem Urlaub auf die winzige, aber wunderschöne Insel Tobago
eingeladen. Er bewunderte die Schönheit der Landschaft und das Leben am Meer.
Der Mann Gottes ergriff die Gelegenheit, noch einige Fragen zusätzlich zu den
tieferen Dingen Gottes zu stellen, die ihm noch nicht klar waren. Nachdem sie
ihre Antworten bekommen hatten, verstanden die beiden Prediger mehr über den
fünffältigen Dienst und warum die Schrift zunächst „Apostel" sagt und dann
„Prophet". Eine Frage war jedoch nach wie vor unbeantwortet, nämlich wie
Petrus von neuem geboren werden konnte, bevor das Blut Jesu Christi am Kreuz vergossen worden war. Gott hat ihm dies
später geoffenbart.
Nach ihrer Rückkehr von Tobago predigte Bruder
Lambert mehrere Botschaften, in denen er wiederum die Brauterweckung durch eine
weitere Ausgießung des Geistes hervorhob, aber dieses Mal sprach er über einige
große Offenbarungen, die niemand von den Predigern jemals gehört hatte. Es
waren dazu etliche Prediger von überall im Land versammelt. Was Bruder Lambert
lehrte, war noch nie von Predigern erwähnt worden, ob heimische oder
ausländische. Die Offenbarungen sind für alle erstaunlich gewesen, und sie
wurden bestätigt durch das Zeugnis der machtvollen Gegenwart Gottes. Sie waren
gegründet auf den neuen Dienst Bruder Branhams und behandelten die
Frage, wie er sich zur Erweckung der Braut und den sieben Donnern verhält.
Es wurde eine gemischte Volksmenge gezeigt, die der Botschaft folgte - im Typ
Israel, das zum Verheißenen Land wanderte - wobei mitten aus dieser gemischten
Menge eine auserwählte Zahl das Verheißene Land tatsächlich erreicht, und der
Überrest, der Leute, die Mose gefolgt waren, in der Wüste umkam. Das war erstaunlich für alle, die ihn hörten, denn sie
glaubten, daß alle, die aus den Organisationen gekommen und Bruder Branham
gefolgt waren, auch die Braut darstellten.
Unter den anwesenden Predigern gab es einige
Ungläubige gegenüber den Verheißungen Gottes. Bruder Lambert unterschied den
Geist der Frau eines Predigers, die nicht das ganze Wort glaubte. Später sagte
er dem Mann Gottes (der die vielen Fragen gestellt hatte), daß dieser Geist
sich gegen ihn (BL) wenden würde, daß sie ihrem Mann Streit und Zank predigen
und daß ihr Mann auf sie hören und vom Pult gegen ihn (BL) predigen würde. Dies
hat sich dann wenige Monate später auch so ereignet und beide Prediger bis
heute entzweit.
Der Pastor von Waterloo und der Ermahner von Martin Diego fuhren damit fort, die bevorstehende
Erweckung und die Verheißungen Gottes zu predigen, aber die tieferen Dinge
Gottes schienen ihnen zu weit hergeholt.
Sie setzten ihr Vertrauen
weiterhin in den Mann Gottes als in einen Führer, nachdem Bob Lambert in
die USA zurückgekehrt war. Weil er ihnen gewisse Fragen gestellt hatte, die
sich auf die Predigt von Br. Lambert bezogen, waren sie seinetwegen aber auch
verunsichert. Doch er prüfte alles sehr sorgfältig mit Botschaft und Bibel,
bevor er eine Lehre akzeptierte, predigte oder vom Pult aus verkündigte. Denn
dies war ja der Befehl Gottes an ihn während seiner Erfahrung in der Wildnis
gewesen. Sie aber deuteten seine Fragen als Zweifel gegenüber den Verheißungen
Gottes.
Im Juni 1972 kehrte Bruder Lambert mit zwei
Predigerfreunden von Jeffersonville bzw. von Georgia nach Trinidad zurück. Außerdem war noch ein dritter Mann aus seiner eigenen
Versammlung dabei. Diesmal versammelten sich weit mehr Leute, um das Wort
Gottes zu hören. Viele Botschaftsprediger waren zusammengekommen, einige aus
Neugier und andere aus Streit- und Zanklust. Bruder Lambert unterschied ihre
Geister und identifizierte sie als Schriftgelehrte
und Pharisäer.
Die Gegenwart Christi und die Salbung, unter der er
sprach, bändigte seine Kritiker, nämlich mit der großen Kühnheit seiner Rede,
denn er war tapfer in der Schlacht, so wie auch der Märtyrer Stephanus die
Pharisäer für ihren Unglauben gescholten hatte.
Die beiden Predigerfreunde hatten in ihren
Abendbotschaften wunderbare Dinge zu sagen, aber den Unterschied zwischen ihren
Predigten und den Predigten Bob Lamberts machte die Gegenwart des Herrn, die geradezu ehrfurchtgebietend war. Es war erregend, überzeugend und voller Wahrheit. Einige tanzten,
andere riefen (shouted) und schrieen (screamed). Am Ende von Bobs
Botschaft wurden dem Prediger aus Georgia, während er gerade einen Schlußgesang
leitete, die Augen geöffnet, und er sah einen Engel mit geöffnetem Mund, der
bereit war zu sprechen. Er kniete nieder und bat Bruder Lambert, das Pult zu
übernehmen. Eine große Woge, eine Supersalbung fiel auf die Versammlung. Nach
Beendigung des Gottesdienstes fühlten viele sich in ihrem Körper wie betäubt.
Dennoch war dieses negative Element, bedingt durch
die super-geistliche Frau, ein Ärgernis für den Mann Gottes, das er nicht
akzeptieren und womit er sich auch nicht abfinden konnte.
Diese Treffen vereinigten viele Botschaftsgläubige in den
Verheißungen Gottes. Ein anderer Prediger von Trinidad, und zwar aus der
Bamboo-Siedlung, und zwei weitere von Guyana und Surinam, stießen zur Gemeinde.
Sie waren überwältigt vom Geist und der Gegenwart Gottes. Ihre Freude darüber,
dies Wort zu hören, war unbeschreiblich. ...
Es gab da etwas sehr Außergewöhnliches in diesen
Versammlungen, worauf der Mann Gottes sich konzentrierte. Dabei ging es um die
lauten Schreie der super-geistlichen Frau, nämlich der Schwester des Pastors
von Diego Martin, den der Mann
Gottes selbst als Pastor bestimmt hatte. In dieser Versammlung erwarb sie
sich den Ruf, super-geistlich zu sein. Er schätzte das Schreien dieser Frau
überhaupt nicht, denn sie schrie immer vor den Altarrufen, die er machte, und
brachte sie durcheinander, bis er einmal vom Pult direkt zu ihr ging und
sie fragte, warum sie schrie. Sie sagte, daß sie vor sich eine Schlange sähe.
Er wußte von ihr, daß sie von einem üblen Geist gequält wurde. Bruder Lambert
hat später von ihr dasselbe bestätigt, daß ein Geist um sie herum war und daß
es sich bei ihr um einen nervösen Fall handelte. Dennoch hatten ihr Bruder, der
Pastor, ebenso ihr Ehemann und noch andere großes Vertrauen zu ihr, weil sie
glaubten, sie sei eine geistliche Frau. Darum hingen sie den Träumen und
nervösen Impulsen an, die sie hatte. Von dieser Art Fanatismus wurden
sie zeitweilig geführt.
Weil die Versammlungen den Mann Gottes als einen
Lehrer der tieferen Dinge Gotte schätzten, der gesalbt war vom Geist und von
Gott bestimmte Dinge hörte, war sein Einfluß groß, so daß sie ihr Vertrauen in
ihn setzten. Sie waren von ihm zum Herrn geführt und von verschiedenen Arten
des Fanatismus mit Hilfe seiner Gaben befreit worden. Dies brachte ihm später
einige Verfolgung ein und ließ unter anderen Predigern einen Geist der
Eifersucht aufkommen. Er demütigte sich selbst, obwohl er diesen Geist
unterschieden hatte, und von Bruder Lambert vorgewarnt war, daß solche
Einstellungen zu erwarten waren. Bruder Lambert hatte ihm auch gesagt, daß er
ein geistlicher Führer unter den Predigern sei. Er strebte danach, die Einheit
des Geistes mit dem Band des Friedens zu erhalten. Jene super-geistliche Frau
hatte erheblichen Anteil daran, dieses böse Komplott voranzutreiben. Sie wurde
schließlich vom Pult aus unterschieden und bloßgestellt, so daß sie und ihr
Bruder (der Pastor) beide Buße taten. Aber dieser Geist setzte sein Werk
der Eifersucht und der üblen Nachrede unter der Oberfläche fort. ... Viele
meinten allerdings, daß er (der Mann Gottes) die Frauen mit Furcht beherrsche,
mit Psychologie und einem Mangel an Weisheit. Es kam hinzu, daß er einmal ein
Buch zum Thema Verführung durch die
Psychologie geschrieben hatte, in dem er seinen Lesern Jesus Christus
anempfahl. Darüber hatte er zur Ehre Gottes jahrelang Zeugnis abgelegt, und nie
war es ein strittiges Thema geworden, bis schließlich Eifersucht, Streit, Zank
und Selbsterhöhung die Gemüter dieser wunderbaren Prediger übernahm.
Mit Standhaftigkeit verkündigte der Mann Gottes, der
von anderen als Evangelist und Lehrer der Botschaft betrachtet wurde, die
Heiligkeitsbotschaft Bruder Branhams bis auf den Buchstaben, verurteilte
unmoralisches Leben, falsche Kleidung bei den Frauen, Fernsehen in den Häusern, den Sport und die Badeanstalten,
dumme Späße, Rauchen, Trinken und all diese Dinge. Seine Predigerfreunde
unterstützten ihn darin, sobald sie zur Botschaft gekommen waren. Die
Heiligkeitsstandards waren in einer Weise eingeführt, daß Bruder Lambert bei
seinen Besuchen niemals Anlaß hatte, solche Dinge zu lehren oder auch nur einen
Gläubigen zu korrigieren. Vielmehr bewunderte er dies und bezeugte gegenüber
anderen, wie gut dieser Heiligkeitsstandard in den Gemeinden war, die von
diesen Predigern geleitet wurden.
Wenn man Bruder Lambert genauer beobachtete, schien
er bei seinen Predigten einiges zurückzuhalten, ebenso bei seinen Gesprächen
mit anderen, nämlich Dinge von großer Bedeutung in der Botschaft und die
tieferen Dinge des Wortes Gottes. Er bemerkte, daß seine Offenbarungen noch
nicht für die Öffentlichkeit seien, sondern nur für die Gläubigen seiner
Gemeinde und für die wenigen, die ihm glaubten. Er führte auch keine privaten
Besprechungen mit ihnen durch, schulte sie nicht persönlich und ließ auch nicht
zu, daß sie seine Bänder hatten, sondern nahm diese mit nach Hause in die USA.
Die Prediger wußten zwar, daß diese Dinge auf dem Neuen Dienst Bruder Branhams
basierten, aber wie sie in der Botschaft und der Schrift einzuordnen waren, das
wußten sie nicht. Der Mann Gottes wurde ein paarmal sanft getadelt, weil er zu
viele harte Fragen stellte. Bruder Bob sagte ihm, weil er (der Mann
Gottes) durch Offenbarung predige, sollte doch der Offenbarung der Botschaft
und den Lehren Lamberts über die Botschaft auch nichts widersprechen. Die
Lehren beider kamen nie in Konflikt mit der Botschaft Bruder Branhams. Dies
führte dazu, daß die Versammlung noch größeres Vertrauen in den Dienst des
Mannes Gottes bekam. Andererseits erzeugte es größte Eifersucht bei den
negativen Elementen, d.h. in den Herzen ehrgeiziger Prediger.
Im Dezember 1972 kehrte Bruder
Lambert mit zwei Predigerfreunden nach Trinidad zurück. Diese predigten nur
wenige Tage, denn sie wollten nun selber die tieferen Dinge Gottes erfassen.
Dann folgte Bruder Lambert mit mehreren außergewöhnlichen Botschaften . Es lag
eine Supersalbung auf den Worten, die er sprach. Der Geist des Herrn salbte die
Leute in einer Weise, die bis dahin ganz unbekannt war. Die Menschen
gerieten in große Freude. Anwesend waren Gläubige wie
Ungläubige. Kritische Prediger waren ebenfalls da. Gläubige Prediger
unterstützen diese Versammlungen. Viele sind befreit worden aus ihrem Gefängnis
falscher Interpretation und falscher Lehren. Ein Prediger mitsamt seiner Gruppe
nahm die Wahrheit, die er von den Lippen Bruder Lamberts hörte, vollkommen an,
und die Kraft Gottes überwältigte sie. Später saßen sie dann unter
dem Dienst des Mannes Gottes, und nun sind sie Säulen im Tempel.
Bruder Lambert hob wiederum
eine Brauterweckung, die Schöpferkraft Gottes durch den dritten Zug hervor und
das Zweite Kommen Christi, geoffenbart als der Sohn des Menschen. Als er auf diese Offenbarung kam, schienen Wellen der Herrlichkeit von
seinen Worten auszugehen. Mehrere Schriftworte, die sich auf das Kommen des
Herrn bezogen, wurden in wenigen Minuten zusammengeknüpft und stachen aus der
Bibel hervor, wie nie zuvor gehört. Und wie ein Donnerschlag mit Blitz, so
stellte er fest, daß Christus jetzt auf der Erde steht, das geoffenbarte Wort,
der Sohn des Menschen, Offenbarung 10:1. Es gab noch bestimmte andere Dinge in
den Botschaften Bruder Lamberts in diesem Dezember, die neben der großen
Offenbarung über den Menschensohn, dem geoffenbarten Wort, dem Herrn Jesus
Christus, sehr stark hervorstachen. Er rief plötzlich aus: „Ich möchte euch
euer Problem hier nennen! Ihr habt zu viele Prediger hinter dem Pult!“ Unter
der Salbung stehend, kündigte er sogar an, daß er mit seinem Opfer sterben
würde wie Abel mit dem seinen. Der Mann Gottes nahm dies durch Offenbarung auf
und verkündete vom Pult, daß Bruder Lambert getötet werden würde. Wie und wann,
das wußte er nicht. Es geschah dann auch kurz nach diesen Ankündigungen. Dabei
hatte der Mann Gottes keine Kenntnis von der vorherigen Prophezeiung Lamberts,
die dieser schon früher in seinem Dienst über sein künftiges Märtyrertum
gemacht hatte.
Nach diesen Versammlungen mit
Offenbarung und der Gegenwart und Kraft des Heiligen Geistes kehrte Bruder
Lambert mit mehreren Mitgliedern seiner Gemeinde, die ebenfalls diese
Versammlungen besucht hatten, wieder zurück.
Viele aus der Gegend, die mit
einer falschen Einstellung gekommen waren, fanden viel zu kritisieren, denn sie
verstanden die Dinge nicht durch Offenbarung. Einige dieser Anschuldigungen
waren, daß er behauptet hätte, er sei der Menschensohn, der Herr Jesus
Christus, und daß es falsch sei zu sagen, daß Christus jetzt auf dem Land und
auf dem Meer steht - gemäß Offbg. 10:1. Es war ebenfalls verkehrt zu behaupten,
er hätte gesagt, daß niemand den Heiligen Geist hätte und daß man verloren sei,
wenn man ihm nicht glaube. Alle diese Dinge sind in den Versammlungen gar nicht
gesagt worden. Was tatsächlich gepredigt wurde, bezog sich auf den Neuen Dienst
Bruder Branhams, die schöpferische Kraft, die durch die Braut geoffenbart
werden soll, und auf das Zweite Kommen des Herrn Jesus Christus als der
Menschensohn mit seinen Engeln. Solche Dinge wurden offen gelassen für eine
göttliche Offenbarung des Heiligen Geistes an die Auserwählten Gottes.
Man
erwartete allgemein, daß Bruder Lambert noch ein weiteres Mal nach Trinidad
käme, um eine weitere Erweckung zu haben, unter der man sitzen und sich an der
Gegenwart Gottes erfreuen konnte, aber man wurde sehr enttäuscht durch die
Nachricht, daß er in einem Park nahe bei seiner Wohnung ermordet worden sei.
Lügen und Gerüchte wurden von seinen Feinden sofort über das ganze Land
ausgebreitet, und es wurden verleumderische Mutmaßungen über diesen Mord
angestellt. Einige haben verbreitet, daß er von Banditen gekidnappt und mit
einem Stück Holz ermordet worden sei. Andere behaupteten, es hätte eine
Dreiecksbeziehung vorgelegen. Eifersüchtige Prediger verbreiteten, daß Gott ihn
im Gericht geschlagen hätte, denn er habe ja behauptet, der achte
GZA-Botschafter gewesen zu sein. Aus
verläßlicher Quelle erfuhren wir ein wenig später, daß sein Mörder einen
schweren und stumpfen Gegenstand benutzt hat, der viele Wunden an seinem Rücken
und an seinem Kopf verursachte bei dem Versuch, ihm den Kopf abzuschlagen.
Dieser Bericht stimmte überein mit der Prophetie von Pastor Lambert, daß er als
Märtyrer sterben und daß man versuchen würde, ihm den Kopf abzuschlagen. Der
Mann Gottes war vollständig überzeugt, daß Bruder Lambert als ein Märtyrer für
die Botschaft von Mal. 4:5-6 gestorben war. Es gab Gerüchte, die noch weit
lächerlicher waren, aber sie wurden unter den Botschaftsgläubigen akzeptiert,
die die Wahrheit nie gehört hatten.
Es kam unter den Gläubigen und
besonders unter den Predigern eine sehr kummervolle Atmosphäre auf. Verwirrung
und Bestürzung machte sich unter ihnen breit. Der Mann Gottes wurde befragt,
was ein solch tragisches Ereignis zu bedeuten hätte. Vom Pult aus sagte er:
"Es ist der Wille Gottes. Es wurde so prophezeit, daß es so sein würde,
aber das verändert nicht die Verheißungen Gottes. Es wird eine Ausgießung des
Heiligen Geistes und eine Brauterweckung geben, genauso, wie sie uns in
der Botschaft Bruder Branhams verheißen worden ist. Bruder Lambert hat uns nur
an diese Verheißungen erinnert, er hat sie erheblich klarer gemacht und uns
teilweise schon vorbereitet, diese Verheißung zu empfangen. Er hat seinen
Auftrag auf der Erde erfüllt und ging nun zum Herrn, bis die große Posaune
ertönt."
Voller
Vertrauen verkündigte er solche Worte vom Pult und ermutigte und belebte die
Prediger, die schon nahe daran waren, den Mut zu verlieren, weil sie in ihrem
fleischlichen Sinn die Verheißungen Gottes an den Mann gebunden hatten statt an
Jesus Christus und an Seine Gemeinde. Enttäuschende Konsequenzen sollten ihrem
Unglauben, ihrem Mangel an Offenbarung und dem Fehlen einer
Wiedergeburtserfahrung folgen. Dieser Zustand
der Gemeinde, seiner Führer und Prediger wurde schon ein paar
Monate vor dem Märtyrertum Bruder Lamberts prophezeit. Als er nach
Britisch Kolumbien ging, um den Herrn zu suchen, sandte der Herr ihm eine
Botschaft durch eine junge Frau, die in Verzückung geriet und ihm ihre Erfahrungen berichtete. Er hat darüber
später an den Mann Gottes geschrieben und diese Vision auf sich bezogen. Durch
Offenbarung verstand er die Tatsachen dieser Prophetie, daß nämlich die
Menschen, die eine Erfüllung der Verheißung Gottes erwarten, in ihrem Glauben
beständig bleiben sollten, diese Verheißungen weiterhin zu erwarten, sonst
wären sie verloren, weil eine scharfe Wendung im Dienst Christi bevorstand.
Jeder Gläubige mußte diese scharfe Wendung machen, um Ihm zu folgen, dem
geoffenbarten Wort Gottes, dem Menschensohn.
Jene, die diese Wendung nicht nachvollzogen, würden zu schwarzen Krähen werden
und in einen großen, tiefen Abgrund stürzen. Bruder Lambert betonte, daß wir
auf den Herrn hören müssen oder aber zugrunde gehen. Der Mann Gottes nahm diese
Erfahrung und den Brief dieser Warnung sehr ernst, und es bewirkte, daß er den
geistlichen Zustand der Gemeinde in einem neuen Licht sah. Es war für ihn eine
große Hilfe, sich selbst vorzubereiten, ebenso für die Gläubigen, die ihm als
geistlichem Führer Vertrauen schenkten, um den negativen Konsequenzen zu
begegnen, die gemäß der Prophezeiung folgen sollten.
In einer übernatürlichen
Erfahrung zeigte ihm der Herr, daß der Pastor von Waterloo
(Zentral-Trinidad) ganz und gar die Führung übernehmen und den Pastor von Diego Martin hinter den
Kulissen steuern würde. Er würde überwunden werden von diesem Geist und in eine
Täuschung des Satans fallen, und beide würden an die Stelle des Wortes Gottes
ihre falschen Lehren setzen. Diese Erfahrung ließ scheinbar noch Hoffnung für
den Pastor von Diego Martin zur Befreiung aus solchen
Täuschungen übrig, aber diese Hoffnung wurde vom Herrn nicht bestätigt.
Diese Offenbarung hat den jungen Prediger weitergebracht, sie gab ihm Mut und
Entschlossenheit, weiterhin treu zur Botschaft und zu den Verheißungen Gottes
zu stehen, die sich auf den Neuen Dienst Bruder Branhams bezogen, der in der
Braut manifestiert werden sollte. Er sprach mit den Predigern und warnte sie,
daß man auf falsche Propheten gefaßt sein müßte, die aufstehen und die Gemeinde
in die Irre führen würden. Der Pastor von Waterloo gewann mit seiner charmanten Persönlichkeit viel Einfluß über
die anderen Prediger und Versammlungen und unterließ es, diesen Rat zu
beachten. Er sagte, daß das Wort, das man gehört habe, zu einfach sei, als daß
ein falscher Prophet sie als Diener und Gläubige verführen könnte.
[Auszüge von
den Seiten 1-127]